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Homepage von René Pönitz

Skandinavien-Reise - Teil 08 (Pause in Hirtshals)

Der achte Tag war einen Pausentag. Ursprünglich sollte es 17:00 Uhr mit FjordLines nach Kristiansand geben. Unklar war nur noch, wo ich nächtigen werde. Die Zeltplätze rings um Kristiansand sollen wohl alle etwas grenzwertig sein, zudem teuer. Andere Optionen auch kaum verfügbar. Zudem wüde ich erst 19:15 Uhr ankommen, plus Einreiseformalitäten, ist der Reisekreis nicht allzu weit.

Nachdem ich mein Zelt zusammengebaut habe und mich im Aufenthaltsraum die Übernachtungsoptionen prüfte, kam eine SMS an, dass die Fahrt gestrichen wird. Ich buche spontan den Folgetag. Vielleicht löst das gleich das Übernachtungsproblem?

Ich fahre ins Örtchen zur Promenade. Ich treffe ein Norwegisches Pärchen, die noch nach Bergen fahren. Ihr Schiff würde noch fahren. Sie meinten, es hänge an der Schiffsform. Nun hatte ich schon Bammel, dass auch mein Schiff am Dienstag gestrichen werden könnte.

Zugegeben: Es windet schon sehr heftig.

Ich könnte noch mit der anderen Fährgesellschaft ColorLines fahren. Abfahrt am späten Abend, Ankunft 1:15 Uhr. Mitten in der Nacht. Was fängt man um die Zeit an? Am Terminal gibt es wohl nix zum Unterstehen. Gleich in der Nacht fahren? Noch irgendein Hotel finden? Die Optionen klingen doch etwas zu krass. Also doch auf den nächsten Tag hoffen.

Zwischenzeitlich lernte ich noch einen Franzosen kennen, der zum Nordkapp hoch will. Er buchte nicht direkt über die Fahrgesellschaft, sondern über DirectFerries. Er wusste noch nix zum Ausfall der Fähre, während ich mittlerweile sogar einen Anruf erhalten habe.

Also verweilte ich ein wenig im stürmischen Örtchen und begab mich dann auf den Zeltplatz von Hirtshals (Es ist nicht der gleiche. Die letzte Nacht war der von Tornby). Das erste Mal auf dieser Reise, dass ich mein Zelt mit Heringen sichern musste.

Auf den Zeltplatz lerne ich Leute kennen, die hier mehrere Tage verweilen. Das kann ich nicht verstehen. Der Ort ist weder schön, noch groß, noch besonders. Es ist einfach nur der Hafen für den Norden.

Der Zeltplatz ist ebenso nix besonders. Weder billig, noch besonder familär, noch besonders gut im Schuss. Auf der Toilette gibt es Warnhinweise, dass man sein Fahrrad doch ins Auto verschließen sollte. Mein Zelt steht nun neben einem SUV-Panzer. Und das WLAN tröpfelt nur so… Dafür singen im Aufenthaltsraum gut 15 Leute mit 2 Klampfen irgendwelche tscheschichen Lieder.

(Bilder folgen. Gehen nicht durch die Leitung)