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Die Alternativen zu mitfahrgelegenheit.de

Vor einigen Tagen berichtete ich über den Selbstmord von mitfahrgelegenheit.de Mit Dollarzeichen in den Augen wollte die Betreiberfirma carpooling den maximalen Erlöß aus der Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten herausholen – und haben die Rechnung ohne die Fahrer und Mitfahrer gemacht. Wie schon geschrieben: zur Zeit ist der Markt im Umbruch und verschiedene Anbieter konkurrieren um die Gunst.

Auf dieser Seite stelle ich die verschiedenen Angebote vor!

Sperrung von ungewünschten Verbindungen

Bei nahezu allen kommerziellen Internetseiten (uns besonders die von Verlagen) werden diverse Analysedienste mitgeladen. Am beliebtesten im deutschsprachigen Raum ist vor allem ivwbox. Kleine Zählpixel, mit denen analysiert werden soll, wer alles auf der Webseite zugegriffen hat. Der kommerzielle Zweck ist klar: damit sollen Anzeigenpreise festgelegt werden (und gelegentlich klopfen sich Firmen auf die Schuler, daß sie die meistbesuchteste Fachseite für irgendwas sind). Aber eigentlich will ich nicht ungefragt meine Daten dafür hergeben.

Es gibt viele Gegentricks, insb. Plugins im Browser. Ich finde den Ansatz der hosts-Datei praktisch. Das Betriebssystem gleicht (in der Regel) vor der Adressauflösung im Internet diese mit der lokalen Datei (%SystemRoot%/system32/drivers/etc/hosts oder /etc/hosts) ab. Ein (versteckter) Aufruf bspw. zu ivwbox würde damit den eigenen Rechner nie verlassen, wenn diese Adresse auf den lokalen Rechner umgeleitet wird. Die Einstellung gilt überall in jedem Browser.

Im Grunde kann man die relevanten Server alle selbst einsammeln. Allerdings verwenden Dienstleister wie ivwbox oder doubleclick eine breite Anzahl von Subdomains, teilweise für jeden einzelnen ihrer Zählkunden eine (Einen Platzhalter lässt die Hosts-Datei leider nicht zu). Oder man greift auf eine bereits zusammengetragene Sammlung zu. Ich habe auf diese zugegriffen und teste sie. Eine Erfolgsmeldung gibt es dabei allerdings selten, denn der Zugriff findet ja im Hintergrund statt. Einen ersten sichtbaren Hinweis gelang mir beim Tagesspiegel:

(Hinweis: Mit diesem Schritt filtert man sein eigenes Internet. Man sollte diesen Listen nie blind vertrauen. Zudem auch gelegentlich aktualisieren.)

(Manche Dinge schiebt man ewig lange vor sich hin!)

Das Ende von mitfahrgelegenheit.de

Es war eine schöne Zeit. Es war eine lange Zeit. Vor knapp 7 Jahren bot ich die erste Mitfahrgelegenheit an. Bei mitfahrgelegenheit.de. War schön gewesen. Das wird nun vorbei sein!

Der größte Kapital von solchen Seiten sind die Inserenten. Viele Inserenten, viele Nachfrager – und das lockt widerum Inserenten an. Als Neuling stellt man am Anfang seine Inserate in drei oder vier verschiedenen Portalen rein. Dann bekommt man mit, über welches Portal die meisten anrufen. Und nach dem dritten oder viertel Mal spart man sich den Aufwand der anderen Portale. Eine Monopol entsteht.

Im Grunde genommen kann für den Betreiber nichts mehr schiefgehen. Man kann Werbung schalten, man kann kostenpflichtige Zusatzleistungen anbieten, man kann dubiose Kooperationen (z.B. zum ADAC) einbinden. Ich selbst war auch drei Jahre kostenpflichtiges Premiummitglied. Ich fand einige der zusätzlichen Features toll. Und nachdem die Preise in vernünftigen Regionen ankamen (2 Euro je Monat), war das völlig ok.

Die Möglichkeit zur Premiummitgliedschaft lief 2012 aus. Stattdessen drängte das Unternehmen verstärkt auf die Buchungsoption. Wenn während der MFG das Gespräch auf MFG kam, so war keinem der Mitfahrer das System bekannt geschweige denn würde es favorisieren. Nummer raussuchen, Abklären, Fertig. Und gelegentlich Sonderwünsche.

Anfang des Jahres konnten Fahrten über 600 Kilometer nur noch über das Buchungssystem abgewickelt werden. Und seit drei Tagen gilt es für nahezu alle Fahrten über 100 Kilometer:

  • Nur noch über das Buchungssystem
  • 11% der Unkostenbeteiligung will die Firma haben
  • Durchschnüffelung meiner Bonität, falls ich Barzahlung anbiete

Ich zitiere den Text, den ich ankreuzen muss, um künftig eine Fahrt einzustellen:

Ich bin damit einverstanden, dass meine Daten verwendet werden können, um meine Identität und Adresse und meine Bonität zu überprüfen. Die Daten dürfen insbesondere zum Abgleich mit der Auskunftei Infoscore verwendet werden, eine dauerhafte Speicherung erfolgt nicht.

Die Alternative wäre die Onlineüberweisung, bei der die Mitfahrer entweder per Pay-Pal oder Kreditkarte überweisen. Erschreckend ist immer wieder die Zahlungsoption „Sofortüberweisung”. Wer dies macht, bricht die Bedingungen seiner Hausbank.

In die Presse hat es das Portal nun ebenso geschafft: Mitfahrgelegenheit.de hält ab sofort die Hand auf

Nach Erfahrungen der „Welt”-Redaktion erscheinen etwa 20 bis 30 Prozent aller Mitfahrer nicht zum verabredeten Termin oder sagen so kurzfristig ab, dass eine Nachbesetzung des freigewordenen Platzes nicht mehr möglich ist.

Ich weiß nicht, auf welchen Erfahrungen sie beruhen. Ich habe andere Erfahrungen gemacht und die sind kleiner als 1%.

Es mag besonders dreiste Fälle geben. In einem hatte der nicht erschienene Fahrer meine Telefonnummer hinterlegt, so dass mich die stehengebliebenen Mitfahrer anriefen. Drei Anrufe von drei nebeneinanderliegenden S-Bahnhöfen, die per Straße nicht unbedingt günstig verbunden sind (Ostbahnhof, Warschauer Straße, Ostkreuz). Hier deutete es auf systematische Überbuchung hin. Aber das sind Einzelfälle.

Wie geht es weiter?

  • Im Moment gibt es bei mitfahrgelegenheit.de noch die „Auslandslücke”. Stelle die Fahrt so ein, dass die Tour entweder durchs Ausland führt oder da endet. Die Strecke muss so absurd sein, dass es nicht versehentlich Anfragen für die Auslandsteilstrecken gibt. Der Trick müsste dem Portal bekannt sein. Ich weiß nicht, ob sie künftig solche Fahrten dulden (weil zu viele abwandern könnten), die deutschen Teilstrecken aus der Suche verschwinden lassen oder künftig Auslandsfahrten auch über das Buchungssystem abgewickelt werden.
  • Eine weitere Möglichkeit wäre mit den Mitfahren der Verzicht des Buchungssystems am Telefon abzustimmen. Nach dem Telefonat wird formell die Anfrage abgelehnt.
  • Zur Zeit hat das Portal noch Probleme in der Handhabung von Teilabschnitten. Das passiert häufig bei langen Strecken, die selten am Stück mitgefahren werden. Und was schnell im Kopf geht, kann für Systeme schwierig sein. Zur Zeit blockt die Buchung einer Teilstrecke alle anderen Teilabschnitte.

Alternativen:

  • Mitfahrzentrale.de wurde 2011 vom selben Anbieter, carpooling, gekauft. Scheidet damit ernsthaft als Alternative aus.
  • Ich habe im Januar flinc.org genutzt. Nette Idee, nur leider geht das System an den Bedürfnissen einer Mitfahrgelegenheit vorbei. Wer eine sucht, will aus einer Liste von möglichen auswählen – und nicht zwei oder drei vorgeschlagen bekommen.
  • fahrgemeinschaft.de scheint sich als Alternative zu entwickeln. Die Seite stammt u.a. von Sven Domroes, der einst auch das Ursprungsportal für mfg 1998 gründete. Die Zusammenhänge stellt er auf seiner Seite dar. – Recht interessant: 2012 hat sich u.a. Daimler eingeschalten
  • mifaz.de / mitfahrangebot.de … ?

Anmerkung: Speziell für die Alternativen gibt es einen eigenen Beitrag, in dem die verschiedenen Portale gegenübergestellt sind. Bitte neue Anbieter, Feature-Hinweise etc. da hinein.

Keine echten permanenten Links

Über das Portal ZVG Online werden Zwangsversteigerungen von 12 Bundesländern angekündigt.

Diese Seite hat einen gravierenden Nachteil: es gibt keine permanenten Adressen für die einzelnen Versteigerungen! Auch wenn diese auf den ersten Blick so aussehen: sie sind es nicht! Die Nummer in der Adresse ist einfach eine fortlaufende Nummer – unter allen Zwangsversteigerungen, die noch nicht abgeschlossen sind für ein spezielles Gericht.

Aufgefallen ist dies durch eine für Anfang Juli angesetzte Zwangsversteigerung des Erbbaurechts für das Spreepark-Areal. Doch jedes Mal, wenn ich diesen Link jemand anders weiterschickte, kamen Fragen wie „Was soll ich da? Was ist das?”

Heute ist der Spreepark auf Platz 34 – doch schon am nächsten Werktag könntet ihr da etwas anderes oder ggf. auch gar nix sehen

Google lernt die Seitenstruktur

Ich bin kein Freund von Suchmaschinenoptimierung! Das heißt aber nicht, dass man eine Seite auch semantisch einigermaßen vernünftig aufbauen soll. In den Details scheiden sich sicherlich die Geister. Bisher waren die Beiträge in Definitionslisten verpackt – und diese bestehen aus Titel und Beschreibung. Und google war stets so schlau, diese Titel herausextrahieren.

Nachdem ich die Seite auf HTML5 umgestellt habe, bediente sich Google zunächst an den Elementen im Kopfbereich (und da steht immer so was von Zugangsdaten im Anmeldeformular). Und während ich schon rätselte, ob diese Struktur missverständlich ist und wie ich die verschiedenen Tags besser einsetzen kann, hat Google bereits meine neue Struktur gefunden.

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One Hundred & Five Million EUR

Yeah, der erste Spam, den ich über meine E-Konto für meine Piratenaktivitäten erhalten habe. Nach weit über einen Jahr.

Ich bin Mr. Cham Tao Soon, Vorsitzender Audit Committee der UOB Bank, Singapur. ich haben ein Projekt für Sie in den Tonnen von One Hundred & Five Million EUR, Nach erfolgreicher Übertragung werden wir in dem Verhältnis von 40 für Sie Aktien und 60 für mich. Bitte antworten Sie für Einzelheiten.