Homepage von René Pönitz

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Essen: Zeche Zollverein

Eins der ersten Ziele in Essen war die Zeche Zollverein. Es ist eines der Hochzentren einer ehemaligen Industrielandschaft und wurde nach dem Zusammenbruch der Industrie zu einem Denkmal umgewandelt — und wurde 2001 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Auf dem Gelände selber gibt es nun neben alten Fördertürmen, Ziegelbauten und rostenden Stahl nun Führungen, ein Schwimmbecken, Riesenrad, einige Künstlerteliers, eine Disco und Museen.

Eins sei hervorgehoben: das Red-Dot-Design-Museum. Hier werden in der Regel Alltagsgegenstände (angefangen von Sofas über Mikrowellen bis hin zu technischen Geräten) ausgestellt, die für ihr außergewöhnliches Design — sei es optisch, funktional, ergonomisch, wie auch immer — prämiert worden. Sprich Dinge, bei denen man entweder sagt »genial« oder »schrott«.

Zu den Bildern vom Zollverein.

Abgebloggt...

Kabarett ROhrSTOCK - so wars!

Am 24.4. war es soweit: das weltberühmte Kabarett ROhrSTOCK trat in unserer Hochschule auf. In zahlreichen Episoden schafften die studentischen Künstler den Hörsaal in gute Stimmung zu bringen. Auch einige lokale Pointen (N-Gebäude, Waldschlößchenbrücke, WOBA-Verkauf, ...) bauten die Künstler mit ins Programm. Insgesamt 130 Personen konnten wir etwa dieses Mal verbuchen.

Ein Dank für die Unterstützung bei der Organisation des Kabaretts geht an Frau Stephan vom Studentenwerk, u.a. für die Eintrittskarten, Studententage und Bezuschußung, an die Hochschule für die Bereitstellung des Raumes, an Hugo vom Kellerclub Gag18, an André, Christina und Michaela vom StuRa und natürlich an die ROhrSTOCKer selber!

Und hier geht´s zu den Bildern!

Silberwürfel in Dresden - ein empfindlicher Verlust

Ein offener Brief der Sächsischen Akademie der Künste zum geplanten Umbau des Centrum-Warenhauses (Silberwürfel):

Umbau des Centrum-Warenhauses wäre empfindlicher Verlust für Dresden

Stellungnahme von Mitgliedern der Klasse Baukunst zu den Umbau-Planungen am ehemaligen Centrum-Warenhaus

Mit Sorge verfolgt die Klasse Baukunst der Sächsischen Akademie der Künste die Pläne des Karstadt-Konzerns, gemeinsam mit einem niederländischen Projektentwickler das alte Centrum-Warenhaus an der Prager Straße bis zur Unkenntlichkeit umzubauen. Von den Investoren mit handelstechnologischen Erfordernissen begründet, wird diese Baumaßnahme die prägnante Erscheinung vor allem der aus Aluminium-Waben gebildeten Rasterfassade zerstören. Mit der Opferung dieses typischen Erscheinungsbildes der Sechzigerjahre-Moderne würde der Stadt ein empfindlicher Verlust zugemutet.

Dresden verfügt, und zwar gerade im Ensemble der Prager Straße, über einige der bedeutendsten Zeugnisse jener Bauperiode des “International Style” in Europa. Dieser gerade erst entdeckte baukulturelle Reichtum hat durch wenig sensible Umbau- und Neugestaltungsmaßnahmen in den letzten Jahren bereits irreversible Schäden erleiden müssen. Mit Befremden ist nun festzustellen, daß alle Anstrengungen zur Weckung einer dringend erforderlichen Wertschätzung dieses Erbes offenbar wenig gefruchtet haben. Als hätte es die entsprechenden öffentlichen Debatten – darunter das von der Akademie initiierte Symposium zur Prager Straße im Herbst 2003 – nicht gegeben, scheint in Dresden weiterhin jeder Eigentümer einer Immobilie das Stadtbild nach seiner eigenen Fasson umprägen zu dürfen, wie es ihm gerade beliebt. Anders als etwa im Neumarktbereich werden im Umfeld der Nachkriegsbebauung keinerlei Gestaltungsauflagen erwogen.

Die Mitglieder der Klasse Baukunst der Akademie appellieren deshalb an den Stadtrat, vor allem jedoch an die Verantwortlichen der Bau- und Planungsverwaltung Dresdens,

  • beratend und lenkend auf Investoren einzuwirken, um Kollisionen zwischen einzelwirtschaftlicher Kalkulation und gesamtstädtischem Interesse nach Möglichkeit zu vermeiden
  • endlich ein Bekenntnis zum bauhistorischen Wert der Ensembles und diverser Einzelobjekte der DDR-Moderne abzulegen und sich aus dieser Position schützend vor die durch Umbau und sonstige Verschandelung bedrohten Objekte zu stellen.

Die Protest-Initiative vor allem auch jüngerer Bürgerinnen und Bürger zum Erhalt des Warenhauses (oder wenigstens seiner markanten Fassade) zeigt, daß ein positives Interesse an der infrage stehenden Bauepoche auch in Dresden wächst. Die traurigen Ergebnisse des Warenhaus-Umbaus am Berliner Alexanderplatz sollten in Dresden zusätzlich motivieren, einer weiteren Banalisierung der Innenstadt durch nur neue Kommerzarchitekturen entgegenzutreten. (Dresden, 21.4.2006)

Für die Klasse Baukunst der Sächsischen Akademie der Künste:

Dr. phil. Karl-Heinz Barth (Chemnitz), Prof. em. Dr. E. h. Günter Behnisch (Stuttgart), Dr.-Ing. Marta Doehler-Behzadi (Leipzig), Prof. Dr.-Ing. Werner Durth (Darmstadt); Wolfgang Hänsch (Dresden), Wolfgang Kil (Berlin), Prof. Peter Kulka (Dresden und Köln), Prof. Dr. Dr. h. c. Heinrich Magirius, Prof. Thomas Sieverts (Bonn), Winfried Sziegoleit (Leipzig), Prof. Dr. Thomas Topfstedt (Leipzig), Prof. Dr. Bohdan Tscherkes (Lemberg), Prof. Carlo Weber (Stuttgart), Ulf Zimmermann (Dresden).