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Das Wochenende der Blogger

Jetzt folgt der obligatorische Pflichteintrag zum Bloggertreffen von Martin am vergangenen Wochenende. Gefolgt sind insgesamt 25 Mann (und Frau) mit unterschiedlichen Interessen und Geburtsjahren und Herkünften. Sogar »Wiener Blut« war vertreten: Michael und Dieter von Knallgrau, die Firma hinter twoday.net. Hier eine kleine Zusammenfassung über die Vorträge und Diskussionen:

Wissensarbeiter

Steffen Gilge stellte Peter Drucker und den sogenannten Wissensarbeiter vor:

Es gibt immer weniger körperliche Tätigkeiten, dadurch verschleist der Körper weniger — und die Lebenserwartung steigt. Das kippt die Bevölkerungspyramide — und die einzige sinnvolle Lösung ist die Erhöhung des Rentenalters. Anstelle von Kraft und Ausdauer liegen nun die Ressourcen im Bereich Wissen und Erfahrung — und diese steigt mit den Jahren. Folglich haben ältere Menschen ein durchaus gutes Potential. Ebenso werden immer weniger Menschen in einer Firma fest angestellt sein (siehe Kleeblattmodel. Das Bild des klassischen Angestellten wird verschwinden — stattdessen dreht sich die Arbeit um einen Ressourcentausch: der Arbeiter stellt Wissen zur Verfügung.

Informationsmanagement

Im Moment sind Desktop-Suchmaschinen eines der gefragtesten Applikationen im Infomanagement. Doch im Grunde genommen helfen sie nur bedingt: sie finden lediglich Informationen. Wesentlich effizenter sind Werkzeuge, die diese Informationen vernetzen können. WebLogs und Wikis helfen an der Stelle schon wesentlich mehr.

Betrachtet man aber wiederrum die Firmen, sind diese eher froh, wenn sie ihre Informationen wieder finden. In der Regel herrscht Chaos. Viele Mitarbeiter greifen auf ein großes Projektverzeichnis zu, jeder legt seine Daten anders ab. Es gibt viele Redundanzen, ggf. auch mit unterschiedlicher Aktualität. Ja, da mildern Desktop-Suchmaschinen ein wenig die Situation — nur zufriedenstellend sollte diese Situation noch nicht sein.

Gedanken zum Betreiben des WebLogs

Regelmäßig tauchen selbstkritische Fragen auf, warum man einen WebLog betreibt. Gut, es ist eine Referenz und eine Form der Interaktion. Aber den größten Nutzen erziele ich selber: durch die Suchfunktion. Jedes Mal, wenn ich einen Link suche, nutze ich diese selber. Früher war mein Desktop mit vielen Textdateien gefüllt, in denen einige kleine Linksammlungen enthalten waren. Ich fand allerdings nichts wieder!

Weitere Erkenntnisse und Erlebnisse:

  • Es gibt wirklich Frauen, die PHP (und Ruby) können
  • Wer die Qualität der Kommentare verbessern will, schaltet die Verlinkung ab
  • Gegen Spam wird vermutlich auch weiterhin kein Kraut wachsen. Und je einheitlicher wir vorgehen, desto besser stellen auch die Spammer ihr Programm um. Wenn es eine Lösung gibt, dann nur einen dezentralen Ansatz!
  • Wenn Blogger »Schwanzvergleiche« machen, dann sind es nicht die Zugriffszahlen. Viel Spannender sind die Platzierungen in den einzelnen Suchmaschinen unter bestimmten Fachbegriffen!
  • Der Wortschatz von »Bloggern« ist teilweise erschreckend. Nein, es heißt nicht mehr fotographieren. Es heißt nun flickern. Auch taggen steckt im Grundwortschatz einiger Teilnehmer.
  • Es ist wirklich möglich, bei 25 Personen eine Gesprächsatmosphäre zu schaffen, daß jeder etwas problemlos sagen kann (wenn ich mir die StuRa-Sitzung als Vergleich anschaue, ist das bei 15 schon verdammt schwer)
  • Wer an offiziellen Grillplätzen mit Genehmigung grillt, muß rechnen, daß das Umweltamt auch sofort vorbei springt.
  • Grillzangen aus Holz müssen nicht immer gut sein!
  • »Baby One More Time« klingt sehr angenehm, wenn es auf einer Klampfe am Lagerfeuer gespielt wird

Bisherige Kommentare (2)

Kommentar von Dirk

Beim »Flickern« halte ich nach wie vor dagegen. Einerseits aus dem Mangel eigener Erfahrung mit flickr, in erster Linie aber aus Mangel an Überzeugung dass mir dieses Angebot irgendeinen Nutzen bringt, den ich mit einem Fotoblog nicht erzielen lässt.

Bitte erkläre mir einer diesen Hype in Worten,  die ich verstehe.

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