renephoenix.de

StreetArt am LIDO Berlin

Die neue Homepage von René Pönitz ist da!

Skript Version 1.10 vom 08.03.2016 (Prod)

Homepage von René Pönitz

Vor 111 Jahren ...

... hat das Haus, in dem ich zur Zeit wohne, noch nicht gestanden — sondern die Fläche war Teil der Berliner Gewerbeausstellung 1896 gewesen. Von den damaligen Attraktionen im Treptower Park ist nur die Archenhold-Sternwarde geblieben — sowie Überreste des ersten Straßenbahntunnels zwischen dem Park und Stralau.

(Den ganzen Lageplan gibt es bei Alt-Berlin, wo auch andere historische Stadtpläne zu finden sind.)

Fahrradroutenplaner für Berlin

Die beste Idee seit der Erfindung des (Fahr-)Rades: der Fahrradroutenplaner bbbike

Bei der Routenberechnung berücksichtigt er die verschiedene Sonderwünsche der Radfahrer, unter anderem der Fahrbahnbelag (keine Pflastersteine, Rennradtauglich), Häufigkeit der Ampeln (die widerrum bei der Gesamtfahrtzeit einkalkuliert werden), Grüne Wege oder die mangelhafte Beleuchtung (die Steigung nicht).

Die aufgestellte Route wird sehr detailliert aufgelistet, bei Kreuzungen sogar die abzubiegende Winkel. Das Ergebnis kann man sich nun auf verschiedene Weisen anzeigen: als herunterladbare Dateien (PNG, PDF) oder für Erd-Google.

Der Routenplaner ist im Rahmen einer Diplomarbeit entstanden (zur Arbeit), u.a. auch zu den zu grunde liegenden Algorithmen.

Rotationen mit PS-Tricks / LaTeX

Gerrit veröffentlichte heute ein Tutorial, wie man mit Adobe Illustrator es schafft, ein bestimmtes Objekt zu rotieren, also so daß es gleichmäßig im Kreis angeordnet ist und jeweils zum Kreisbogen gedreht ist – ein schönes Beispiel auch für die Leistungsfähigkeit von LaTeX. Bereits in meiner Diplomarbeit setzte ich eine einfache Abwandlung dieses Beispiels ein.

PSTricks ist ein leistungsfähiger Aufsatz für LaTeX, mit Hilfe von PostScript-Befehlen Grafiken zu erzeugen. Mit Hilfe bestimmter Erweiterungen wie pf für interne Berechnungen und multido für sich wiederholende Tätigkeiten lassen sich viele schöne Automatismen erstellen.

% Anzahl der Elemente
\newcommand*{\anzahl}{30}
% Berechnung des Winkels je Elemet 1 := 2/3
\FPdiv{\wert}{360}{\anzahl}
% Positionierung. \ra = Winkel für Position,  \rb= Drehung
\multido{\ra=0+\wert,\rb=270+\wert}{\anzahl}{\rput[c](4; \ra){\begin{rotate}{\rb}\includegraphics[width=0.3cm]{vorlage}\end{\rotate}}}

Zugegebenermaßen sind fortgeschrittene Kenntnisse in LaTeX notwendig, um diese drei Zeilen zu verstehen. In der ersten Zeile legen wir einen Parameter mit der Anzahl der Elemente fest. In der zweiten wird der Winkel zwischen zwei beliebigen Elementen bestimmt. Die dritte Zeile ist sehr komplex: (von innen nach außen)

  • includegraphics bindet die Datei „vorlage” (er sucht sich automatisch eine passende Endung, in dem Falle eps). Das Bild soll 0.3cm groß sein.
  • rotate dreht das Bild um den Winkel, der mit dem Parameter rb eingebunden wird.
  • rput positioniert das gedrehte Bild. Die Angabe erfolgt im Polarkoordinatensystem, d.h. es wird die Entfernung zum Mittelpunkt sowie der Winkel angegeben. Letzteres ist hier der Parameter ra
  • multido läßt diese Befehle wiederholen, der Parameter anzahl gibt an wie oft. Ebenso werden hier für jede Wiederholung die Werte für ra und rb festgelegt. Konkret zu lesen ist es so: im ersten Durchlauf ist ra 0, bei jedem weiteren erhöht es sich hier um den Winkel.

Da diese Grafik letztendlich programmiert ist, hat man auch die Macht, ohne nennenswerten Aufwand das Beispiel zu verändern. Nur durch Veränderung der Befehle ließe sich auch eine Spirale bauen.

Rotationen mit PS-Tricks / LaTeX - Quelltext

Datei herunterladen (LaTeX, 1.4 KiB)

\documentclass[12pt,a4paper,oneside]{scrreprt}

%% PS-Tricks
\usepackage{pst-pdf}
\usepackage{pstricks, pst-node, pst-plot, pst-math, pst-optic, pst-lens, pst-text, pst-xkey, pstricks-add}

%% Befehle wiederholbar
\usepackage{multido}
%% Drehung von einzelnen Objekten
\usepackage{rotating}
%% Mathematische Berechnungen
\usepackage{fp}

\begin{document}

\setlength{\parskip}{0.0ex}
\psset{xunit=1cm,yunit=-1cm,runit=1cm, nodesep=3pt,linewidth=1pt}
\begin{pspicture}(-5,-5)(5,5)

%% Anzahl der Elemente
\newcommand*{\anzahl}{30}
%% Berechnung des Winkels je Elemet
\FPdiv{\wert}{360}{\anzahl}
%% Positionierung. \ra = Winkel für Position, \rb = Inklusive Drehung.
\multido{\ra=0+\wert,\rb=270+\wert}{\anzahl}{\rput[c](4;\ra){\begin{rotate}{\rb}\includegraphics[width=0.3cm]{vorlage}\end{rotate}}}

\renewcommand*{\anzahl}{4}
\FPdiv{\wert}{360}{\anzahl}
\multido{\ra=0+\wert,\rb=270+\wert}{\anzahl}{\rput[c](3;\ra){\begin{rotate}{\rb}\includegraphics[width=0.6cm]{vorlage}\end{rotate}}}

\renewcommand*{\anzahl}{18}
\FPdiv{\wert}{360}{\anzahl}
\multido{\ra=0+\wert,\rb=270+\wert}{\anzahl}{\rput[c](2;\ra){\begin{rotate}{\rb}\includegraphics[width=0.2cm]{vorlage}\end{rotate}}}

\renewcommand*{\anzahl}{7}
\FPdiv{\wert}{360}{\anzahl}
\multido{\ra=0+\wert,\rb=270+\wert}{\anzahl}{\rput[c](1;\ra){\begin{rotate}{\rb}\includegraphics[width=0.3cm]{vorlage}\end{rotate}}}

\end{pspicture}
\end{document}

Kein Fahrrad in Berliner Bussen

Auch wenn in Berlin vieles möglich ist, ein Fahrrad mit dem Bus mitzunehmen — das geht nicht. Und viel schlimmer: die Berliner Verkehrsbetriebe möchten es auch gar nicht! Diese Erfahrung mußte ich vor einigen Monaten machen, als ich mit einem defekten Fahrrad in den Bus eingestiegen bin und der Fahrer in der berühmten Berliner Freundlichkeit abwies. Der Bus war weder überfüllt gewesen, noch hätte ich durch die Mitnahme einen Kinderwagen oder Rollstuhlverfahrer blockiert.

Eine Rückfrage bei bei BVG brachte keine Veränderung: sie verwiesen auf negative Erfahrungen mit der Fahrradmitnahme und verharren auf ihrem Standpunkt. Sie räumten lediglich ein, daß im Einzelfall auch der Fahrer über die Mitnahme entscheiden könnte.

An der Stelle ein kleiner Vergleich, wie die einzelnen Städte die Fahrradmitnahmen dulden oder verbieten:

  • Berlin: S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn, Nachtbusse zur U-Bahn (N1-N9), Bus
  • Hamburg: unter Beachtung von Sperrzeiten in S-Bahn und U-Bahn und ausgewählten Buslinien, dafür aber kostenfrei
  • München: unter Beachtung von Sperrzeiten in S-Bahn und U-Bahn, Straßenbahn, Bus
  • Köln: keine Einschränkung
  • Frankfurt: unter Beachtung von Sperrzeiten in den Stadtbahnen, Straßenbahnen, Bussen, dafür kostenfrei
  • Stuttgart: S-Bahn, unter Beachtung von Sperrzeiten: Stadtbahn, Straßenbahn, Bus, dafür mit Ausnahme der morgendlichen Hauptverkehrszeit in der S-Bahn kostenfrei (Anmerkung: es gibt keine Straßenbahn mehr)
  • Hannover: S-Bahn, unter Beachtung von teilweise sehr umfangreichen Sperrzeiten: Stadtbahn, Bus.
  • Bremen: keine Einschränkungen
  • Rhein/Ruhr (VRR): unter Beachtung von Sperrzeiten in S-Bahn, Stadtbahn, Straßenbahn und Bus
  • Dresden / VVO: keine Einchränkung
  • Leipzig / MDV in Sachsen/Thüringen: keine Einschränkung
  • Nürnberg: Sperrzeiten nur bei der S-Bahn
  • Halle / MDV in Sachsen-Anhalt: keine Einschränkung, zudem kostenfrei

(Anmerkung: ein Mitnahmerecht besteht überall nicht, zudem haben Kinderwagen und Rollstühle Vorrang)

Weil Nokia OGG nicht will...

Die Zukunft von HTML ist mir zur Zeit etwas schleierhaft. Erst kommt man mit dem durchaus radikalen XHTML 2.0 nicht in die Gänge, und dann geht man einen Schritt zurück und tauft das ganze HTML5.

Ein neues Element soll dabei <video> sein, mit dem man dann endlich eine Möglichkeit hat, direkt in der HTML-Seite Videos zu implementieren. Im Minimalstandard sollte dabei die freien Formate Ogg Theora (Video) sowie Ogg Vorbis (Audio) festgelegt werden. Damit würden diese Format erstmals an Bedeutung gewinnen.

Wäre da nicht Nokia, die in OGG ein proprietäres Format sehen und es folglich nicht unterstützen können. Liest man sich das dazugehörige Positionspapier durch, wird deutlich, wo Nokia hin möchte: zu einem Format mit DRM-Möglichkeit. Und weil Nokia das will, macht das w3c gleich mit und streicht die Möglichkeit aus dem gegenwärtigen Entwurf raus. (vgl. heise)

Abgebloggt ...

Fahrradbeförderung im Fernverkehr

Gestern ist der neue Fahrplan der Bahn in Kraft getreten. Neben einer kleinen Tariferhöhung (mittlerweile ist es ja nicht mehr unüblich, zweimal im Jahr an der Preisschraube zu drehen) werden vor allen einige IC-Strecken durch ICEs ersetzt.

Das hat zur Folge, daß die Fahrradmitnahme im Fernverkehr weiter eingeschränkt wird, denn die Bahn möchte in den ICEs keine Fahrräder befördern. Argumentiert wird mit dem benötigten Platz (Man muß es ja nicht ganz so komfortabel machen wie bei den ICs und ein halben Waggon dafür beanspruchen), sowie kurzer Haltezeiten in den Bahnhöfen (Im Fahrplan hält ein ICE mindestens 2 Minuten — da bekommt man locker den Drahtesel raus).

Nur eins beachtet die Bahn wohl nicht: Radtouristen haben kaum eine Alternative zur Bahn, sprich, es ist eine treue Kundschaft! Während in den vergangenen Jahren die Bedeutung von Mitfahrgelegenheiten gewachsein ist — nicht zuletzt wegen der Bahnpreise — ist die Mitnahme im Auto nahezu unmöglich (Dachgepäckträger fürs Auto sind nun auch nicht wirklich das Wahre) (vgl. Spiegel)

Kein Licht-Aus?

Da bin ich heute quer durch Berlin geradelt — und habe bewußt kein Chronometer mitgenommen. Ich wollte einfach mal testen, ob ich mitbekomme, wann es 20 Uhr ist. Und ich habe es nicht bekommen.

Stattdessen habe ich mir mal die Beleuchtung auf einem durchschnittlichen Weihnachtsmarktstand angeschaut: 10 normale Glühbirnen mit je 40 Watt für die Außenbeleuchtung, zwei weitere Strahler für innen. Ein Stand. Geöffnet jeden Tag bis 22 Uhr. Wenn man das hochrechnet, wie viel Energie eingespart werden kann, wenn auch auf Weihnachtsmärtken man etwas energiebewußter herangeht — und beispielsweise nur 10-Watt-Sparlampen einsetzt. Das wäre ein Zeichen.