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»Viele Politiker, die in der Opposition geschmeidige Düsenjäger waren, werden an der Macht bedächtige Segelflieger.«
Ignazio Silone, italienischer Schriftsteller (1900 - 1978)
Gute Seiten, Schlechte Seiten
Ich stelle hier Internetseiten vor, die ich aus verschiedenen Aspekten gut oder schlecht finde – allerdings nicht vom Inhalt, sondern von ihrem Aufbau, ihren Anforderungen und der Bedienbarkeit!
- Wie beeinflusst die Finanzkrise Ihr Leben? (René, 16.07.2009)
Wieder einer dieser eigenartigen Tests auf den Seiten großer Zeitungen: der Krisenkinder-Test. Erste Frage:
Wie beeinflusst die Finanzkrise Ihr Leben?
- Die Staatsschulden belasten meine Generation auf Jahrzehnte
- Die Krise wird zu politischer Instabilität führen
- Werde Probleme haben, einen Job zu finden oder zu behalten
Keine Option, eine Krise als Chance zu sehen. Keine Option, daß einem die Krise kalt läßt.
- Die neue Fassade beim Schockwellenreiter (René, 09.05.2009)
Gerrit bei seinem Vortrag zu den sieben Todsünden des Blogdesign über das Layout beim Schockwellenreiter (irgendwo bei 3 Minuten):
Wenn der jetzt morgen sein hübsch gesalten würde, dann hätte er ein echtes Problem. Dann würde ihn keiner mehr ernst nehmen.
Er hat diese Woche sein Layout umgestaltet.
- Captcha ohne Formularfeld (René, 05.05.2009)
Unter einer Diskussion auf koeln.de entdeckt:

(Über dem großen Textfeld ist auch nichts gewesen)
- Schneeweiße Seite (René, 23.06.2008)
Eigentlich wollte ich die Rubrik der guten und Schlechten Seiten langsam (ab)schließen – wenn einem nicht immer mal wieder klassische Beispiele für letzteres auffallen. Wie zum Beispiel eine stadtweit bekannte Autovermietung, bei dessen Aufruf und ausgeschalteten Bildern ich doch tatsächlich mal eine schneeweiße Seite präsentiert bekomme:

- Nur noch positiv bewerten! (René, 20.05.2008)
Aus einem Rundbrief von Ebay:
Verkäufer können Käufer zukünftig nur noch positiv bewerten.
Welchen Sinn hat dann eigentlich eine Bewertung noch?
Anmerkung: Ja, ich bekomme solche E-Mails immer noch, nachdem ich bereits über ein Jahr gesperrt bin und der Support mir nicht erklären kann, warum man unter dem Blickpunkt des §3a BDSG zwangsweise eine Kopie des Personalausweises benötigt, obwohl die Möglichkeit der Verifizierung mit Hilfe vorhandener Nachweise möglich ist.
Übrigens: der erste Satz der E-Mails ist auch immer sehr vertrauenserweckend:
eBay hat diese Mitteilung an René P[..] ([..])
gesendet. Ihr Vor- und Nachname in dieser Mitteilung sind
ein Hinweis darauf, dass die Nachricht tatsaechlich von eBay
stammt.
Der einzige Hinweis ist die E-Mail-Adresse, unter der ich die Nachricht empfangen habe. Aber da gehöre ich eher zu einer Minderheit an, bei der das zutrifft!
- Blinker, blinker. Flacker, Flacker (René, 28.04.2008)
Ich dachte, Seiten wie diese müßten so langsam ausgestorben sein – aber hier doch noch einmal eine Blüte der animierten Webseiten.
- Tolle Sicherheit bei eBay (René, 21.04.2008)
eBay will einmal wieder etwas für die Sicherheit der Anwender tun: sie wollen ein Flash-Cookie (Alternativ: HTTP-Cookie) auf dem Rechner des Anwenders ablegen, um festzustellen, ob dieser Rechner schon zu einem früheren Anmelden benutzt wurde. Ab der zweiten Stufe (ab Mitte des Jahres) erhält bei der Anmeldung von einem bisher nicht genutzten Rechner einen Anruf mit einem Code.
Bedeutet also zu gut Deutsch: Wer keine Cookies speichert, diese regelmäßig löscht (Flash-Cookies unter %AppData%\Macromedia\Flash Player\#SharedObjects) oder oft auch den Rechner wechselt, wird sich über die häufigen Anrufe bestimmt freuen. Hoffentlich so gut, daß endlich einmal ein zweites Auktionshaus die kritische Masse erreichen wird (vgl. heise).
- Wenn man auf easyJet verweisen sollte ... (René, 08.11.2007)
Der Lacher des Tages stammt von der britischen Fluggesellschaft easyJet – und zwar mit ihren Bestimmungen für das Verweisen zu easyjet.com (ich verlinke trotzdem), also ein Regelkatalog, wenn man das Bedürfnis hat, einen Verweis von der eigenen Seite zu easyJet setzen zu wollen.
Meine Highlights:
Sie verpflichten sich, auf Ihrer Website nicht die Farbe Orange zu verwenden (Pantone-Farbcode 021C, HTML-Farbcode #FF6600) [..]
Die verlinkende Seite sollte den Farbton orange nicht enthalten.
Sie dürfen Ihre Nutzung des Links nicht übertragen, abtreten, verkaufen, reproduzieren, vertreiben oder auf sonstige Weise verwerten.
Was ist die Nutzung einen Links? Und gerade durch den Einsatz übertragt und vor allen reproduziert man diesen.
Sie haben sämtliche angemessenen Bemühungen zu unternehmen, um das unautorisierte Einschleusen eines Virus, eines Deaktivierungsmechanismus, pornografischen Materials oder sonstiger Dinge auf die easyJet Website zu verhindern, die zu einer Verschlechterung der Leistung oder Benutzererfahrung der easyJet Website führen könnten
Anders ausgedrückt: Der Verlinkende soll für die sicherheitskritischen Lücken der Fluggesellschaftsseite verantwortlich sein. Und wenn nicht, dann ist er an der Verschlechterung der Leistung schuld – denn jeder Besucher beansprucht letztendlich Performance.
Ich habe mir mal eine Hand voll anderer Fluggesellschaften angeschaut – und konnte so einen Quark bei keiner anderen finden (vgl. Blogging Tom)
- Ist die HTML-Code-Betrachtung geschützt? (René, 24.10.2007)
Nach Meinung der Anwaltskanzlei Dozier Attorneys ist die Betrachtung des HTML-Quellcodes verboten:
As you may know, you can view the HTML code with a standard browser. We do not permit you to view such code since we consider it to be our intellectual property protected by the copyright laws.
Meine Meinung: Sollte man wirklich nicht anschauen. Sonst landet man auf Pseudo-HTML-Tags, die auf schlechte Arbeit mit Adobe GoLive hinweisen (vgl. Public Citizen, golem)
- Wenn man eine E-Mail ans Arbeitsamt senden möchte ... (René, 16.06.2007)
Wieviele Millionen Euro Steuermittel hat eigentlich die derzeitige Plattform für das Arbeitsamt gekostet? Ich glaube, es war schon dreistellig ...
Nun wollte ich gerade eine Mitteilung an diese Behörde senden – und bekam immer wieder Fehlermeldungen, daß ich möglichst alle Felder ausfüllen soll – und zwar ohne Sonderzeichen. Das heißt, den gesamten Text noch einmal durchgehen und sämtlichen Akzente und Umlaute umwandeln. Wenigstens durfte man Zeilenwechsel schon verwenden, auch wenn diese beim Absenden dann verschluckt worden sind – und das im Jahre 2007 von einer Behörde!
Ob die Behörde das »Rene mit Akzent Poenitz mit Umlaut« lustig finden wird?