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SPIEL 2008 - Agricola

Für mich war es das Spiel der diesjährigen Messe gewesen: Agricola von Lookout-Games.

Man muß vielleicht eins vorweg sagen: das Spiel ist sehr komplex (Es hat auch den Sonderpreis für Komplexes Spiel gewonnen). Und noch etwas: das Spiel ist im wahrsten Sinne des Wortes schwer, es wiegt über zwei Kilo (360 Karten, über 300 Holzsteine). Und noch etwas: es dauert auch lange, der Herrsteller schreibt 30 Minuten je Spieler (maximal 5) und das ist noch positiv ausgedrückt. Aber trotzdem: es ist rund herum genial durchdacht. Und noch etwas: man braucht einen großen Tisch, um die bis zu 9 Spielpläne auch auslegen zu können.

Inhaltlich geht das Spiel zurück ins Mittelalter. Ein Bauernpaar überlebt die Pest, hat ein kleines Grundstück (mit 15 Einheiten) mit einer kleinen Holzhütte. In jeder Runde (von insgesamt 14) können nun die Familienmitglieder jeweils eine Aktion starten, dazu gibt es verschiedene Aktionskarten. Bestimmte Aktionen können immer getätigt werden (wie z.B. Holzfällen oder eine Ausbildung machen), einige kommen erst in den fortgeschrittenen Runden dazu, z.B. das Haus renovieren und Nachwuchs erhalten. Letzteres ist hierbei vorallen wichtig, denn auch der Nachwuchs kann in den kommenden Runden Aktionen durchführen. Den Blick sollte man hier vor allen auch auf die Nahrung richten, denn schließlich wollen alle Familienangehörigen auch ernährt werden.

Der Sieger des Spieles ist der, der die meisten Punkte hat. Und die setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen, u.a. der Größe und Art des Hauses, die Äcker, diverse Anschaffungen (z.B. Kochmöglichkeiten), die Ställe sowie die vorhandenen Tiere und natürlich auch die Größe der Bauernfamilie.

Besonders bei den Ausbildungen und Anschaffungsmöglichkeiten war der Spieleerfinder sehr großzügig — es sind zumindest so viele Karten, daß man in nahezu jedem Spiel andere Kombinationen vorfindet.

Soviele Bestandteile haben natürlich ihren Preis, der empfohlene Verkaufspreis liegt bei 43 Euro. Auf der Messe war es schon für 33 Euro zu haben (mit einer Flasche Agri-Cola). Und die ist das Spiel durchaus Wert. Zum Spiel kann ich mir auch sehr gut eine Computersimulation vorstellen!

Noch ein Linktip am Rande: der Werkstattbericht des Grafikers

Vorschläge für Regelvarianten:

  • Anstelle der ursprünglich 14 Runden werden 16 gespielt. In Runde 15 und 16 gibt es keine neue Aktion. die Erntephase in Runde 14 entfällt, dafür abber in Runde 15 und 16. Vorteil der Variante: man kann in den letzten beiden Runden die Abhängigkeiten im Spiel erst richtig ausschöpfen, andernfalls endet das Spiel zu abbrupt.

(Weitere folgen)

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