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Nordseeradtour Tag 24 - Paris

Auf geht es zur letzten Etappe nach Paris.

Auf dem Campingplatz gab es scheinbar nur Franzosen. Eine ältere Französin, die ausnahmsweise auch englisch und ein bisschen deutsch kann fragte mich, ob die Radwege in Frankreich gut seien. Da bin ehrlich: Nein!

Die Radwege in Saint Marcel und Vernon sind für die Tonne! Und ich erinnerte mich an das Nein! Ab über die Seine:

Hier zeigte meine Karte einen Radweg. Anfangs extrem holpriger Belag. Ein Eingang, der so verbarrikadiert ist, dass man jegliches Tempo verliert. Leider nicht nur da, auch bei querenden Straßen. Das witzige: die Radfahrer fahren außen herum, wenn es geht. Also über die Wiese! Nach der zweiten Kreuzung endet auch der Weg. Weiter über die Straße.

Nun machte ich bei der gewählten Route einen kleinen Fehler: ich unterschätzte einen Hügel, wo ich mit keinem gerechnet habe.

Dann quere ich das zweite Mal die Seine. Ich finde noch eine offene Kaufhalle zum Auffüllen des Getränkevorrats. Am Sonntag schließen die meisten Kaufhallen gegen 13:00 Uhr.

Ich fahre die Schlaufe der Seine nicht aus, sondern kürze über den Berg ab. Ich schlug eine kleine Zacke. Das war gut. Einerseits niedrigeres Gefälle, andererseits mal ein kleiner Abschnitt mit gutem Radweg (Radstreifen in der Straße). Und ab ins nächste Tal.

Ich erreiche Mantes:

Das ist eine Schwimmhalle:

In Mantes gab es einen Uferradweg. Stellenweise auch sehr gut. Der Beginn des Weges ist ein sehr typisches Beispiel für französischen Radwegebau:

In weiteren Verlauf gab es wieder schwer passierbare Barrieren. Häufig verließ ich eine Querstraße vorher den Radweg, weil ich da nur einfache Poller passieren musste. Leute, wer denkt sich so einen Mist aus!

Hinter Mantes gab es an einer Schnellstraße einen recht guten Radweg. Aber der Weg bis zu diesem Radweg war holprig. Es gab immerhin eine Unterführung, die aber schon sehr zugewachsen war:

Auch dieser Weg hörte nach einigen Kilometer plötzlich auf!

Bei Triel ging es das dritte Mal über die Seine. Meine Karte zeigte zwei mögliche Radwege. Direkt am Ufer war der Weg vom Belag her unpassierbar. Und an der Fernstraße gab es Abschnitte, wo man die Wahl hatte, ob die Gewächse links oder rechts die Beine streifen sollen. Rechts gab es Brennnesseln!

Ab diesem Schild war ich mir sicher, dass die Franzosen ein deutsches Wort in ihren Sprachschatz aufgenommen haben (am Bahnhof Poissy):

In Poissy machte ich halt. Meine Beine dankten es mir. Noch einmal übern Hügel. Dort traf ich auf einen als Fernradweg ausgeschilderten Weg. Dieser Fahrbahnbelag war eigenartig. Es fuhr sich wie auf Beton, bei dem aber schon Leute durchgefahren sind, als er noch nicht ganz fest war.

Ich erreiche das Hochhausviertel von Neuilly. Eine Straße mit Radweg hört auf. Ich fahre irgendwie um einige Ecken herum. Teils auf dem Fußweg. Und plötzlich bin ich wieder auf einem Beidrichtungsradweg. Der aber genauso schnell wieder endete. Dumm nur, dass es kein Weiterkommen möglich ist, denn da ist eine Abfahrt der Schnellstraße. Ich trage das Rad eine Treppe hoch. Da gibt’s wieder Radweg. Und eine Brücke! Yeah. Die letzte vor Paris.

Der Triumpfbogen:

Ich steuerte zunächst den Eiffelturm an, um ein Abschlussbild zu machen:

Auf dem Weg zum Hotel am Ostbahnhof passierte es dann: erst hat die Kette Aussetzer. Dann fällt sie. Mit Nabenschaltung passiert das selten. Ich schiebe bis ins Hotel. Das war eine gute Entscheidung, denn ich brauchte gut eine Viertel Stunde, um sie wieder oben zu haben. Ich sehe aber, dass mein Hinterrad sich leicht aus der Aufhängung verschoben hat. Schuld sind wohl die Pariser Wege!

Nichts desto trotz muss ich mich freuen, dass diese Panne eben auf dem letzten Meter passiert ist. Und auch wenn Morgen Montag ist: es gibt offene Radläden in der Nähe. Nicht so viele, aber es gibt sie!

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