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StreetArt am LIDO Berlin

Die neue Homepage von René Pönitz ist da!

Skript Version 1.10 vom 08.03.2016 (Prod)

Homepage von René Pönitz

Der Kampf gegen die Bezinpreise

Eben erreichte mich eine Kettenmail, in der über die Benzinpreisentwicklung echauffiert wurde und folgenden Lösungsvorschlag nach sich zieht:

Für den Rest des Jahres kein Bezin mehr kaufen von den 2 grössten Gesellschaften TOTAL und SHELL

Und natürlich sollen alle mitmachen (der eigentliche Sinn der Kettenmail).

Was bei so einem Boykott passieren wird, kann man sicher nur spekulieren. Zunächst einmal bleibt der ja der Bedarf konstant, so daß bestimmte Tankstellen einen Überbedarf und andere einen Unterbedarf haben. Vielleicht gibt es ja Schwankungen zwischen den einzelnen Ketten. Je nach Betriebsmodell (Franchising, Filialbetrieb) geht eher die oder andere Tankstelle pleite oder die Gesellschaft nennt ihre Marke einfach um (wer beschäftigt sich schon, welche Gesellschaft welche Marken besitzen?) Möglich wäre auch ein Rückzug der Firma aus dem Benzinverkauf. Ob das Verschwinden eines Anbieters Einflüsse auf die anderen haben wird? Vermutlich, oder? Aber sicher nicht wie gewollt!

Wenn man wirklich Druck ausüben will, muß man an der Bedarfsschraube drehen. Das kann zunächst jeder für sich tun: Umstieg auf Fahrrad oder ÖPNV, Bildung von Fahrgemeinschaften, Mitfahrgelegenheiten, Vermeidung von Fahrten. Aber viel mehr wäre hier auch die Politik gefragt, die beispielsweise die öffentliche Personenbeförderung sowie das Radwegenetz unterstützt (Berlin ist da übrigens ein guter Vorreiter) Das fängt an, daß man die Bahn nicht ihrem Selbstlauf in der privaten Wirtschaft lassen darf (dann hat man das gleiche Problem wie beim Sprit) bis hin zum Verständnis, daß durch Neu- und Aubau von Straßen Verkehr induziert wird.

Und ehe nun wieder das Argument kommt: »Ich wohne auf dem Dorf und komme sonst nicht fort« — darum geht es nicht! Man muß möglichst vielen Menschen eine attraktive Alternative geben (die 80/20-Regel) — und wenn diese davon Gebrauch machen, hat man diesen Druck. So jedenfalls mein Verständnis von Angebot und Nachfrage.

Hufeisen bringen Glück - Der Black

Nun gibt es das erste Lied über den Dresdner Brückenstreit. Der Liedermacher »Der Black« besingt den Verlauf über Unesco, Hufeisennase und Bautzner Juristen in seinem Titel »Hufeisen bringen Glück«:

Ursprünglicher Link

(vgl. Umgebungsgedanken)

(Nur ein kleiner inhaltlicher Fehler: die Architekten und Literaten ecken nicht am Stadtrat an, sondern am Regierungspräsidium).

Update: Der Sänger ist mittlerweile auch im Internet vertreten, unter der-black.de ist er zu finden. Eine schöne, übersichtliche Seite...

Kassenbons auf Abwegen

In einem Mineralwasserkasten in Berlin klebte ein alter Kassenbon an einer vollen Flasche. Die Flaschen werden ja normalerweise mit neuen Etiketten versehen — so muß dieser wohl im Kasten überlebt haben. Und schaut man sich den Bon einmal an, kann man annehmen, daß der Kasten zuvor Mitte März in Görlitz unterwegs war:

Vielleicht sollte man den Geldverfolgungsgedanken auf Mineralwasserkästen anwenden?

Kabarett ROhrSTOCK am 22.05. in Dresden

Für alle Interessierten: auch in diesem jahr gibt es wieder Kabarett ROhrSTOCK in der HTW Dresden, allerdings erstmals nicht von mir organisiert. Aber ich pilger trotzdem gerne hin. Und wer das auch tun möchte: um 20 Uhr wieder im altbekannten Kabarett-Hörsaal Z211.

Und eine Anekdote nebenbei: im Gespräch mit gebürtigen Rostockern schwenkte das Thema zu Kabarett ROhrSTOCK und sie waren erstaunt, daß ich das älteste Studentenkabarett kannte. Während sie in Rostock sehr bekannt sind und dort auch nahezu jeden Abend irgendeinen Auftritt bestreiten, sozusagen Heimspiele, trifft das nicht auf das gesamte Bundesgebiet zu. Und so soll in einer Lokalzeitung gestanden haben, daß sie nur einmal im Jahr außerhalb Rostock auftreten — und das eben in Dresden. Welch ein Zufall, daß diese gerade demjenigen gegenüberstanden, der sie aus der Hansestadt gelockt hat! Wer diesen Zeitungsartikel hat: bitte unbedingt zusenden!

Weitere Infos:

Nur noch positiv bewerten!

Aus einem Rundbrief von Ebay:

Verkäufer können Käufer zukünftig nur noch positiv bewerten.

Welchen Sinn hat dann eigentlich eine Bewertung noch?

Anmerkung: Ja, ich bekomme solche E-Mails immer noch, nachdem ich bereits über ein Jahr gesperrt bin und der Support mir nicht erklären kann, warum man unter dem Blickpunkt des §3a BDSG zwangsweise eine Kopie des Personalausweises benötigt, obwohl die Möglichkeit der Verifizierung mit Hilfe vorhandener Nachweise möglich ist.

Übrigens: der erste Satz der E-Mails ist auch immer sehr vertrauenserweckend:

eBay hat diese Mitteilung an René P[..] ([..])
gesendet. Ihr Vor- und Nachname in dieser Mitteilung sind
ein Hinweis darauf, dass die Nachricht tatsaechlich von eBay
stammt.

Der einzige Hinweis ist die E-Mail-Adresse, unter der ich die Nachricht empfangen habe. Aber da gehöre ich eher zu einer Minderheit an, bei der das zutrifft!

Verbreitung des Nachnamens

Nein, es geht nicht um solche Angebote hier, sondern einfach nur um eine Übersicht, in welchen Landkreisen Deutschlands ein Familienname wie häufig vorkommt — und das sieht bei mir so aus:

Und dazu eine Statistik:

  • In Deutschland gibt es 596 Telefonbucheinträge zum Namen Pönitz und damit ca. 1589 Personen mit diesem Namen.
  • Diese leben in 90 Städten und Landkreisen. Die meisten Anschlüsse sind in Mittweida gemeldet, nämlich 60.
  • Weitere Kreise/Städte mit besonders vielen Namensträgern sind Döbeln (36), Chemnitz (28), Dresden (28), Oberbergischer Kreis (22), Freiberg (20), Stollberg (20), Berlin (18), Leipzig (18) sowie Chemnitzer Land mit 16 Einträgen.
  • Werner Pönitz kommt in Deutschland am häufigsten vor. Manfred sowie Günter sind die nächsten oft gefundenen Vornamen, gefolgt von Reinhard, Horst, Heidi, Hans, Anette, Grace sowie Thomas.

(In wie weit verträgt sich so eine Statistik eigentlich mit dem Datenschutzgesetz?)

Interview mit Francesco Bandarin

In der SZ ist ein Interview mit dem Chef des Welterbezentrums Francesco Bandarin zu lesen, in dem er seine Sichten zum Dresdner Brückenstreit äußert — und es ist auf jeden Fall lesenswert!

Zur Frage, ob Dresden den Titel noch retten kann, forderte er zunächst einen Baustopp und einen neuen Bürgerentscheid:

Aber Zeit spielt doch keine Rolle. Denkmalschutz denkt für die Ewigkeit, für zukünftige Generationen. Was sind da ein oder zwei Jahre?

Dann ging es um die Unkenntnis, daß Dresden nicht im Bilde war, daß die Brücke zu Komplikationen führen kann.

Die Verpflichtung, die sie übernommen hat, war also: die Landschaft zu schützen. Aber wenn Sie eine Landschaft schützen wollen, planen Sie doch keine Brücke!

Und während die Betonköpfe stets damit argumentieren, daß die Brücke ja eingezeichnet war und die Konservisten darauf verwiesen, daß es an der falschen war, versucht er den Streit etwas allgemeiner zu betrachten:

Das hier kommt mir vor wie ein Spiel: Wer hat Schuld, wer den Schwarzen Peter? Aber darum geht es doch nicht, wir stehen nicht vor Gericht. Es geht um die moralische Verpflichtung, um den Schutz der einzigartigen Landschaft für zukünftige Generationen. Auch den Politikern sollte es darum gehen.

Ebenso macht er deutlich, daß auch der veränderte Entwurf keine Lösung ist — insbesondere aufgrund der Breite der Elbwiesen. Wie gesagt: ein lesenswertes Interview!

Und wen es interessiert: Milbradts Antwort. Er würdigt hierbei den alternativen Entwurf, bei dem Fußgänger nicht mehr direkt zwischen den Elbwegen die Seiten wechseln können. Nicht daß man es unbedingt an der Stelle bräuchte, aber wenn man schon...

Anmerkung: Auch in Thüringen gibt es Brückendiskussionen — hier in Mittelschmalkalden (vgl. Umgebungsgedanken)

Datenklau im Österreich

In einem Gefängnis in Österreich sind Daten von 8500 Häftlingen entwendet worden.

Der eigentliche Datendieb wurde wegen Amtsmissbrauchs zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt und entlassen. Sein Häftlings-Komplize erhielt zehn Monate ohne Bewährung. Der unbequeme Aufdecker B. muss 14 Monate absitzen.

Irgendwie scheinen die Relationen nicht zu stimmen...

Videoüberwachung als Sprungbrett in die Musikerkarriere

Für irgendetwas müssen Überwachungskameras ja gut sein — wenn sie schon keinen Sicherheitsgewinn bringen. Die Band The Get Out Clause aus Manchester nutzte die Videoüberwachung aus, um ein Musikvideo zu produzieren. Sie positionierten sich vor 80 Kameras und forderten anschließend die Herausgabe der entsprechenden Mitschnitte — das britische Datenschutzgesetz macht es möglich.

Und das ist das Ergebnis: Paper

Aber sie waren nicht die Ersten: vor einigen Jahren gab es diese Idee auf der anderen Insel schon einmal mit The Frames — Revelate. Und wenn man diese beiden Videos hintereinander betrachtet, kann man auch den Qualitätsfortschritt der Glasaugen von 12 Jahren erkennen.