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Skript Version 1.10b vom 11.11.2018 (Prod)

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S-Bahnhof Johannisthal

Die CDU will den S-Bahnhof „Betriebsbahnhof Schöneweide” gerne in „Johannisthal” umbenannt sehen. Der Antrag steht auf der Tagesordnung der BVV am kommenden Donnerstag.

Hier einige Gedanken dazu:

Zunächst hat die CDU Recht: die namensgebende Funktion des Bahnhofs gibt es nicht mehr. Von daher ist eine Namensdebatte sinnvoll!

Aber: Der Bahnhof spielt derzeit keine Rolle für Johannisthal. Und wenn die Fußgängerbrücke in Richtung Großberliner Damm fertiggestellt ist, nur eine untergeordnete Rolle. Für Johannisthal ist der wichtige Bahnhof nach wie vor Schöneweide. Heute, wie vor 100 Jahren. Damals hieß der Bahnhof Schöneweide noch „Niederschöneweide–Johannisthal”.

Der Namensvorschlag der CDU würde eher irritieren und für Verwirrung stiften. Vor allem würden auch Reisende von diesem Bahnhof nur schwer in den eigentlichen Kern von Johannisthal kommen, denn am Bahnhof hält weder ein Bus noch eine Straßenbahn. Profitieren würden daher weniger die Menschen aus Johannisthal, auch wenn deren Ortsteil im Liniennetzplan damit geadelt werden könnte. Ganz im Gegensatz zur Bahn, die die freien Flächen des einstigen Betriebsbahnhofs vermarkten will – und daher den Projektnamen Adlershof-Johannisthal wählt.

Wie könnte der Bahnhof sonst genannt werden?

In der Fraktionssitzung kursierte die Idee mit Landschaftspark Johannisthal. Dies würden den Schwerpunkt auf den verhältnismäßig neuen Park setzen. Allerdings ist auch dieser ca. 1 Kilometer entfernt. Und der Name sperrig.

Das Adlergestell führt direkt am Bahnhof vorbei, ist hinreichend bekannt und würde sich ebenso eignen. Allerdings ist das Adlergestell zehn Kilometer lang und die beiden folgenden Stationen wären ebenso direkt an dieser Straße dran.

Aber warum nicht einfach Gleislinse nennen? Diesen Flecken Erde nennen alle Gleislinse: es ist die Fläche, die linsenförmig eingeschlossen durch Schienen ist. Und wer nach Gleislinse sucht, wird hier landen. Die Gleislinse ist genau da, wo der Bahnhof ist. Und auch wenn sie zukünftig keine Gleislinse mehr sein wird: der U-Bahnhof Gleisdreieck ist ebenso schon lange kein Gleisdreieck mehr. Und da prägte ebenso ein Begriff der Eisenbahnwelt den Namen eines Bahnhofs und anschließend seines Umfeldes. Und er wäre im Rahmen der aktuellen Debatte um die Nachnutzung der Bahnflächen auch politisch neutral. Egal, ob renaturiert oder WISTA 2: es ist die Gleislinse.

Anschlag im Sowjetischen Ehrenmal

Mehrere Zeitungen berichten diese Woche, dass am 02.09.2015 im sowjetischen Ehrenmal ein „Anschlag” verübt worden sein soll. Konkret ging es um einen Brand auf einer Granitplatte, bei der u.a. auch ein Tier verbrannt wurde (vermutlich Hund oder Lamm). Die Inschrift ist zerstört, die Platte beschädigt. Ersatzteilbeschaffung aus Schweden läuft. Schaden: 7000 Euro.

Gegenwärtig ist diese Platte eingehaust und erinnert eher an Wintersicherung als an Vandalismus:

Es ist bemerkenswert, dass es zu diesem Vorfall keine Pressemeldung der Polizei gab. Auch keine Presse, die darüber schrieb. Erst als am letzten Wochenende eine Protestdemo eines russischen Bikerclubs stattfand, rutschte das Ereignis zumindest in die Junge Welt und den Berliner Kurier.