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Right In The Night 2013 vs. 1993

Was habe ich den Titel früher verflucht. Aber nicht wegen dem Lied an sich, sondern wegen meiner Aiwa-Musikanlage von Aiwa. Das Kassettendeck lief nicht sehr präzise und verzerrte ständig die Layenda-Gitarren im Intro. Das Ergebnis: unhörbar! Nein, das Lied selber gefiel mir. Melodie, Rythmus und das Sample passten gut zueinander. Das zugehörige Album „Tripomatic Fairytales 2001” liegt noch bis heute in meinem CD-Regal.

Im Jahre 2013 gibt es eine Neuauflage des Liedes, in dem die damalige Sängerin Plavka erneut singt. Mittlerweile ist Mark Spoon verstorben. Dafür nun mit Rapper im typischen 90er-Jahre-Culture-Beat-Stil, den ich im Original nun wirklich nicht vermisste! Der Auftakt der 2013er Version ist nahezu identisch: nicht nur die Layenda-Sampels, sondern auch das dazugehörige Arrangement – einschließlich des Überganges. Der passt nicht zu der überzogenen Basslinie, die danach die Führung im Lied übernimmt. Überhaupt sind Übergänge keine Stärke der neuen Version, denn diese retten sich in Ruhephasen. Im Refrain gibt es Synthieeffekte im Offbeat, die schon in der Blütezeit des Dancefloors die Spreu vom Weizen trennte.

Apoptygma Berzerk - LNDP3

Die musikalische Bandbreite des norwegischen Musikprojektes Apoptygma Bezerk ist beeindruckend. Während ich bisher überwiegend die elektronischen Klänge aus der Blütezeit des Future-Pops kannte und sie sich allmählich zu einem zweiten Placebo entwickeln, entdeckte ich auf dem Welcome-To-Earth-Album (von 2000) eine ungewöhnliche Ballade.

Ungewöhnlich ist zunächst der Name LNDP3, der für sich stehend gar nichts ausdrückt (Er ist eine Abkürzung für „Love Never Dies, Part 3”). Ungewöhnlich ist auch, dass das Lied von einer Frau gesungen wird (Kari Pettersen). Und ebenso ungewöhnlich ist, dass so ziemlich nichts an die Musik von Apoptygma Bezerk erinnert. Beeindruckend finde ich, wie das Lied die klassische Strophe-Refrain-Teilung sprengt, obwohl es einem diese Gliederung vorgaukelt.

Ähnlich wie bei Illusion von VNV Nation haben Fans einen Animationsfilm unter das Lied gepackt, der die Stimmung sehr gut zur Geltung bringt:

Hier die Original-Animation von Robert Showalter:

Live bei den Jezables im Postbahnhof (Berlin)

Am vergangenen Samstag traten im Berliner Postbahnhof die Jezables auf. Die werden auch hierzulande immer bekannter – und somit war es auch nicht verwunderlich, daß das Konzert ausverkauft war.

Aufmerksam geworden bin ich auf diese Band gar nicht über die normalen Vertriebskanäle, sondern über Danny MacAskill. Dieser Typ ist ein Guru auf dem Fahrrad und macht mit den zwei Reifen Dinge, die man besser nicht zu Hause nachahmen sollte. Perfekt geschnitten und in eine Story gepreßt, sind sie rein visuell schon eine Sensation. Und wäre dabei nicht auch noch die perfekte Musikauswahl. Über seine Videos bin ich schon auf die Band of Horses aufmerksam geworden. Im Video „Way Back Home„ reiste er durch Schottland, dabei lief „A Little Piece„.

Also spontan Karten besorgt – und ab ging es in den Postbahnhof am Ostbahnhof. Nun ja. Inhaltlich tue ich mich immer schwer, Konzerte zu beschreiben.

Nicht besonders vorteilhaft finde ich es für eine Band, gleich mit den erfolgreichesten, bekanntesten Titel – in dem Fall „Endless Summer” – zu starten. Das ist wie bei einem Feuerwerk, wo der große Boom am Anfang kommt und man danach den Eindruck hat, wieder gehen zu können.

Ebenso nicht besonders vorteilhaft war die Arbeit des Tontechnikers. Der Klang, der aus den Box kam, war nicht ausbalanciert. Die Basstrommel uns einige Tomtoms waren zu laut und drückten schon teilweise den recht empfindlichen, hohen Gesang von Hayley Mary in den Hintergrund. Dafür kann die Band nichts!

Und für eine Band, die ihre besten Zeiten noch vor sich haben wird, ist es ebenso nicht besonders vorteilhaft, ein Konzert bereits nach einer Stunde zu beenden. Nach gut 45 Minuten verließen sie das erste Mal die Bühne und benötigten viel Jubel vom Publikum, um überhaupt noch einmal herauszukommen. Ich hatte fast den Eindruck, die Sängerin hatte keinen Bock mehr.

Als dann die Lichter angingen und die Massen durch den schmalen Durchlass Richtung Ausgang drückten, durfte ich noch Zeuge eines recht seltenen Ereignisses werden. Noch während Gäste im Publikum sind, kam ein Techniker mit einer Leiter aus dem Sicherheitsbereich heraus und demontierte den ersten Spot. Er wurde bereits nach einem gelösten Kabel von einer Sicherheitskraft heruntergeholt. Erst auf deutsch, danach auf englisch. Ich tippe sehr stark darauf, daß die Band ihre Techniker mitgebracht hat – und derjenige auf die deutschen bzw. europäischen Maßstäbe nicht eingestellt war.

Ok Go - Needing/Getting

Ok Go sind wieder mit einem neuen Musikclip am Start. Wer Ok Go bereits kennt, der weiß sicherlich, was das heißt. This Too Shall Pass stellte ich bereits vor zwei Jahren vor. White Kuckles ist ebenso recht originell.

Nun geht es in die Wüste – und das Auto wird zum Musikinstrument: Needing / Getting.

Ursprünglicher Link

bytheway: auf das Making-Off bin ich gespannt!

Musik von Emotion 4 Devotion

Hier kannst du die Titel von Emotion 4 Devotion anhören und herunterladen:

Liedtext zu "Sad Song" (1999)

I feel a little bit sad and strong
Can You imagine what is wrong
In us? No trust?

I see my heart burning down
And it beats a very fast sound
to save – it’s grave

I stand alone with my fears
and of course I spend some tears
for you – it’s cruel

I watched to sky and perceived my pain
and my eyes they spend the rain
So I strain – I loved you vain
and I gain … some experiences in my brain.

I walking down the streets where I flamed
but surely it’s not the same
I miss – your kiss

I remember the time you were mine
At the moment I could whine
For past – I gasp

I believed in you whenever I can
Since your leaving I’m not your fan
I grieve – your leave

(Now) I’m standing here in lonelyness
You can’ perceived I was depresses
I can’t refresh – I can’t reflash
and you confessed … your love to me it was too less

Das Ende von mp3.de

Im Internet ist nichts für die Ewigkeit – und das scheint auch für kurze und prägnante Adressen zu gelten. Ende Januar soll »mp3.de« verschwinden. Zugegeben: Wenn man sich heute die Startseite von mp3.de anschaut, wird man vielleicht sagen: »Na und?«. Und doch gab es auf dieser Plattform noch einen nicht ganz unwesentlichen Bereich, bei dem sich unbekannte Musiker präsentieren konnten – wie beispielsweise »Emotion 4 Devotion«. Das war ein Musikprojekt, welches ich zusammen mit Christian Fröde vor gut einem Jahrzehnt betrieben habe. Dazu haben wir elektronische Klänge einem Yamaha cs-X1 entlockt, das Spektrum reichte von Trance bis Relax. Die Titel lagen seit dieser Zeit bei mp3.de – und wenn ich den Statistiken Glauben schenken darf, haben sich immerhin gut 3000 Aufrufe in dieser Zeit ergeben. Es ist nicht viel – aber es gab dafür auch keine aktive Werbung.

Mp3.de wird – so die Ankündigung – Ende Januar schließen und damit werden auch die Titel verschwinden. Die Macher schlagen als neues Portal »Youmusic24.com« vor – doch mal ehrlich: so eine Adresse klingt nach dem 1000. Klon von Youtube. Und während Speicherplatz im Internet im Jahr 2000 noch reine Mangelware war (und meist keine mp3-Dateien hochgeladen werden durften), sehen die Möglichkeiten im Jahr 2011 ganz anders aus – und so werde ich die Titel nun auf den eigenen Seiten zur Verfügung stellen.

Wer es sich einmal anhören möchte: e4d.renephoenix.de

Arcade Fire - im Tempodrom

Am vergangenen Dienstag habe ich zum zweiten Mal das Konzert von Arcade Fire miterlebt – und ja, es war wieder ein gutes Konzert. Die Massen tobten, das ist die Hauptsache. Es war ausverkauft – und wer zu spät kam, hatte das Pesch, daß er das Konzert auf den oberen Rängen des Tempodroms miterleben mußte. Die Bühnendekoration war wieder gelungen und thematisch passend. Das Album heißt »Suburbs« (Vororte) – so wurde die Brücke einer Schnellstraße an die projetiert und ein Werbeträgertafel auf die Bühne gestellt. Auffallend war wieder einmal, daß vor allem Régine bei nahezu jedem Lied das Instrument wechselte. Tunnels, Rebellion, No Cars Go, ...

(Ja, Mobiltelefone sind keine Kameras)

Ja, da war dann noch die Vorband. Bzw. es war ein Solist. Und es war nicht irgendein Solist, sondern Owen Pallett, selber Mitglied von Arcade Fire, mit Nebenprojekt. Mit Geige und einem Minikeyboard sowie einer »Loop-Station« ausgerüstet machte er als Alleinunterhalter Musik. Eine Dreiviertel Stunde konnte man alle möglichen Klänge, die einer Geige zu entnehmen sind, lauschen. Zu viel. Die Dame hinter mir hielt sich irgendwann schon die Ohren zu. Einige saßen auch schon wieder.

Was immer wieder nervig sind, sind die Umbauarbeiten zwischen der Vorband und der eigentlichen Band. Wenn erst alles abgebaut werden muß, ok. In dem Falle mußte nur ein Mikrofon und ein Tisch von der Bühne getragen werden – dauert zwei Minuten. Am Ende hatte man den Eindruck, die Techniker schlagen sich die Zeit tot und damit es nicht so aussieht, geht einer noch mal auf die Bühne und stimmt dann zum dritten Mal alle Gitarren. Dafür kann man dann aber ausgehen, wenn die Band dann einmal auf der Bühne geht, daß innerhalb von 90 Minuten Schluß ist – was in dem Falle sicher schade ist. Das Publikum gröhlt noch die letzten Klänge, die Spots sind erloschen – und binnen zehn Sekunden springen auch schon die ersten Techniker auf der Bühne rum. Das ist genauso, wenn im Restaurant der Ober schon den Teller abräumt, während man den letzten bissen kaut! Leute, laßt die Musik erst einmal setzen... an den fünf Minuten kann es sicher nicht hängen!