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"Die Welt" und die Zweitwohnungsteuer

In der Zeitung »Die Welt« ist vor Weihnachten ein Artikel über die Zweitwohnungsteuer erschienen. In der Printausgabe gab es dazu eine Grafik, in der die höhsten und niedrigsten ZWS-Städte in einer Grafik gegenübergestellt worden sind. Auffallend an der Grafik ist, daß vor allem in Bodenseenähe hohe Steuern eingetrieben werden — immerhin ist diesem Gebiet auch die Steuer einmal erfunden worden.

Auf den Artikel selber hat mich ein Besucher der Seite hingewiesen. Vor allem die Aussage, daß die höhste Steuer mit 28% hätte, erweckte mein Interesse: Murnau ist eine Stadt mit Staffelsteuer. So ohne weiteres läßt sich so eine Aussage mit 28% nicht halten. Ich habe daher vor einigen Jahren damit angefangen, bei Staffelsteuern einen Vergleichssteuersatz zu ermitteln, in dem ich die Steuern für sechs fiktive Mieten ermittle. Und diese Zahl steht nun in der Welt?

Ursprünglicher Link

Die Welt nennt als Quelle das Institut der deutschen Wirtschaft Köln. Die haben sich im Dezember auch mit der Zweitwohnsitzsteuer befaßt — und dazu auch eine Grafik publiziert:

Aber anders als in der Welt geben diese auch als Quelle meine Zweitwohnsitzsteuer-Seite an.

Die Zahlen werden übrigens automatisch ermittelt: auf der Seite gibt es eine Datenbank mit mittlerweile fast 400 Städten und Gemeinden — und über diese werden ein paar kleinere Statistiken erstellt.

Abgebloggt...

Der neue Irrweg bei der ARD: Monika Piel

Interview mit der neuen ARD-Vorsitzenden Monika Piel in der Frankfurter Rundschau:

Man ist offensichtlich von Seiten der Verlage auf dem Holzweg, wenn man journalistische Inhalte kostenlos anbietet. Diese Kostenloskultur kann nicht Ziel führend sein. Das kann für die Verlage nur heißen, man muss dahin kommen, die journalistischen Inhalte zu verkaufen. Da sind kostenpflichtige Apps der richtige Anfang. Bei diesen fühlen sich die Verleger jedoch im Markt behindert. Wenn der Verlegerverband die Apps kostenpflichtig macht, dann werde ich mich auch vehement dafür einsetzten, dass unsere öffentlich-rechtlichen Apps kostenpflichtig sind.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist gebührenfinanziert. Alle produzierten Dinge sind (mit Ausnahme der Werbung im Vorabendprogramm und diverser Sponsoren) gebührenfinanziert. Die Aufgabe des öffentlich-rechtlichen ist es auch nicht, das Maximum an Profit herauszuholen. Daher kann es der Frau doch eigentlich egal sein, wie sich andere, kommerzielle, Anbieter oder gar der Verlegerverband verhält. Aber scheinbar ist es ihr das wirklich nicht:

[..]es gibt hundert kostenlose Sport-Apps in Deutschland. In so einer Situation können wir, die wir gebührenfinanziert sind, nicht sagen, bei den Kommerziellen kriegt ihr das alles kostenlos, bei uns, für die ihr Gebühren gezahlt habt, müsst ihr das noch mal bezahlen. Wir könnten das in dem Augenblick machen, in dem andere Angebote auch kostenpflichtig wären.

Etwas ausführlicher wird das gesamte Interview von Stefan Niggemeier auseinandergenommen.