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Homepage von René Pönitz

Der grüne Pfeil

Es mag sich auch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung in einigen Gegenden dieses Landes noch nicht herumgesprochen haben, daß es in der Straßenverkehrsordnung den grünen Pfeil gibt, wie zum Beispiel in Hamburg:

In Dresden durfte ich dafür erleben, daß es Situationen gibt, in denen der Pfeil falsch aufgebaut ist. Wer es nachverfolgen möchte: aus der Ziegelstraße Richtung Günzstraße / St. Benno-Gymnasium. An dieser Kreuzung darf nur nach rechts abgebogen werden, im Bereich der Kreuzung ist dies eine Einbahnstraße.

Und so stand ich an dieser Ampel und wartete und wartete. Ich wollte auch nach rechts. Irgendwann befuhr schon die zweite Straßenbahn die Kreuzung, es wird nicht grün. Die Ampel selber steht an einem dunklen Punkt, so konnte ich auch keinen Grünen Pfeil erkennen. Als dann wieder zwei Phasen vorbei waren, bin ich doch zurück — und sehe doch ganz dunkel den grünen Pfeil schimmern — und in diesem Moment wurde mir klar: diese Ampel wird nie grün.

Da der grüne Pfeil keine Pflicht zum Abbiegen bedeutet, ist das Schild falsch. Ein Stop-Schild wäre in diesem Fall korrekter.

Gute Nachrichten aus Pirna

Auch wenn aus meiner Heimatstadt Pirna in der Vergangenheit eher negative Schlagzeilen publik wurden, so sollte man auch gute Botschaften verstreuen: bei der Bürgermeisterwahl in Pirna verlor die CDU 50% Stimmanteil — binnen eines Jahres. Notwendig wurde diese Wahl, weil der bisherige Bürgermeister zum Sächsischen Innenmister berufen wurde. Und so landeten sie dieses Jahr nur mit 14,5% auf den dritten Platz. Eine Nachwahl wird es zwar noch geben, da der Erstplatzierte der Freien Wähler nur 45% erlang. Wenn das kein Weihnachtsgeschenk für Pirna war...

Presse/Blogs:

Abgebloggt...

Die Dauerbaustelle

Ich hatte ja vor einiger Zeit noch ein Was-ist-das-Bild reingestellt, aber irgendwie vergessen, es noch aufzulösen. Und zwar ging es um das hier:

Nunja, es wurde soweit schon richtig erraten: es ist ein Gerüst. Die Story, die das Bild ausdrücken sollte, wurde auch schon richtig erraten: die Rückwand einer großen Werbetafel.

Großflächige Außenwerbung an Gebäuden ist i.d.R. verboten. In Berlin wollte man kulant sein. Nun darf man bei Baumaßnahmen die Gerüste verkleiden und darauf auch großflächige Werbung bauen — es ist ja nur temporär.

Und die Konsequenz? Nun häufen sich die Baugerüste, deren Zweck einzig und allein der Werbeträger ist. Und genau so eine Bauatrappe war auch das Bild vom Leipziger Platz:

Dresdner Striezelmarkt

In der letzten Woche hat der 576. Dresdner Striezelmarkt eröffnet. Auch wenn die Organisatoren wir jedes Jahr ein Jahr hinterherhinken — zumindest wenn man das Eröffnungsjahr 1434 zu Grunde legt. Übrigens auch nicht der älteste Markt in Deutschland, der Wenzelsmarkt in Bautzen ist genau 50 Jahre älter.

Im Vorfeld hörte man bereits viel, was man alles dieses Jahr neu machen will — und so ist der diesjährige durchaus einmal eine Diskussion wert.

Das erste, was auffällt: die Anordnung der Stände. Die neue Aufteilung ist zwar auf den ersten Blick unpraktisch, man kann ihn nicht mehr systematisch Reihe für Reihe abgehen. Das könnte zu gewissen Orientierungsproblemen führen, wenn man bestimmte Stände gezielt aufsucht (5. Reihe, 7. Stand auf der linken Seite — das klappt nun nicht mehr). Aber die Anordnung hat doch etwas interessantes: es entstehen viele kleine Plätze im Inneren des Marktes, eben Marktplätze. Es ist in diesen Bereichen auch viel mehr Luft.

An der Auswahl der Stände hat sich nicht viel geändert, auch am Sortiment nicht. Ich habe noch zwei Marktfrauen in Erinnerung: »Dein Stand sieht auch dieses Jahr gleich aus.« Vielleicht ist es mir vorher nicht so aufgefallen, aber es gibt ein starkes Nord-Süd-Gefälle: im Nordwesten gibt es eher Waren, im Südosten verstärkt Freßstände.

Die Nachteile des Marktes resultieren vor allem aus der Neugestaltung des Platzes. Der Pylon ist bisher schon umstritten gewesen. Für einen Weihnachtsmarkt ist so ein Flutlichtmast ein wahrer Standortnachteil. Zudem konkurriert dieser nun mit dem Weihnachtsbaum. Der Eingang in der Mitte der Straßenseite ist durch einen begehbaren Schwippbogen dekoriert — echt nette Idee. Doch geht man dadurch, ist man direkt auf der Treppe zum Parkhaus (Ja, der Altmarkt wurde untertunnelt).

Ein Wurstverkäufer regt sich über das Gesundheitsamt auf. So darf er nun — nachdem er die Wurst mit seinen Händen aus der Kiste geholt hat, noch eine kleine Folie drüber legen. Zudem dürfen solche Stände nicht mehr mit Kanister auskommen, sie brauchen nun unbedingt einen Wasseranschluß. Für 150 Euro.

Putzig ist auch ein Gewürzeverkäufer (relativ weit im Nordosten des Marktes). Laßt auch nur im Entfernten nur das böse Wort Geschmacksverstärker fallen. Ja, Mononatriumglutamat. Ist in einigen seiner Gewürzmischungen enthalten. Ihr bekommt einen Dialog aufgebrummt, wie man ihn besser nach einem Verkäufertraining nicht besser herunterbeten kann. Hätte man ihm lieber mal Verkaufstaktit beigebracht, damit er dann diejenigen ohne in den Vordergrund hebt.

Soweit ein kleiner Eindruck vom diesjährigen Striezelmarkt.