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»Warum können wir uns an die kleinste Einzelheit eines Erlebnisses erinnern, aber nicht daran, wie oft wir es ein und derselben Person erzählt haben?«
François Duc de La Rochefoucauld, französischer Schriftsteller (1613 - 1680)
Suchmaschinen
Beiträge, Hinweise und Erfahrungen mit Suchmaschinen.
- Die guten, alten Suchmaschinenoptimierer (René, 11.08.2010)
Hin und wieder erreichen mich Anfragen zum Linktausch, also ich soll eine Verknüpfung zu deren Seite einbauen und umgekehrt, insbesondere für die Zweitwohnsitzsteuer-Seite. Kann man toll finden, muß man aber nicht. Grundsätzlich baue ich nur Links ein, die irgendwie einen Mehrwert bieten. Die Absicht dahinter ist, daß man dadurch besser vernetzt ist und bei Suchmaschinen eine bessere Popularität erzielt (Google nennt es PageRank). Ob es etwas bringt, kann man geteilter Meinung sein. Aber sagen wir mal so: die Leute von Google sind ja auch nicht dumm.
Erstaunt bin ich eher, wenn mich professioneller Dienstleister für Online-Marketing für solche Methoden anschreiben:
leider konnte ich Sie gerade telefonisch nicht erreichen. Daher fasse ich im Folgenden mein Linktausch kurz zusammen:
Für eine Verlinkung eines großen deutschen Immobilienportales auf http://www.zweitwohnsitzsteuer.de/ oder anderen Seiten, die Ihnen zur Verfügung stehen, bieten wir Ihnen im Gegenzug eine Verlinkung aus einem Blog-Beitrag, der in unserem Domain-Netzwerk veröffentlicht wird. Der Blog-Beitrag wird durch unsere Inhouse-Redaktion eigens für Sie angefertigt und besteht aus ca. 400 Wörtern Unique Content. Dabei richten wir uns thematisch nach Ihren Vorgaben.
Sicher geben diese sich etwas mehr Mühe, getrübt wird das ganze durch eine Liste von irrsinnigen Domains, die den Namen nach irgendetwas mit Versicherungen oder Immobilien zu tun haben. Und, ganz wichtig, gefolgt vom dazugehörigen PageRank jeweils mit Werten zwischen 1 und 3 (auf einer Skala von 0 bis 10). Nicht, daß es mir wichtig ist, aber diese E-Mail brachte mich dazu, die eigenen PageRanks einmal zu ermitteln: ohne irgendwelche Tricks haben meine drei wichtigsten Seiten einen PageRank von 4. Es ist irgendwie witzig, wenn man dann von einem Suchmaschinenoptimierer angeschrieben wird, der selber noch auf Level 1 rumgurkt – nur mit dem feinen Unterschied: mir ist der Wert des PageRanks egal!
- Google Scholar (René, 09.12.2006)
Google hat einen ziemlich nützlichen Service: Google Scholar – natürlich Beta! Damit kann man insbesondere nach wissenschaftlichen Arbeiten und Büchern zu einem bestimmten Fachgebiet suchen.
- Google mag nicht gegoogelt werden (René, 15.08.2006)
Die Anwälte des Suchmaschinengiganten klärten amerikanische und britische Tageszeitungen auf, daß die Benutzung (to) google eine Verletzung des Markenrechts darstellt. Die Suchmaschinengigant hat Angst vor einem Begriffsmonopol – denn das hätte zur Folge, daß die Marke im Markenregister gelöscht werden kann – und folglich frei genutzt werden kann. Doch mal Hand auf´s Herz: ist es bei der Popularität nicht schon längst zu spät? Noch kennt google jedenfalls das deutsche Tätigkeitswort googeln. (vgl. Riesenmaschine)
- Frag die Suchmaschine - Teil 2 (René, 02.05.2006)
Es ist nichts neues mehr: es gibt jede Menge Nutzer, die fragen ihre Suchmaschine! Und was sie da teilweise so fragen, ist teils erstaunlich, teils aber auch erschreckend. Zum Beispiel dieser hier:
wie wehre ich mich als mitarbeiter gegen lidl
Wenn man so an das Schwarzbuch denkt, ist das sicherlich kein Wunder. Auch wenn mir der Suchende sicher leid tut – und auf meiner Seite wohl wenig nützlichen Rat findet.
Leichte Angst hatte wohl diese Person gehabt:
wie gut sind sozialwohnungen
- Grup Tekkan vs. Grup Dekkan (René, 31.03.2006)
Ich bin wohl fast der einzige, der diese Gruppe falsch geschrieben hat. Aber schon mehr als 100 Besucher betraten darüber meine Seite ...
- (to) google - googeln (René, 07.02.2006)
Manchmal, aber nur manchmal, wird einem richtig bewußt, wie sehr sich einige Firmen in unsere Sprache einmischen, wenn man sie sogar schon in Wörterbüchern findet!
- Google Invers (René, 26.01.2006)
OK, es ist nur Spaß: elgoog
- Frag die Suchmaschine! (René, 29.09.2005)
Ich habe meine Suchstatistiken überflogen – und dabei ist mir aufgefallen, daß es scheinbar einige Leute zu wortwörtlich nehmen, wenn man ihnen sagt, daß sie eine Suchmaschine fragen sollen:
- wie lange habe ich herrstellergarantie auf einem fernseher
- wie hoch ist die strafe bei der gez
- wie wird geldwäsche betrieben
- welche städte haben eine zweitwohnsitzsteuer
- wann ist man ein sozialer härtefall
- wo finde ich was in der altmarktgalerie in dresden
- wie hoch ist der sozialhilfesatz
- wo ist genmanipulation erlaubt
- wie mache ich einen keygen
- wie funktioniert eine optische täuschung
Die künstliche Intelligenz ist schon gefragt!
Etwas kurios fand ich die Suche nach dem Begriff »stundenpläne mit yvonne catterfeld«. Einen Songtext verstehe ich ja, zur Not auch einen Lebenslauf – aber einen Stundenplan?
- Die Zuverlässigkeit der Wikipedia (René, 29.09.2005)
Die Zuverlässigkeit der Wikipedia ist besser, als es einige Lehrer glauben wollen. So fand ich unter anderen folgenden Beitrag (kein Deeplink möglich) über die Wikipedia:
Wir sollten für Geschichte Infos zum Buch »Im Westen nichts Neues« suchen, und ein Typ aus meiner Klasse kam dann an, von wegen es gäbe auch ein Buch »Im Osten nichts Neues« und nannte uns Autor und Textauszüge, was auch alles sehr gut klang.
Da meiner Lehrerin das Buch aber unbekannt war, ist sie auch auf die Seite und hat sich informiert. Dann kam raus, dass weder das Buch, noch der Autor existieren.
Sie meinte zu uns, dass wir diese Seite in Zukunft bitte nicht mehr benutzen sollten, da dort einfach jeder Trottel Einträge machen kann, zu allen Themen und das von niemandem überprüft würde.
Ich denke, dass darf einer so wichtigen und bekannten Enzyklopädie einfach nicht passieren.
Ein paar Leute aus meiner Klasse fanden das natürlich besonders lustig, und haben jetzt die ganze Seite mit völlig lächerlichen und gestörten Einträgen zugemüllt.
Zugegeben, google kennt auch nur das, was Wikipedia weiß. Aber das Buch gibt es wirklich. Das wird bestimmt peinlich für die Lehrerin werden ...
- Völlige Inkompetenz - Teil 2 (René, 01.05.2005)
Ein etwas merkwürdiges Gefühl, wenn ich im letzten Monat genau 973 Mal mit dem Suchbegriff Völlige Inkompetenz gefunden worden bin. Damals ging es um die Google-Bombe für einen vermutlich weniger beliebten Politiker.