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StreetArt am LIDO Berlin

Die neue Homepage von René Pönitz ist da!

Skript Version 1.10b vom 11.11.2018 (Prod)

Homepage von René Pönitz

Die Alternativen zu mitfahrgelegenheit.de

Vor einigen Tagen berichtete ich über den Selbstmord von mitfahrgelegenheit.de Mit Dollarzeichen in den Augen wollte die Betreiberfirma carpooling den maximalen Erlöß aus der Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten herausholen – und haben die Rechnung ohne die Fahrer und Mitfahrer gemacht. Wie schon geschrieben: zur Zeit ist der Markt im Umbruch und verschiedene Anbieter konkurrieren um die Gunst.

Auf dieser Seite stelle ich die verschiedenen MFG-Börsen und Suchportale vor.

Ausrangierte MFG-Portale

Da es zugegebenermaßen Arbeit gemacht hat, die ganzen MFG-Börsen zu sammeln und im Interesse der Übersichtlichkeit ich diese nicht alle im Hauptartikel stehen lassen möchte, sammel ich die toten Portale in dieser Liste.

MFG-Börsen

RIP Drive Together

„Drive Together” ist eines der Portale, die mich rätselnd zurücklässt. Ok, die Seite befindet sich noch in einer Testphase. Und über die Gestaltung kann man diskutieren, meine Welt sind die neongelben und neongrünen Farbtöne im Kombination nicht.

Zum einen kann man nach erfolgreicher Registrierung eigene Anzeige schalten. Das Formular zum Erfassen von Mitfahrgelgenheiten sieht zweckmäßig aus, hat aber auch einige unschöne Effekte. Fügt man z.B. einen Zwischenhalt ein (maximal fünf erlaubt), so wird ein neues Formular aufgebaut und alle Angaben sind verschwunden. Ändern von Fahrten nicht möglich.

Zum anderen ist diese Seite ein Aggregator, der Suchergebnisse der verschiedenen Plattformen auflistet (vergleiche Fahrtfinder).

  • fahrgemeinschaft.de
  • mitfahrgelegenheit.de (keine Treffer entdeckt, könnte wohl ähnliche Gründe wie bei fahrtfinder haben)
  • bessermitfahren.de
  • blablacar.de
  • drive2day.de
  • drive-together.de

So die Theorie. Die eigenen Anzeigen konnte ich jedoch nicht entdecken. Vermutlich ein Fehler.

Fazit: Die Funktionen zum Erstellen von Anzeigen sind noch sehr rudimentär. Schmeißt das Feature übe Board und macht den neonfarbenen Fahrtfinder!

RIP Drivemee.de

Noch gestorben, ehe ich einen Beitrag verfassen konnte!

RIP lifteee

„lifteee” ist ein Angebot, was sich an „Hobby Rennfahrer” und „Co-Piloten” wendet. Mit dieser Metapher sticht das Angebot aus der grauen Masse der Mitfahrbörsen heraus. Allerdings finde ich diese Metapher nur bedingt lustig und geht an der Zielgruppe vorbei. Im Zweifel will doch jeder Mitfahrer gesund ankommen – und keinen „Rennstart” auf der Autobahn erleben.

Die Seite ist sehr zweckmäßig aufgebaut. Es gibt keine Registrierung. Nach der Eintragung einer Mitfahrgelegenheit erhält der Fahrer lediglich einen Link, mit der die Fahrt wieder gelöscht werden kann. Optionen zum Kopieren oder Verändern von Anfragen sind derzeit nicht vorgesehen. Treffpunkte ebenso nicht. Keine Zwischenhalte. So ist auch das Formular gestaltet: alles auf einen Blick, aufs nötigste reduziert. Zur Zeitpunkt des Artikels gab es 26 Angebote deutschlandweit.

Fazit: Auf die wesentlichsten Features beschränkt.

RIP meinemitfahrt.de

„Meine Mitfahrt” entstand als direkte Folge zur neuen Preisgestaltung bei mitfahrgelegenheit. In der Projektvorstellung machen sie das auch sehr deutlich:

Meinemitfahrt.de ist eine Seite, die Studenten nach Ostern 2013 kurzfristig als Antwort auf die Kommerzialisierung des Mitfahrtgedankens erstellt haben. Wir wollen, daß Mitfahren für alle einfach und kostenfrei bleibt. So könnt ihr weiter spontan und mobil bleiben. Wir zwingen Mitfahrer nicht zur Registrierung, bitten niemand zur Kasse und sind bestrebt, die beste Plattform für Fahrgemeinschaften zu schaffen.

In der Kürze der Zeit sind noch nicht alle Funktionalitäten vorhanden (z.B. die Umkreissuche). Das Wichtigste: noch Fehlen die Nutzer! Auf der Strecke Hamburg – Berlin gab es einen Treffer binnen einer Woche. Hier ist Bekanntheitsgrad wichtig (wozu hoffentlich auch dieser Beitrag dient).

Das Einstellen einer Mitfahrgelegenheit geschieht in einem einzigen Schritt, in dem alle Details angegeben werden. Die Anordnung und Gestaltung des Formulars ist sicherlich noch ausbaufähig. So ist zum Beispiel der Hinweis zur erfolgreichen Eintragung einer Anzeige unterhalb des Formulars und in der Regel nicht auf den ersten Blick sichtbar, während das Formular immer noch zu sehen ist.

Ein echtes Manko ist die fehlende Möglichkeit, eine Fahrt zu kopieren. Unschön ist ebenso, dass nicht alle Angaben (insbesondere der beschreibende Text!) geändert werden können, sondern nur die Änderung von Abfahrtsort/zeit sowie die Anzahl der Plätze. Ebenso fehlen Zwischenhalte gänzlich.

Das Portal bietet ein „Buchungssystem” an, in dem sich – allerdings nur angemeldete Benutzer – buchen können. Auch ohne Nutzung dieses Systems kann man die Mitfahrer verwalten:

Fazit: Das Projekt hat noch jede Menge Hausaufgaben vor sich. Da die Motivation der Betreiber die Schaffung einer Alternative ist, dürften sie sich mittlerweile auch in den anderen Portalen wiederfinden.

Anmerkung: Der Anbieter findet das Feature zum Fahrt kopieren toll. Könnte also demnächst auch verfügbar sein.

RIP Mitfahren.biz

„Mitfahren.biz” würde ich gerne ebenso in meinen Test aufnehmen. Leider kann ich mich nicht registrieren. Das Formular sagt mir nicht, was falsch ist.

RIP Mitfahrmonster

Das Portal war nur Nutzern von Facebook zugänglich. Daher konnte ich es nicht testen. Aber es ist auch schon ad acta!

RIP MovePlus

„MovePlus”: ist ein Angebot der „GenerationPlus”: für die „mobilen Verbraucher in der zweiten Lebenshälfte”. Das Portal wird indirekt über den ADAC von einem durch den ADAC gegründeten Verein betrieben. In soweit ist das Angebot mit Vorsicht zu genießen. Es ist demzufolge auch nicht verwunderlich, dass die MFG-Börse zwischen Artikeln, die zu gemeinsamen Kochrunden animieren sollen, und ganz tollen Angeboten, wie Donauschifffahrten für 3.750 Euro, eingebettet ist. So die wohlwollende Formulierung für eine moderne, überfrachtete Seite.

Das Portal sieht sich als regionale Mitfahrbörse und ist derzeit beschränkt auf Köln/Bonn und die umliegenden Landkreise sowie den Regierungsbezirk Oberbayern (München). Ob so eine Beschränkung in irgendeiner Weise irgendeinen Sinn macht – keine Ahnung. Der Anbieter bezeichnet es als Pilotregion. Allein aus dieser Restriktion kann es derzeit als ernstzunehmende Börse ausgeschlossen werden. Und wenn man mal die große Übermacht der Autofahrerlobby-Überorganisation betrachtet, ist die Menge an inserierten Fahrten alles andere als üppig (jeweils ca. 20 Einträge für die Ballungsräume).

Ein Rätsel ist es mir, was ich mir unter einer „Fahrinitiative” vorstellen muss. Es wird nicht erklärt. Nach diesen kann man neben Fahrern und Mitfahrern suchen. Beim Inserieren dürfen diese sogar eine Website angeben.

Ein Inserat wird hier in vier Etappen eingeben. Im ersten Schritt wird die Strecke anhand vorgegebener Städte ausgewählt. Bis zu drei Zwischenhalte sind zulässig. Etwas Prosa muss zwingend angegeben werden. Und aus dieser werden dann u.a. auch die Zeilenwechsel entfernt.

Im zweiten Schritt wird der Zeitpunkt angegeben. Hier habe ich viele Fragezeichen. Eine Fahrt kann entweder fest oder flexibel sein. Was ich unter einem flexiblen Angebot verstehen muss, keine Ahnung. Das Angebot kann ein Gültigkeitsende haben. Unter einer „Fahrtfrequenz” versteht der Anbieter nicht etwa den Turnus wiederkehrender Fahrten, sondern die Unterscheidung, ob es nur eine Hinfahrt ist, oder auch retour. Aber das ist nur möglich, wenn die Fahrt nicht „flexibel” ist. Ob das Feature „nach Absprache” so in der Form Sinn macht, sei dahingestellt. Es geht hier nicht nur um die Koordination der Abfahrtszeit, sondern auch des Datums.

Im dritten Schritt werden die Kontaktdaten hinterlegt – letztendlich wird das hinterlegte Profil bestätigt. Und mit einer Übersicht bestätigt man im vierten Schritt das Gesuch oder Angebot oder Fahrinitiative.

Die Suchfunktion ist recht übersichtlich – wenn man mittlerweile verstanden hat, was Fahrinitiativen sind. Die Ergebnisse werden in einer Liste abgelegt. Permanente Links zu den Treffern gibt es nicht (wodurch das Angebot so in der Form nicht in die Suchbörsen integrierbar ist). Die Form der Darstellung ist für größere Datenmengen nicht mehr handhabbar. Weitere Filteroptionen, z.B. nach dem Preis oder dem Datum (!), gibt es nicht.

Da ich zum Zeitpunkt des Testes bereits müde war, ist mir beim Anlegen eines Testinserates leider ein kleiner Fauxpas unterlaufen. Ich verwechselte meinen Namen mit dem, was ich vom ADAC halte. Ich darf zwar „Scheiße” heißen, aber im Beschreibungstext wird mein Name dann gnadenlos herausgefiltert.

Fazit: Finger weg!

Stand: 03.08.2014: Der Verein GND e.V. wurde im März 2014 aufgelöst und damit wurde auch der Internetauftritt GENERATIONplus eingestellt – und damit auch das Portal!

RIP nochplatz

Ich wollte „nochPlatz” testen. Leider bringt die Suche keine Ergebnisse, sondern nur eine Endlosschleife. Der Anbieter arbeitet an einer neuen Version, die diesen Fehler behebt.

RIP PocketTaxi

„Pocket-Taxi” scheint irgendetwas Hochinnovatives zu sein. Was es genau ist, kann ich nicht sagen. Aber es gibt ein „schönes Erklärvideo”. Es könnte auch bei flinc eingebunden sein, wenn da nicht noch ein „weltweit führender Algorithmus” dahinterstecken würde. Also ein Algorithmus, der mich weltweit führt. Und der wurde unter anderem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, dem Europäischen Sozialfond und der Europäischen Union gefördert. Und da öffentliche Gelder geflossen sind, ist es Mitarbeitern größerer Unternehmen wie Siemens oder EnBW vorbehalten. Also eine Gated Community für Mitfahrgelgenheiten. Verständlich. Es soll ja nicht jeder im Firmenwagen der Chefetage eines Energieunternehmens herumkutschiert werden!

Wir möchten uns ganz bewusst vom Tramperimage, „ich hab kein Geld“-Image und weiteren Vorurteilen distanzieren und haben Taxi mit in den Namen aufgenommen, da dies eine sehr luxuriöse und sichere Art des Reisens darstellt.

Wenn ich also PocketTaxi nutzen möchte, muss ich meinen Chef überzeugen. Und der darf dann vermutlich noch mal zahlen, dass ich dann auch auf der gefühlt 258. Mitfahrbörse Fahrten von und zu meinem Arbeitsplatz inserieren darf. Und wenn er mich mit schiefen Augen anschaut, dann sage ich einfach:

Mitfahrzentralen leiden unter einem schlechten Ruf!

Und den zitierten Satz habe ich mir nicht ausgedacht. Die Ursache dahinter ist einfach: die anderen Börsen sind nicht „pendlerorientiert”:

Langwierige Absprachen, Telefonate oder E-Mails verhindern Flexibilität

Lieber nur ein paar Klicks – und den Kick dann am Treffpunkt erleben, wenn der vermeintliche Mitfahrer am genau entgegengesetzten Ausgang eines Bahnhofs wartet. Bis das Portal irgendwann voll durchstartet.

Anmerkung Der Dienst wurde Ende 2013 eingestellt.

RIP raumobil

Ressourcen teilen – Umwelt schonen, so das Motto von „Raumobil”. So zielt das Portal nicht nur auf Fahrtwege ab, sondern auch auf Unterkünfte und Stellflächen.

Zugegebernamßen: solche Startseiten erschlagen mich! Ich weiß gar nicht, wo ich zuerst hinschauen soll. Das ist Stress. Das macht keinen Spaß!

Die Suchtreffer suggerieren erst einmal eine kritische Masse: vier je Tag für eine Stammstrecke von Berlin nach Dresden. Doch das Bild trügt sehr schnell: drei dieser vier Treffer sind persönliche Transferangebote zu einen der Flughäfen (bis zu 208 Euro), der vierte verkauft darüber Lidl-Tickets. Mit anderen Worten: auch dieses Portal hat die kritische Masse noch lange nicht erreicht.

Es gibt drei verschiedene Arten von Profilen: die „schnellregistrierten Nutzer”, die „vollregistrierten Privatnutzer” und die „gewerblichen Nutzer”. Die Unterscheidung zu gewerblichen Diensten ist sicherlich sinnvoll (und kann in der Suche auch herausgefiltert werden). Ein „schnellregistrierter Nutzer” darf nur ein Inserat geschaltet haben, ansonsten sind mehr Daten zu hinterlegen.

Die Erfassung erfolgt in drei Schritten (Strecke / Datum / Preis & Prosa). Nicht herausragend, einfach nur zweckmäßig. Kopieren von Anzeigen ist möglich.

Für mich ist leider nicht nachvollziehbar, warum der Anbieter auf einer Subdomain eine weitere MFG-Börse „VonAnachB” betreibt, deren Funktionumfang der Hauptseite ähnelt (nur ohne gewerblichen Anteil), dennoch seperate Datenbestände vorhält.

Fazit: Mal schauen ;-)

Suchmaschinen

RIP ABC Trips

„ABC-Trips” bezeichnet sich selbst als „grüne Mobilitätssuchmaschine”, wenngleich mir nicht ersichtlich ist, wohin sich diese Seite in Bezug auf Umweltfreundlichkeit unterscheidet. Im Funktionsumfang unterscheidet sich diese Suchmaschine dennoch von den anderen: so werden neben den klassischen Mirfahrten schwerpunktmäßig auch Fernbusportale durchsucht.

Die Suchmenge kann beliebig sortiert bzw. gefiltert werden. Zum Sortieren reicht ein Klick auf den Spaltenkopf. Zum Filtern gibt es unterhalb der Tabelle Einstellungsmöglichkeiten zu allen Spalten (Maximalpreis, Uhrzeit, Portal, …).

Bei den Suchtreffern habe ich keine auffälligen Fehler entdeckt. Bei der Börse MiFaZ bekomme ich keine falschen Ergebnisse.

RIP Drive Together

Dieses Portal ist MFG-Börse und Suchportal in einem. Beschreibung siehe unter MFG-Börsen!

RIP Metacarpooling

Auch zu Metacarpooling gibt es nicht mehr viel zu sagen. Das Prinzip ist gleiche: ich gebe meinen Start und mein Ziel sowie das Reisedatum ein – und das Portal durchsucht eine Vielzahl von Plattformen. Anhand von Testergebnissen konnte ich nur vier Börsen identifizieren, möglicherweise sind es mehr.

Verglichen mit Mitfahrsuche und fahrtfinder ist das Suchformular etwas komplexer. So wird erst das Land ausgewählt, danach der Ort. Warum dabei nur Deutschland, Belgien und Frankreich möglich ist, weiß ich nicht. Eine Suche von Kopenhagen nach Berlin ist damit nicht möglich. Es kann eine Toleranz in Tagen angegeben werden – ein Relikt von mitfahrgelgenheit.de aus früheren Zeiten. Das braucht kein Mensch mehr!

Die Zieltreffer überzeugen mich allerdings noch nicht. Wenn ich Berlin nach Hamburg will, dann will ich nicht von Aachen nach Würzburg!

RIP Mitfahr-Monster

„Mitfahr-Monster” spürt Mitfahrgelegenheiten beim amerikanischer Datensammler Facebook. Er sucht dort nach Einträgen im Sinne von:

Ich fahre am Freitag von München über Düsseldorf nach Berlin mit dem Auto.

Mal abgesehen, dass so eine Freitextsuche, die irgendwas in irgendwelchen Prosatexten erkennen möchte, sehr störanfällig ist und ich bei einer von Berlin nach Hamburg überhaupt keine Treffer bekommen habe, kann ich nicht gutem Gewissens irgendeinen Mitfahrsuchenden empfehlen, über Facebook Mitfahrgelegenheiten zu suchen. Um mit den Personen in Kontakt zu kommen, ist eine Registrierung bei Facebook erforderlich.