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Nennen sie etwas, was man schlägt: nen Kind

Diese und noch weitere schöne, spontane Antworten aus der ehemaligen Ratesendung Familienduell findet man in einem kleinen Zusammenschnitt: Familienduell — Lustige antworten. Für die, die es nicht mehr kennen: das war die Sendung, in der die Fragen immer begonnen haben mit »Wir haben einhundert Leute gefragt. Nennen sie...«

  • etwas, was einmal in der Woche wäscht? Die Füße!
  • nennen sie ein Sicherheitsmerkmal von Banknoten: die Geheimnummer
  • nennen die ein gelb-schwarzes Insekt: eine Giraffe
  • nennen sie etwas, was man schlägt: nen Kind
  • nennen sie eine Berufsgruppe, die in Krimis häufig der Mörder ist: der Täter
  • ein Spiel im Casino: Roy Black
  • einen Ort mit wenig Beinfreiheit: Spanien
  • nennen sie ein Tier, daß Stacheln hat: ähm, Stachelb(ä|ee)r
  • nennen sie etwas, was sie im Notfall immer im Auto haben: Binden und Tampons
  • nennen sie ein Tier, daß sechs Beine hat: Tausendfüßler
  • nennen sie etwas, was man an seinen letzten Arbeitstag machen sollte: Urlaubsantrag stellen

Die Umweltsünde einer Klimaanlage

Und wieder so ein Thema, bei denen die Lobbyisten gegen jegliche Vernunft siegen. Klimaanlagen gehören ja mittlerweile zur Standardausstattung eines PKW — und was im normalen Betrieb kein wirkliches Problem darstellt, ist für die Umwelt ein sehr großes Problem, wenn das Kühlmittel ausläuft (z.B. nach einem Unfall). Das bisherige Kühlmittel R134a sei 1430 mal so schädlich wie CO2 — und damit für die EU unhaltbar. Also gibt es wieder eine schöne Richtlinie, diesmal unter dem Aktenzeichen »2006/40/EG«: das Kältemittel darf nur noch 150 mal so schädlich sein wie CO2 (der Faktor nennt sich Treibhauspotenzial).

Nun gibt es ein Kältemittel, daß genau 1 mal so schädlich ist, wie CO2 — und zwar: CO2 selber. Vor einigen Jahren vor allem in Deutschland hoch gelobt. In Kaufhallen wird es zur Kühlung eingesetzt. Mercedes hatte vor fünf Jahren die Absicht gehabt, es serienmäßig zu verbauen — doch Mehrkosten von 200 Euro schreckten ab. In einem Bus wurde es schon mal verbaut — dafür gab es den Deutschen Umweltpreis. Und auch unter extremen Bedingungen lieferte es gute Ergebnisse. Wozu also zögern?

Die Industrie will stattdessen lieber 1234yf, ein anderes Kühlmittel eines amerikanischen Herstellers. Zwar kompatibel mit heutigen Klimaanlagen, doch das Kältemittel ist teurer als das heutige Kältemittel (und auch teurer als CO2). Das größte Problem sei aber, daß dieser Stoff entzündlich ist und bei einem Experiment sogar tödliche Flußsäure entstanden ist. Gute Fahrt!

Wo ist also die regulierende EU?

Siehe auch:

Die EU-Duschkopfverordnung?

Die EU-Glühlampenverordnung ist in Umlauf und die Glühlampen werden Stück für Stück aus dem Sortiment verschwinden. Das Problem mit dem Quecksilber im Haushalt ist zwar noch nicht gelöst, aber wir können ja bald richtig viel Energie sparen. Die Regelwut der EU soll wohl weiter gehen und nun betrachtet man die Energieeffizienz von Duschköpfen. So soll es wohl bald nur noch wassersparende Duschköpfe zu kaufen geben. Ja, ich hasse diese Teile! Ich spare damit kein Wasser, ich brauche nur mehr Zeit. Aber Wasser müssen wir in Deutschland gar nicht sparen, im Gegenteil: es ist kontraproduktiv für den Wasserkreislauf. Mit sinkenden Verbrauch, sinkt auch die Fließgeschwindigkeit — und damit verkeimt das Wasser schneller und Metalle lagern sich ab.

Weil die Deutschen ihr Wasser verschmähen, rücken zum Beispiel Gelsenwasser-Mitarbeiter jeden Tag in ihren weiß-blauen Bullis aus, um einen ungewöhnlichen Job zu erledigen: Sie steuern Hydranten in Gelsenkirchen und Umgebung an und lassen dabei etwa 800.000 Liter Trinkwasser ab. Das provoziert zwar regelmäßig Proteststürme von Spaziergängern, doch nur so kann Gelsenwasser die Trinkwasserqualität garantieren.

Abgebloggt...

Nachruf für Prof. Andreas Pfitzmann

Vor drei Tagen ist Prof. Andreas Pfitzmann verstorben. Er forschte und lehrte an der TU Dresden insbesondere für IT-Sicherheit, Kryptographie und Datenschutz. Seinem guten Ruf folgend besuchte ich sogar als HTW-Student eine seiner Vorlesungen, die durchaus sehr interessant waren und mir auch an einigen Stellen die Augen öffneten!

Im stillen Gruß.

(siehe auch Nachruf des CCC und des ULD)

Eine Nachmietersuche zu Semesterbeginn

Eine kleine Statistik über die Nachmietersuche in einer WG zum Semesterauftakt in Berlin:

  • Gesamtanzahl aller Anfragen per E-Mail: 134 (ohne Dubletten, also wenn Leute mehrfach uns angeschrieben haben)
  • Gesamtanzahl aller Anfragen per Telefon: unzählbar
  • Dauer in h zwischen Schaltung der Anzeige und dem überfüllten Anrufbeantworter: ca. 3h.
  • Anfragen von Leuten, die auf ihr Facebook-Profil verwiesen: 7
  • ... die auf ihr StudiVz-Profil verwiesen: 3
  • ... die ein Foto mitgeschickt haben: 6
  • ... die sich als »unkompliziert« beschrieben haben (was auch immer das heißen mag): 23
  • ... von Erasmus-Studenten (obwohl wir längerfristig suchen): 10
  • ... die promovieren: 7
  • ... die »Soziale Arbeit« studieren: 6
  • ... die »Konzerte« mögen: 16, zum »Indie« bekennen sich davon vier ;)
  • ... von folgenden E-Mail-Anbietern: web.de 15, gmx 31, googlemail: 38
  • ... die Gitarre spielen: 5, Klarinette: 2, Keyboard: 1, Schlagzeug: 1
  • ... von Vegetariern: 2
  • ... denen unsere Küchenfliesen aufgefallen waren: 1

Zehn Jahre für eine Verkehrsampel

Lesetip aus der Zeit: Über Rot. Eine sehr interessante Darstellung aus Sicht der Verkehrsplaner, wie lange es dauert, bis eine Kreuzung umgebaut werden kann (hier Hamburg Brahms-Platz):

Die beiden haben also noch mal von vorne angefangen. Berichte, Vermerke, Einsprüche, Gespräche. Noch mal drei Jahre. 2007 die zweite Verschickung. Im Dezember 2009, zehn Jahre nach Beginn der Planung, zogen die letzten Bauarbeiter ab. Hansens Straßen waren fertig, Bahrs Ampeln begannen im neuen Rhythmus zu leuchten. Wer diese Kreuzung verstanden hat, hat Deutschland begriffen. Und wer sie nicht verstanden hat, erst recht.

Die Vision der 2000W-Gesellschaft

Und wieder eine paar Wissenschaftler mit einer Vision, wie wir in der Zukunft energiebewußter leben könnten. Sie beklagen, daß wir einfach zu viel Energie verbrauchen: wir konsumieren zu viel, wir wohnen zu üppig, wir bewegen uns zu viel (und damit ist nicht das Joggen im Park gemeint). Ja, wir verbrauchen permanent 6000 Watt — und eigentlich könnten wir auch mit einem Drittel auskommen, so die »Vision einer 2000-Watt-Gesellschaft« an der ETH in Zürich.

(Vielleicht ist meine Denke hier falsch. Aber über Energie reden und dann mit Leistung rechnen, ist physikalisch irreführend. Ich rechne lieber mit einem Tagesbedarf an Energie, in dem Fall 144kWh, also über eine permanente von Leistung von 6000 Watt. Aber die Visionäre sehen das anders)

Und die große Frage, mit der sich die Visionäre nun befaßten: Wie ist dieses Ziel zu erreichen?

Schon der erste Vorschlag läßt mich zweifeln. Wir sollen die Stromerzeugung komplett auf erneuerbare Energiequellen umstellen. Sicherlich ein erstrebenswerter Traum. Aber nun erkläre mir aber mal einer, was der Unterschied zwischen 48KWh Atomstrom zu 48KWh Solarstrom sind. Ein Kilo Federn oder ein Kilo Steine — Was ist schwerer?

Das größte Potential liegt laut diesen Experten im Wohnen, im Fokus insbesondere die Einfamilienhäuser. Das mag einleuchtend klingen, da sehr viel Gebäudeaußenfläche nur für wenige Personen gebraucht wird. Aber sollen wir nun plötzlich alle in riesigen (sehr gut isolierten) Plattenbauten wohnen, weil diese effizienter sind? Sollten wir nicht auch an uns denken, in welcher Wohnform wir leben wollen? Der Staat kann hier sicherlich etwas steuernd eingreifen, so etwas hatte er früher auch schon einmal getan — wenn auch in der falschen Richtung.

Der zweite Einsparpunkt betrifft die »Mobilität« — wobei die Experten den Begriff wieder einmal nicht vom Verkehr unterscheiden können. Wir sollten erst einmal nicht unsere Mobilität einschränken, sondern der daraus resultierende Verkehr. Hier sollte sich die EU an die Nase fassen und fragen, ob EU-weite Ausschreibung für lokale Bauprojekte wirklich sinnvoll sind. In der Kommunalpolitik müßte man sich mit dem Zersiedelungsprozess auseinandersetzen, ehe man Stadtautobahnen baut (Grüße an die Betonköpfe aus Dresden mit der Waldschlößchenbrücke). Und für die unvermeidbaren Wege (=Verkehr) kann widerum mit der Verkehrspolitik gesteuert werden (Stichwort: ÖPNV).

Und das letzte Einsparpotential liegt beim Konsum/Ernährung. Ja, wir sollen wieder Dinge kaufen, die langlebig sind. Das klingt doch gut: Möbel und Kleidung, die wieder 20 und mehr Jahre halten. Ob die Wirtschaft da mitmacht? Und ob die Leute mit der Geiz-ist-Geil-Mentalität da auch mitmachen werden?

Fazit: Auch wenn die Visionen ganz nett sind, aber ob diese je realistisch werden, steht auf einem anderen Blatt. Ich fürchte nur, es wird bei sinnlosen Regularien wie der EU-Glühbirnenverordnung oder diverser Gebäudesanierungsvorschriften bleiben.

Und wieder einmal im Fernsehen...

Aber im Gegensatz zum letzten Jahr nicht ich persönlich, sondern nur meine Zweitwohnsitzsteuer-Seite. Diese war in der ARD-Sendung »Ratgeber Wohnen+Bauen« am 12.09.2010 zu sehen. Entdeckt habe ich zufällig in der Statistik, seit der Ausstrahlung sind über die Seite 98 Besucher direkt auf die Seite gelangt.

Ursprünglicher Link

Die gefilmte Szene ist nahezu identisch mit der vom letzten Jahr. Zuerst wird etwas in eine Suchmaschine eingetippt (wer genau hinschaut: sie suchen nach »Zweitwohnsteuer«), es werden einige Suchvorschläge angezeigt. Dann landen sie drauf und scrollen etwas durch meine Städtedatenbank. Ratgebersendungen neigen scheinbar gerne dazu, ganz pauschale Tips zu geben:

Unser Tip um die Steuer zu vermeiden: die Studentenbude als Erstwohnung anmelden und das Zimmer bei den Eltern abmelden.

Auch wenn das in vielen Fällen möglich ist, man sollte bei rechtlichen Dingen stets den Einzelfall prüfen. Das betrifft vor allem auch das Kapitel Urteile. Aber für Ausdifferenzierung bleibt bei 30 Sekunden natürlich keine Zeit. Wer es sich anschauen will: der relevante Abschnitt beginnt ziemlich genau bei 20:00.