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Homepage von René Pönitz

Die Tempelhof-Erkenntnis

Die Ergebnisse des Bürgerentscheids gingen heute durch die Medien. Auf Berlin gesehen stimmten etwa 60,2% für den Erhalt, jedoch wurde das Quorum von 25% nicht erreicht. Die Wahlbeteiligung lag bei 36.1%.

Der Wahlausgang ist jedoch zwischen den Bezirken sehr ungleich verteilt. In meinem Abstimmungsbezirk waren über 70% der Wähler gegen den Erhalt. Und wenn man sich die Abstimmungszahlen zwischen den Bezirken genauer anschaut, so stellt man fest, daß die vier Ostberliner Stadtbezirke mit 30.4 und 44.2% ausgingen, die sechs Westberliner Bezirke jeweils über 70% (Mitte war dafür, Friedrichshain-Kreuzberg dagegen). So gegensätzlich hätte ich den Ausgang nicht erwartet...

Und trotz der Niederlage spricht die Interessengemeinschaft für den Erhalt von einem Patt und versucht die Zahlen zu verschönigen.

Update: Und während ich mir so meine Gedanken über die Bezirke mache, wird das von der Berliner Bildzeitung (B.Z.) gleich als Tempelhof-Mauer angepriesen.

Zukünftige Informations- und Kommunikationstechniken

Das Fraunhofer Institut führte eine Befragung unter Experten im Bereich IT und Medientechnik, wann die 35 ausgewählten  Zukunftsszenarien ihrer Ansicht eintreten werden. Der Median (also 50%) liegt beispielsweise:

  • bei 2015 für »80 Prozent der Inhalte des Internets werden als nutzergenerierter Content, als Plattformen für Communities und als Online-Foren bereitgestellt.«
  • bei 2016 für »Die alltägliche Bedeutung von Open Source Software übersteigt die Bedeutung kommerzieller Software.«
  • bei 2019 für »Über die Hälfte der kleinen und mittelständischen Unternehmen nutzt semantische Techniken, die eine inhaltsbezogene Informationssuche ermöglichen. Dadurch werden sprachlich formulierte Aufgabenstellungen von Maschinen sinnvoll interpretiert und eigenständig umgesetzt.«

Bürgerentscheid zu Tempelhof

Am kommenden Wochenende findet in Berlin der Bürgerentscheid über die Erhaltung des Flughafens Tempelhof statt – und eigentlich hatte ich im Vorfeld die Hoffnung gehabt, daß es eine interessante Debatte über die Vor- und Nachteile der beiden Szenarien (also Offenhaltung und Schließung) geben wird …

Wie Projekte wirklich funktionieren (Version 1.5)

Dieser Cartoon ist nicht neu, aber immer wieder gut — und es gibt auch einzelne neue Bilder: How Projects Really Work:

Dafür ist der Cartoon im Web 2.0 angekommen, sprich: man kann eine eigene Gallerie anfertigen und neu beschriften. Und so gibt es nun auch die deutsche Version. Eine eigene Variante habe ich noch nicht abgelegt, aber vielleicht lassen sich diese Grafiken auch eine andere Alltagssituation übernehmen, wie z.B. der Vergleich mit öffentlichen Schulen (vgl. Sahanya)

Bürgerentscheid, der 2.

Auch wenn es eine knappe Sache ist, so hat gestern der Dresdner Stadtrat für einen neuen Bürgerentscheid zwischen Tunnel und Brücke gestimmt (38 dafür, 1 enthaltung, 30 dagegen). Wenn alles planmäßig verläuft, können die Dresdner am 08. Juni gegen den Betonkoloß stimmen. Für die Stadt ist dieser Termin sehr günstig: es steht schließlich eine Oberbürgermeisterwahl an.

Doch das Regierungspräsidium und die Stadtverwaltung wollen den Bürgerentscheid weiter blockieren, und somit werden sich wieder einmal die Gerichte damit befassen dürfen. Man möge hoffen, daß der Termin gehalten werden kann: zu einem separaten Termin wird es auf jeden Fall teurer für die Stadt. Und klar: ein Tunnel wird am Ende sicher noch ein paar Millionen teurer werden. Aber wenn man schon einen dreistelligen Millionenbetrag für eine nicht notwendige Elbquerung bezahlen will, dann...

Zudem beginnt Mitte Juni wieder die Verhandlungen bzgl. der Kleinen Hufeisennase, die bereits vergangenes Jahr einen Baustopp bewirkt hat.

Abgebloggt...

Tolle Sicherheit bei eBay

eBay will einmal wieder etwas für die Sicherheit der Anwender tun: sie wollen ein Flash-Cookie (Alternativ: HTTP-Cookie) auf dem Rechner des Anwenders ablegen, um festzustellen, ob dieser Rechner schon zu einem früheren Anmelden benutzt wurde. Ab der zweiten Stufe (ab Mitte des Jahres) erhält bei der Anmeldung von einem bisher nicht genutzten Rechner einen Anruf mit einem Code.

Bedeutet also zu gut Deutsch: Wer keine Cookies speichert, diese regelmäßig löscht (Flash-Cookies unter %AppData%\Macromedia\Flash Player\#SharedObjects) oder oft auch den Rechner wechselt, wird sich über die häufigen Anrufe bestimmt freuen. Hoffentlich so gut, daß endlich einmal ein zweites Auktionshaus die kritische Masse erreichen wird (vgl. heise).