renephoenix.de

StreetArt am LIDO Berlin

Die neue Homepage von René Pönitz ist da!

Skript Version 1.10 vom 08.03.2016 (Prod)

Homepage von René Pönitz

Alter Schul-Freund

Hallo,

mein alter Freund. Wie geht?s es dir? Ich hoffe gut. Wir haben uns schon lange nicht mehr gesehen. Das ist Schade. Es ist viel Zeit vergangen seid unserer Schulzeit. Aber ich hab dich nicht vergessen.

Vielleicht k?nnen wir uns ja mal wieder treffen ? Das w?re echt sch?n.

Ich bin oft im Online Pokerraum von [...]

Die unerwünschten Werbemails werden langsam immer kreativer. Mal schauen, wenn die solche Klassentreffen-Seiten (wie stayfriends.de) anzapfen ...?

R.M.B. - Spring

Vor 10 Jahren wurde meine Musiksammlung um eine Maxi-CD reicher: es ist R.M.B. mit »Spring«. Und auch heute noch immer wieder angenehm zu hören, vor allen im Frühling:

The spring is my love,
there is a spring rezzling in the trees,
felt my heart was delighted, rebirth of all kind,
scenery switched? From film I saw?
It will tranquilly last forever in my mind.

Anmerkung: RMB scheint wohl nicht mehr existent zu sein, die bisherige Homepage wurde aufgelöst.

Die Vorrichtung reicht ...

Passend zum Forenurteil:

Ein Chemieprofessor kommt mit seinem Auto an die schweizerische Grenze. »Haben Sie etwas zu verzollen?« -»Nicht, daß ich wüßte.« — »Na, dann öffnen Sie mal den Kofferraum«.

Nach einer Weile der Zöllner: »Ja, das ist eine komplette Destillationsanlage, was Sie da haben! Damit können sie ja Schnaps brennen! Das müssen Sie verzollen.«

Darauf der Professor: »Aber — ich bin doch Chemiker — das brauche ich für meine Versuche! Ich brenne gar keinen Schnaps.« — »Ja, das ist egal, sie haben die Vorrichtung dazu. Dafür müssen Sie bezahlen.«

Nach einer Weile, als der Zöllner gerade die Zollerklärung ausfüllt, beginnt der Chemiker mit zitternder Stimme: »Sie, da ist noch etwas, was ich Ihnen sagen muß...« — »Ja, was denn ?« — »Unzucht! Mit Minderjährigen!« — »Ja, das ist ja schrecklich! Ja, wann denn?« — »Noch nicht, aber ich habe die Vorrichtung!«

Das Urteil zur Haftung von Forenbetreibern

Juristen erklären das Internet: ein Forum ist »eine besonders gefährliche Einrichtung«.

Hintergrund: das Landgericht Hamburg, dessen Urteile im vergangenen Jahrzehnt schon mehrfach imensen Schaden angerichtet haben, hat nach vier Monaten die Urteilsbegründung über den Streit, wie weit Forenbetreiber die Beiträge permanent kontrollieren versendet.

(Leider hat heise das gesamte Urteil noch nicht öffentlich gemacht. Es soll Dienstag folgen, ansonsten siehe Kommentar 2)

Update: Vorsicht Forum! (Aktion für freie Internetforen) und Buskeismus (benannt nach dem Vorsitzenden Richter der Zivilkammer 24 des Landgerichts Hamburgs Andreas Buske).

Kulturhauptstadt Essen vs. Görlitz

Am 11.04. fällt die Entscheidung, ob Essen oder Görlitz die Kulturhauptstadt 2010 werden wird.

Essen tritt stellvertretend für das Ruhrgebiet an, schließlich liegt es im Zentrum — und galt damals auch als inoffizielle Hauptstadt dieser Region. Die Industrie brach zusammen — und nun schaut man, wie man aus den Errungenschaften einer vergangenen Zeit wenigstens noch etwas Brauchbares herzaubern kann. Alte Fabriken gab es genügend: also dienen alte Hochöfen als Kletterwand, ein altes Kokereigelände wird zum Freibad, alte Hallen eignen sich für Discos, ein Museum hier, ein Atelier da. Fertig ist die neue Touristenattraktion. Das soll nicht bedeuten, daß das, was Essen getan hat, schlecht ist. Sie haben aus der Situation heraus das Beste getan, was sie konnten. Aber ob das nun unbedingt würdig für den Titel einer »Kulturhauptstadt« ist? Immerhin erhielten sie für die Zeche Zollverein schon eine Würdigung als Weltkulturerbe.

Doch man sollte auch einen Blick in die Stadt werfen: einen besonderen Charakter hat sie nicht, es ist eine Industriestadt. Das Zentrum besteht aus Hauptbahnhof, einer Autobahn A40, einigen Wolkenkratzern und einer größeren Füßgängerzone mit unzähligen Geschäften. Der Großteil ist Stadtbildes ist geprägt von Nachkriegsbauten (auch Essen wurde bombardiert). Im Süden gibt es einige grüne Gegenden (aufgestaute Ruhr als Baldeneysee, Stadtwald, Grugapark). Auch im Bereich von künstlerichen Darbietungen gibt es in Essen einige Möglichlichkeiten (größtes Kino Europas, Oper, Theater, ...) — nur man sollte die Möglichkeiten auch im Verhältnis zu den Einwohnern sehen: 590.000 Einwohner. Zehn Städte grenzen an Essen an, davon ist nur eine kleiner als Görlitz selber.

Das Stadtbild von Görlitz ist dagegen geprägt von zahlreichen, gut erhaltenen Baudenkmälern, die die einzelnen Epochen (Mittelalter, Renaissance, Jugendstil, ...) widerspiegeln. Viele von ihnen stehen heute unter Denkmalschutz. Im Zweiten Weltkrieg hatte der Ort keine großen Schäden davon getragen, dafür wurde die Stadt danach im Zuge des Oder-Neiße-Grenzverlaufes geteilt. Ähnlich wie Berlin, nur daß man diese Stadt nach der Wiedervereinigung nicht so einfach wieder zusammenbringen kann: es sind nun zwei verschiedene Nationalitäten, zwei Sprachen, zwei Kulturen (und noch zwei Währungen). Görlitz hat daher diesen Schritt nicht alleine getan — sondern hat den polnischen Nachbarn mit ins Boot geholt und hat eine interkulturelle Bewerbung als Gesamtstadt Görlitz eingereicht.

Am 11.04. wird gegen 11:30 die Entscheidung bekannt geben: ich drücke Görlitz, nicht nur wegen der Nähe zu Dresden, die Daumen!

Weitere Links:

Update: Schlechte Neuigkeiten, Essen ist im Finale vorletzter geworden — Görlitz hat es nicht geschafft!

Blogschau:

Kabarett ROhrSTOCK am 24.4. in der HTW

Es ist wieder Kabarettszeit in der Hochschule: wie bereits letztes Jahr mit Dietrich und Raab (Fotos) sind auch dieses Mal wieder Rostocker am Start: und zwar das weltberühmte Kabarett ROhrSTOCK.

Los geht es 20 Uhr, Karten u.a. im HTW-StuRa für 3 Euro (Studenten) und aufgeführt wird das Programm »erziehung!GROßGESCHRIEBEN!«. Mehr Infos beim Studentenrat. Also schaut vorbei!

Update: Und wer das Stück von Dietrich und Raab damals verpaßt hat (oder noch ein zweites Mal sehen möchte): sie spielen am 23.4. im Mondpalast.

Evangelische Kirche, Weltmeisterschaft und Zwangsprostitution

Heute im Visier: die Evangelischen Kirche im Rheinland, kurz EKiR.

Wir wissen es alle: die Kirche ist nicht mehr so hipp und angesagt wie vor einigen Jahrzehnten. Und in den neuen Bundesländern erst recht nicht (»Religion als Opium des Volkes«, Karl Marx). Die EKiR sah sogar Grund zur Freude, daß die Zahl der Kirchenausstritte gesunken ist — und das obwohl es immer noch doppelt so viele Aussteiger wie Einsteiger gibt! Vielleicht liegt es am leicht angestaubten Weltbild, daß die Kirche vermittelt? Da muß man jedenfalls etwas tun: Interessen wecken.

Fußball ist ein guter Anhaltspunkt. Er ist hochlebendig — und die Massen identifizieren sich damit. Warum nicht die Fußballweltmeisterschaft im Sommer zu Nutze machen?

Viele wissen es (noch) nicht: Fußball und Kirche sind eine Partnerschaft, die nicht erst zur Fußballweltmeisterschaft geschlossen wird.

Zugegeben ich wußte es auch noch nicht, liebe EKiR! Aber es wird nicht wirklich glaubwürdiger, wenn dann ein alter Präses noch über seine spannende Jugendzeit berichtet:

Ich hab´ mehr auf Asche gespielt als auf Rasen, ab zwölf Jahren im Tor — nach dem Kindergottesdienst.

Und damit man den Fußball als wahre Religion hervorhebt, bewirbt man gleich ein Fußballbuch mit dem Titel »Wenn du am Spieltag beerdigt wirst, kann ich leider nicht kommen«. Naja, der ganze Artikel ist schon mehr als amüsant, wie die Gemeinsamkeiten von Fußball und Kirche hervorgehoben werden!

Und damit man zeigt, damit man es ernst meint, gibt es zur WM öffentliche Übertragungen, pardon Public Viewings (wir wollen ja modern bleiben) in der Kirche. Organisiert von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) dürfen die ihr zugehörigen Kirchenhäuser Leinwände aufstellen und damit Leute in die Kirche holen (die Spielregeln).

Wunderbar! Vor dem Anpfiff wird gebetet und in der Halbzeit gibt es zur Bratwurst mit Bier noch eine Predigt über die dunkle Seite der WM: die Zwangsprostitution:

Eine dramatische Zunahme von Frauenhandel und Zwangsprostitution befürchtet die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) zur Fußball-Weltmeisterschaft vom 9. Juni bis 9. Juli in Deutschland. Dagegen zieht die Kirche die rote Karte. [..] Deshalb stellte der Präses gemeinsam mit Vertreterinnen und Vetretern von Verbänden und Institutionen, die sich für »fairen Sex« bei der WM einsetzen, vor, wie die rheinische Kirche das Thema in den kommenden Wochen aus dem Abseits holen will. [..] Erfahrungsgemäß steige bei Großveranstaltungen die Zahl der Zwangsprostitution.

(Danke für den Hinweis, Markus)

Anmerkung: EKiR scheint die direkten Seiten hinter den direkten Links verändert oder gelöscht zu haben.

Fotos zum Hochwasser

Das Hochwasser geht nun langsam zurück. Und hier gibt es zwei neue Fotogalerien: das Hochwasser in Pirna und das Hochwasser in Dresden.

Die Innenstädte sind diesmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Sicherlich mußten Straßen gesperrt werden, sogar eine Brücke, und einzelne Häuser evakuiert werden — aber bei weitem nicht so extrem wie 2002. Trotzdem lockte es die Kamerateams auf den Schloßplatz und ins Zentrum. Die Nutznießer waren diesmal sicherlich die Gastronomie — dank der vielen Katastrophentouristen.

Weit schlimmer sah es bei den Stadtteilen am Rand aus: Gohlis und Laubegast/Zschieren/Meußlitz. Da waren wieder einzelne Viertel massiv betroffen, teilweise abgeschnitten. Aber da sind nicht mehr so viele Kameras aktiv. Kommt man ja auch nicht so einfach hinein.