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Die Stasi-GEZ

... oder fällt einem beim Betrachten dieses Werbespots ein anderer Gedanke ein?

Es ist schon bedenklich, wenn für den öffentlichen Rundfunk vorgesehene Gelder für Werbespots der GEZ verschwendet werden — aber erst recht, wenn kein einziger Videoclip einen informativen Charakter trägt. Und es ist ja nicht mal die blanke Einschüchterung der Bevölkerung, die in diesen Werbevideos dargestellt werden ...

Ein Clip ist rassistisch, ein anderer zeigt die Toleranz von Diebstahl (Es ist egal, ob ein Radio geklaut ist, Hauptsache es wird angemeldet!) — und steht im Widerspruch zum Knast-Clip, in dem Schwarzseher, Dieb und Schwerverbrecher auf eine Stufe gestellt werden (Im Rundfunkgebührenstaatsvertrag ist keine Gefängnisstrafe vorgesehen). Ein Clip läßt die Fragen aufkommen, ob die GEZ-Gebühr nicht doch zu teuer ist. Warum Menschen sich für kostenfreies Fernsehen im Krankenhaus selbst zerstümmeln, leuchtet mir nicht ein.

Aber immerhin erhielt die TöpferGrenvilleCrone Werbeagentur eine Auszeichnung für das Video mit dem vielleicht witzig dargestellten aber inhaltlich sinnfreien schwarzen Schaf (Der Geruch eines Schwarzseherdarmwindes lockt die Schergen an?).

Passend dazu ein schöner Artikel bei telepolis: Alles im Leben hat seinen Preis

Bisherige Kommentare (7)

Kommentar von René

Anmerkung: auch die bisherigen Clips waren nicht unbedingt besser. Ich weiß nur nicht, was ich von dem Clip von 1978 halten soll ... mußte man den Bürgern wirklich erklären, daß im Feld »Name« der eigene Name eingetragen werden soll? Aber immerhin wurde damals noch ein guter Empfang gewünscht ...

Kommentar von Christian

Erstaunlich, dass die GEZ in letzter Zeit mächtig in die Kritik geraten ist. Ich bin doch schon mal gespannt, was nach der Razzia bei der GEZ alles aufgedeckt wird. Hoffentlich sieht die Behörde bald ein, dass man in Deutschland keine Gebühren erheben kann, wenn man weltweite Musik oder Sendungen empfängt.

Ich sag euch: Irgendwann schaffen die das Geld ab, weil es bald keinen Sinn mehr macht, derartige Dienstleistungen zu bezahlen. Da das Volk jedoch irgendwie überleben muss, sollte doch sehr bald ein völlig neues System in Gang gesetzt werden, in welchem Geld — so wie wir es kennen — keine Rolle mehr spielt. Ein interessanter Ansatz, beziehungsweise eine gute Erläuterung einer möglichen Ursache für ein Leben ohne Geld, ist auch in dem Film Star Trek — Der Erste Kontakt beschrieben.

Kommentar von René

Die Frage ist dann, was passiert, wenn die Gebühren nicht mehr eingezogen werden. Wie soll sich der öffentliche — sowohl vom Staat als auch von der Wirtschaft unabhängige — Rundfunk finanzieren? Oder soll er auch abgeschafft werden?

Kommentar von Axel F.

Zitat: »...sollte doch sehr bald ein völlig neues System in Gang gesetzt werden, in welchem Geld – so wie wir es kennen – keine Rolle mehr spielt. Ein interessanter Ansatz, ...«
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Stimmt. Aber nicht neu. Ein Mann namens Karl Marx hat das vorsichtshalber alles schon vorgekaut und aufgeschrieben. Allein der Mensch ist nicht fähig dazu. Noch nicht? Niemals?

http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Marx

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