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Berlin

Regionalbahnhof Ostkreuz

Heute war es endlich so weit: Ostkreuz ist nun Regionalbahnhof!

Zur Erinnerung noch ein paar alte Bilder vom alten Bahnsteig A von 2009:

Nicht überall wird der heutige Tag der Fahrplanumstellung gefeiert: in Sachsen wird die Bahnstrecke zwischen Meißen und Döbeln eingestellt.

Tegel offen halten?

Die FDP hat ihren Landtagswahlkampf begonnen – und möchte eine schon abgeschlossen geglaubte Debatte mit einem Volksbegehren wieder anfeuern: den Flughafen Tegel dauerhaft erhalten. Berlin braucht Tegel

Ich glaube viel gibt es dazu nicht mehr zu sagen. Oder vielleicht doch?

Wir haben auf jeden Fall im Nordwesten Berlins einen noch funktionierenden Flughafen, der zum Zwecke der schon längst vorgesehenen Schließung auf Verschleiß gefahren wird und deren Start- und Landevorgänge weit mehr Menschen Fluglärm aussetzt als der BER.

Wir haben auf jeden Fall im Südosten von Berlin eine Baustelle von einem Flughafen, der viel Optimismus abverlangt, an Fertigstellungstermine zu glauben.

Und wir haben immer wieder Debatten, die Flughafensituation neu zu überdenken.

Warum eigentlich nun Tegel?

Die rund 8000 Berliner Taxen müssen am Flughafen BER mit Brandenburger Betrieben mithalten, die weniger Gewerbesteuer und niedrigere Versicherungsbeiträge zahlen. Die Erhaltung von Tegel würde für einen fairen Wettbewerb sorgen.

Überfahrener Radfahrer

Am Samstag hat sich in Friedrichshain ein (Verkehrs-)Unfall zugeeignet, bei dem ein Autofahrer einen Radfahrer überfahren und anschließend Fahrerflucht begangen hat. Nach Zeugenaussagen hat es schon zuvor Konflikte zwischen beiden Personen gegeben, u.a. Überholen ohne Einhaltung des seitlichen Sicherheitsabstandes. Noch sind die Ermittlungen im Gange und es steht noch die Frage im Raum, ob sogar der der Straftatbestand der versuchten Totschlages erfüllt ist.

So ein Vorgang macht natürlich nachdenklich, wenn Unfälle nicht nur aus Unachtsamkeit geschehen können, sondern sogar mit Vorsatz. Das Auto als Tatwaffe. (vgl. Tagesspiegel)

Oben U-Bahn, Unten Radbahn

Nach der kontroversen Debatte um den Radschnellweg in den Südosten, gibt es nun eine weitere Vision für einen Radschnellweg durch die Innenstadt zwischen Warschauer Brücke und Bahnhof Zoo:

Die Radbahn:

Schön und illustrativ gezeichnet. Die anvisierte Strecke soll zwischen Warschauer Brücke und Gleisdreick unter der Hochbahntrasse der U1 verlaufen sowie im weiteren Verlauf der Bülowstraße/Kleiststraße unter der U2.

Die Strecke verläuft also größtenteils unter der Hochbahn. Der größte Vorteil wäre der Regenschutz. Der größte Nachteil: der eingeschränkte Platz.

Es gibt einige Hürden zu meistern. An fast allen U-Bahn-Stationen gibt es Treppenaufgänge. Hier sind Konflikte zu den U-Bahn-Nutzern vorprogrammiert. Der Landwehrkanal muss gequert werden. Es gibt viele große und unübersichtliche Straßenkreuzungen.

Das Team hat die Idee, die Querung des Landwehrkanals sowie einiger Kreuzungen mittels einer Brücke zu lösen, die an die Hochbahn angehangen wird. Ob das alles statisch klappt, weiß ich nicht. Es wird auf alle Fälle auch Fragen des Denkmalschutzes tangieren.

Unter der Bahn befinden sich heute Fußwege und Parkplätze – und diese würden mit dem aktuellen Entwurf verloren gehen. Ich teile die Einschätzung des Radbahn-Teams nicht, dass die Fußwege unbenutzt sind. Ich laufe gerne unter der Hochbahn lang. Nur leider gibt es nicht überall Fußwege – eben wegen der Parkplätze. Und leider sind die Fußwege an nahezu allen Kreuzungen unterbrochen. Von daher sollten Fußgänger mit in die Überlegungen einbezogen werden. Mir ist allerdings klar, dass der Platz zwischen den Stelzen nur begrenzt ist.

Ein weiterer Zahn sollte auch gezogen werden: die Initiative bewirbt die Idee u.a. mit Ruhe und Erholung. Und die wird es eingekesselt von Straßen und einer alle zwei bis drei Minuten darüber fahrenden U-Bahn nicht geben. Auch nicht mit ein paar Sträuchern am Rand.

Nichts desto trotz ist es eine sehr schöne Idee, möglichst weite Strecken ohne größere Unterbrechungen passieren zu können.

Mehr Infos zum Projekt

(Ich hab in dem Artikel Dinge wie Radcafés, Reperaturstationen, Grünphasenanzeiger oder Fahrbahnbeläge außen vor gelassen, da diese Themen nichts mit dem Streckenvorschlag zu tun haben, gerne mit und vor allem auch anderswo umgesetzt werden können)

Radarstation am Teufelsberg

Am 17.10. nahm ich an einer Führung auf der Radarstation am Teufelsberg teil. Bisher kannte ich das Areal nur von außen.

Wie auch bei anderen verlassenen Gebäude hat auch hier der Vandalismus Spuren hinterlassen. Aber nicht nur der: auch die Investoren, die auf dem Berg bereits ein Hotel gesehen haben, haben bereits Schäden an den Gebäuden hinterlassen. Zur Zeit tummeln da Künstler herum, die die zahlreichen Wände künstlerisch gestaltet haben. Von daher gleicht das Areal einer Gemäldegalerie des Graffiti.

Neben den optischen Eindrücken ist der Aufenthalt in den Kuppeln auch akustisch sehr beeindruckend: ein immenser Hall mit mehreren Sekunden Verzögerung, der an der Außenhülle kaum absorbiert wird.

Filmreife Flucht

Aus dem Polizei-Bericht

Als Polizisten in der vergangenen Nacht einen Pkw in Marzahn nach einer Ordnungswidrigkeit kontrollieren wollten, reagierte der Fahrer nicht. Die Beamten forderten ihn an der Kreuzung Märkische Allee/Havemannstraße kurz vor 23 Uhr mit Stoppzeichen auf anzuhalten, was er ignorierte und in Richtung Ahrensfelde flüchtete. Zwischenzeitlich hatten die Polizisten festgestellt, dass der Wagen vor einigen Tagen in Hellersdorf gestohlen wurde. Der Pkw flüchtete nun über Eiche, Mehrow, Alt-Landsberg weiter über Vorwerk, Buchholz Wegendorf bis nach Werneuchen. Hier wurde die Fluchtrichtung wieder geändert und die Fahrt ging jetzt über die B 158 zurück nach Marzahn.

Dabei ignorierte der Fahrer fortlaufend weitere Anhalteaufforderungen. Zwischenzeitlich wurde die Verfolgung auch durch den Polizeihubschrauber unterstützt. In Marzahn endete die Fahrt des Toyotas, als er hier die Treppen zum S-Bahnhof Raoul-Wallenberg-Straße hinunterrollte und dort zum Stehen kam. Alle vier Insassen verließen kurz vorher den Pkw und flüchteten zu Fuß. Zivilpolizisten nahmen nach kurzer Nacheile einen 16-Jährigen fest, der dabei leicht im Gesicht verletzt wurde. Er kam zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus und wurde dort seiner Mutter übergeben. Seine drei Begleiter konnten unerkannt über die Gleisanlagen in Richtung Parkfriedhof Marzahn fliehen.

In der Boulevardpresse gibt es ein Video, wie so ein Auto aus einer S-Bahn-Unterführung gezogen wird.