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Die neue Homepage von René Pönitz ist da!

Skript Version 1.10b vom 11.11.2018 (Prod)

Homepage von René Pönitz

Gestörter Rechtsfrieden in Neu-Venedig

Über Neu-Venedig hatte ich vor einigen Jahren hier berichtet.

Das Areal befindet in einer der äußersten Lagen von Berlin. Es besteht aus einem Ringkanal, der durch weitere Kanäle durchschnitten wird. Alle Grundstücke verfügen über einen Zugang zum Kanal. Das Areal entstand 1932 durch Aufschüttung eines Moorgebietes. Die Erdmassen wurden beim beim Ausbau der Grünauer Regattestrecke Grünau und des Gosener Kanals abgetragen.

Dieser Artikel soll sich allerdings nicht mit der Besonderheit des Areals beschäftigen, sondern mit der politischen Lage. Stadtrat Hölmer bezeichnete die Lage vor Ort als „nachhaltige Störung des Rechtsfriedens” (vgl. Kleine Anfrage von Ernst Welters). Zudem bin ich auch von Eigentümern vor Ort angesprochen worden.

Förderung eines Fußballvereins

Die letzte Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Immoblien am 12.03.2015 fand in den Räumen des Fußballstadions Alte Försterei statt. Dabei gab es einen Rundgang durchs Stadion. In der Regel nutzt ein einladender Verein (bzw. Firma) die Gelegenheit, sich den Ausschussmitgliedern vorzustellen und deren Fragen zu beantworten.

Oskar Kosche, der Geschäftsführer des Vereins, zeigt uns beispielsweise die Umsatzentwicklung des Vereins. Seit dem Umbau des Stadions ist diese auf 30 Mio Euro je Jahr gestiegen. Nicht zuletzt, weil die Räume auch für andere Veranstaltungen genutzt werden können. Etwas über 100 Beschäftigte sind angestellt. Besonders stolz ist der Verein auf das viele ehrenamtliche Engagement beim Umbau des Stadions gewesen. Und hervorzuheben ist auch das Engagement der Nachwuchsförderung.

Die Sitzung neigte sich dem Ende, als Steffen Sambill (SPD) noch einmal fragte, ob man denn aus Sicht der Politik etwas für den Verein tun kann. Diese Frage stellt er gerne. Und gewissermaßen ist ja bekannt, dass die Verkehrsproblematik bei Spieltagen durchaus auch den Verein vor Herausforderungen stellt. Auch der direkte Übergang ins Landschaftsschutzgebiet kann Konflikte aufzeigen.

Aber die Antwort kam ganz anders: der Verein hätte seit seinem Start noch nie Fördermittel bekommen. Er fällt bei der Sportförderung durchs Raster, da kein Profifussball gefördert wird. Und aus Sicht der Wirtschaftsförderung werden keine Unternemen mit diesen Umsatzgrößen gefördert. Der Verein hätte zudem das Problem, dass er eben da ist, wo er nun steht und durch das Stadion auch nicht einfach abwandern könnte.

Ich war perplex. Aber noch perplexer über die Reaktion der Amtsleiterin, die laut überlegte, ob nicht GRW-Fördermittel beantragt werden könnten. Ich fragte mich wozu? Wir hörten doch, dass der Verein keine gegenwärtigen Probleme hat.