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Nordseeradtour Tag 12 - Ouddorp

Ich schaue mir noch mal das Hotel an:

(Das ganz kleine Fenster da oben und das links davon gehörten zu dem Raum)

Und das Treppenhaus:

Und einen Blick aus dem Fenster:

Ich mache mich startklar. Ich bewundere noch einmal die Häuser der Straße. Das ist zwar das Botschaftsviertel, aber so sehen viele Straßen in der Stadt aus. Warum traut sich heute kein Architekt mehr, so etwas zu bauen?

Ok, es gibt auch Bausünden. Ganz besonders diese hier:

Das ist die Deutsche Botschaft. Ich fühle mich unterrepräsentiert. Nein, für so ein Bauwerk darf man sich schämen ;-)

Weiter geht’s zum Internationalen Gerichtshof. Ich kam den Tag zuvor schon mal vorbei und nahm ihn eher wie eine Kathedrale wahr.

Rund um den Hauptbahnhof sind Hochhäuser gebaut:

Wenige Meter schon entfernt gibt es auch abgeranzte Flecken (ohne Foto).

Im Zickzack verließ ich die Stadt. Ein paar Künstler hinterließen ihre Werke und Materialen an einem See:

Das nächste Highlight war eine handbetriebene Fähre. Noch nie gesehen. Es gibt auf dem Schiff zwei Kurbeln sowie jeweils eine an beiden Ufern. Ein Paar gehört immer für jede Richtung. Damit es losgeht, muss die Kette gestrafft werden. Dazu drückt man die Kurbel fest gegen die Halterung und kurbelt dann (sonst kurbelt man im Leeren). Man sollte nie aufhören mit Drücken, sonst rutscht die Kette durch. Nur wenn sie zum Ziel hin straff ist, kommt man dem Ziel näher. Die andere Kette fällt auf den Wassergrund, so dass Schiffe problemlos queren können.

Dann gab es einen Abschnitt mit einem sehr engen Radweg. Zwei Räder, die kaum nebeneinander passen. Links und Rechts Wasser (ohne Foto).

Halt in Maaslouis. Die Straße sieht aus wie sonst auch. Nur statt Asphalt in der Mitte einen Kanal. Ich möchte nicht wissen, wie häufig da mal jemand achtlos reinläuft.

Ich mache Rast. Ich esse einen Hamburger. Das ist mein vierter in den Niederlanden. Und jedes Mal esse ich etwas völlig anderes. Dieses Mal mit anstelle der obere Brothälfte ein Ei. Wie Omelette. Mit sehr großem Fleischklops in der Mitte. Ich habe aber auch schon in etwas bekommen, was in Berlin als Boulette im Brötchen durchgegangen wäre. Mal mit eingelegten Gemüse. Mal war’s nur Hackfleisch auf gut 2 Zentimeter starken Brot, übergossen mit einem Salatdressing (das nannte sich dann übersetzt hausgemacht).

Der nächste Abschnitt besteht überwiegend aus Inseln, die alle mit Dämmen verbunden sind. Ich zähle es als vier große Inseln, die es zu passieren gilt. Um auf die erste zu gelangen, bedarf es einer Fähre. 1,30 Euro ist nicht viel (mit dem Rad).

(Die fünf Stufen sind für die Gezeiten)

Ich schaue auf die Karte. Der Umriss des Örtchen Brielle sehr interessant aus. Es liegt fast auf der Strecke. Die äußeren Walle sind noch gut zu erkennen.

Ich fahre querfeldein nach Süden. Getränkenachschub bei einem türkischen Supermarkt. Ein halber Liter Cola kostet 1,50 Euro. 2,25 Liter kosten 1,75 Euro. Dazwischen gibt es keine Größen.

Ich passiere den nächsten Deich.

Dort möchte ich nicht schwimmen gehen!

Weiter zum Campingplatz nach Westen. Um das Dorf Ouddorp gibt es mehrere. Den ersten fand ich nicht. Der zweite gehörte zur Kette roompot (vgl. 46 Euro in Den Haag). Ich bleibe bei einem der Kette CNP. Dort verlangen sie 25 Euro. Ich knirsche mit den Zähnen. Und Internet extra. Ich sage: „Das ist ja wie in Deutschland!”. Die Kritik kam nicht an.

Ich bekomme einen Platz zugewiesen, der größtenteils aus Erde bestand. Ich baue mein Zelt auf der Wiese auf. Ein Niederländer weist mich draufhin, dass ich doch bitte schön am Rand mein Zelt errichten soll. Weil das in der Mitte eine Spielwiese sei. Vermutlich bin ich nicht weniger mittig als er mit Vorzelt und davor gebauten Schutzzaun. Der Vater neben dem Zelt mit Kind schien kein Problem gehabt zu haben.

Ich wasche Wäsche. Dieses Mal mit Maschine. 5 Euro.

Ich esse einen Hamburger. Dieses Mal mit eingelegten Gemüse.

Ich lerne: ein guter Campingplatz richtet seine Lampen auf die Wege aus, so dass die Wiesen dunkel sind. Das war hier nicht der Fall.

Übrigens Campingplätze: Das scheint mittlerweile auch ein ganz schön verkettetes Gewerbe zu sein. Nicht nur in den Niederlanden mt CNP, Roompot und Co, auch in Deutschland gibt es Knaus.

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