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Brett- und Kartenspiele

Bohnopedia - Die Übersicht der Bohnensorten aus Bohnanza

Eines der besten Kartenspiele ist zweifelsohne Bohnanza. Es werden Bohnen unterschiedlicher Sorten angebaut und anschließen geerntet und verkauft. Wer es nicht kennt, sollte es mal spielen (und nicht von der Regel abschrecken lassen: sie ist komplizierter geschrieben, als es am Ende ist). Dafür gibt es witzig gestaltete Karten und unzählige Wortwitze, in denen irgendwo das Wörtchen Bohn vorkommt.

Neben dem Basisspiel und den verschiedenen Erweiterungen kann man die Bohnen auch beliebig kombinieren. Einheitliche Rückseiten machen es möglich! Da sich aber die einzelnen Bohnensorten gut verstecken, habe ich mal eine kleine Übersicht gemacht, welche Bohnen es gibt: mit Häufigkeit, Bohnometer (das sind die Verkaufspreise) sowie Herkunft. Wenn ich Bohnen übersehen habe, dann ergänzt sie bitte!

Bohnesorte Anzahl 1 2 3 4 5 Grundspiel Erweiterung Besonderheit
Ackerbohne 3 * 3 Erweiterungsset 3. Bohnenfeld für 2
Kakaobohne 4 2 3 4 Erweiterungsset
Gartenbohne 6 2 3 Grundspiel
Rote Bohne 8 2 3 4 5 Grundspiel
Heilige-Geist-Bohne 8 2 3 4 5 Bohn Camillo
Helmbohne 9 2 4 6 Bohn To Be Wild
Schminkbohne 9 Ladybohn 3. Bohnenfeld für 3, Raub für 5
Augenbohne 10 2 4 5 6 Grundspiel
Indianerbohne 10 2 4 5 6 7 Bohn To Be Wild
Fassbohne 11 3 5 6 Bohn To Be Wild
Sojabohne 12 2 4 6 7 Grundspiel, Al Cabohne
Yin Yang Bohne 12 2 4 6 7 8 Bohn To Be Wild
Jamaikabohne 13 3 5 7 Bohn To Be Wild
Stangenbohne 13 3 4 5 6 Al Cabohne
Brechbohne 14 3 5 6 7 Grundspiel, Al Cabohne
Chinabohne 14 5 6 7 ?? Bohn To Be Wild
Schnittbohne 14 4 6 7 8 Telebohn Im Spiel anderes Bohnometer
Chilibohne 15 4 7 9 Bohn To Be Wild
Puffbohne 16 4 5 6 7 Al Cabohne
Saubohne 16 3 5 7 8 Grundspiel, Al Cabohne
Schwarze Bohne 16 3 5 7 8 9 Bohn To Be Wild
Gemeine Bohne 17 3 6 9 Bohn To Be Wild
Feuerbohne 18 3 6 9 9 Grundspiel, Al Cabohne
Kuhbohne 18 5 7 9 11 Bohn To Be Wild
Kidneybohne 19 5 6 7 8 Al Cabohne
Pferdebohne 19 3 6 8 9 10 Bohn To Be Wild
Blaue Bohne 20 4 6 8 10 Grundspiel, Al Cabohne
Cognacbohne 22 5 7 9 10 High Bohn
Weinbrandbohne 22 4 7 9 11 Erweiterungsset
Kaffeebohne 24 4 7 10 12 Erweiterungsset
Wachsbohne 26 4 8 11 13 La Isla Bohnita
Mokkabohne 28 5 8 11 14 La Isla Bohnita

Die Karten von Rabohnzel und Kannobohne sind – da anderes Rückseitenmotiv – nicht kombinierbar! Bei Rabohnzel bewirken die Karten oft zusätzliche Aktivitäten (wie Angriff).

Bohnesorte Anzahl 1 2 3 4 5 Grundspiel Erweiterung Besonderheit
Pflückbohne 9 2 4 5 Rabohnzel
Kapbohne 11 3 5 6 Rabohnzel
Weiße Bohne 14 3 6 7 8 Rabohnzel
Zauberbohne 15 3 6 Rabohnzel
Prinzessbohne 17 2 4 6 7 Rabohnzel
Schwertbohne 19 4 6 8 Rabohnzel
Kakaobohne 4 2 3 4 Kannibohne
Keniabohne 5 3 5 Kannibohne
Rote Bohne 5 2 3 4 5 Kannibohne
Augenbohne 6 2 4 5 6 Kannibohne
Buschbohne 6 3 5 6 Kannibohne
Brechbohne 7 2 3 4 5 Kannibohne

Spielearchiv von René

Falls du mal etwas spielen möchtest (oder nicht unglücklicherweise mir etwas zum Geburtstag schenkt, was ich schon habe), so liste ich nachfolgend meine Sammlung mit Brett- und Kartenspiele auf. Viel Spaß beim Stöbern!

Klassiker wie Domino, Schach, Skat, Mikado usw. sind nicht aufgelistet.

  • (11 Gewinnt)
  • 6 Gewinnt – Kein Spiel für Hornochsen
  • 7 Wonders
    • Grundspiel
    • Leaders
  • Agricola
    • Grundspiel
    • Moorbauern
    • X-Deck, L-Deck
  • (Amytis)
  • Äpfel zu Äpfel
    • Grundspiel (Leihgabe bis ca. 2018)
    • 1. Erweiterung (Leihgabe bis ca. 2018)
  • Black Stories
  • Blokus
  • Bohnanza
    • Grundspiel (2x)
    • Auf der Schwäb’schen Eisenbohn
    • Erweiterungs-Set
    • Al Capone
    • La Isla Bohnita
    • Bohn Camillo
    • (Fan-Bohnanza)
    • Bohn To Be Wild
    • Bohnroeschen
  • Börsenspiel (Edition von 1972)
  • Brügge
  • Carcasonne
    • Grundspiel
    • 1. Erweiterung
    • 2. Erweiterung
    • 3. Erweiterung
    • 4. Erweiterung
    • 5. Erweiterung
    • 6. Erweiterung
    • 8. Erweiterung
    • 9. Erweiterung
    • (Schicksalsrad)
    • Mini-Erweiterungen 1-6
  • Carcasonne Mayflower
  • Claim It
  • Cluedo
  • Das verrückte Labyrinth
  • (Die verbotene Insel)
  • Der Name der Rose
  • Die Werwölfe vom Düsterwald
  • Dominion
    • (Grundspiel)
    • Die Intrige
    • (Seaside)
    • (Alchemisten)
    • Blütezeit
    • Promo: Gesandter + Geldversteck
    • Hinterland
    • Dark Ages
    • Gilden
    • Abenteuer
    • Empires
  • (El Grande)
  • (Finca)
  • Gelb gewinnt
  • (Gemblo)
  • Gipsy King
  • Geschenkt ist noch zu teuer
  • Guillotine
  • Halt mal kurz! (Känguru)
  • Hive
  • Hol’s der Geier
  • Im Schutze der Burg
  • Jenga
  • Jenga – Extreme
  • Jetzt schlägt’s 13
  • Keltis
  • Keltis Reisespiel
  • (Kingdom Builder)
  • Linq sowie Linquer
  • Macht$piele
  • Maori
  • Monopoly
  • Notre Dame
  • Othello
  • Quirky
  • Patrizier
  • Phase 10
  • Risk (Englische Version von Risiko)
  • RoboRally (Leihgabe bis ca. 2018)
  • Quartett
    • Atomkraftwerke
    • BER-Pannen
  • Saboteur
    • Saboteur
    • Saboteur 2
  • Set
  • Siedler von Catan
    • Grundspiel
    • Erweiterung Städte und Ritter
    • Erweiterung Seefahrer
    • Erweiterung Händler und Barbaren
    • Schokoladenmarkt / Ritter Sport
    • Spezieledition für 6 Spieler
    • Reisespiel
  • Sherwood Forest
  • Spelunke
  • Sticheln
  • Stonehenge
  • Suburbia
    • Grundspiel
    • Suburbia Inc.
  • Survive
  • (Thurn & Taxis (Paket inklusive beider Erweiterungen))
  • Trans Europa
  • (Tridom Domino)
  • Trivial Pursuit (Edition von 1984)
  • Ubongo
  • UNO
  • Wizard

Folgende Spiele könnten meine Sammlung sinnvoll ergänzen:

  • Le Havre
  • Dominion – Reiche Ernte
  • Siedler – Entdecker und Piraten

Nicht mehr benötigt werden folgende Spiele (will sie jemand haben?):

  • Ubongo
  • Jetzt schlägt’s 13

Fahrgast, ärgere dich nicht

Mittlerweile gibt es für das S-Bahn-Chaos sogar ein eigenes Brettspiel: Fahrgast, ärgere dich nicht.

Kann man herunterladen und Ausschneiden. Regeln, Spielfeld A2, Ereigniskarten.

Ich habe es noch nicht gespielt, die Regeln ermutigen mich allerdings auch nicht. Es ist ein reines Würfelspiel. Und es scheint auch in keinster Weise ausgewogen zu sein, wenn die Start- und Zielpunkte ausgewürfelt werden. Die Ereigniskarten sind witzig und fassen die Patzer der S-Bahn in den letzten Jahren sehr gut zusammen. Aber für den Spielgedanken bringen sie keinen Pepp rein, wenn die Wirkung sich nur darauf beschränkt, ob man aussetzt oder die Augenzahl des Würfels halbiert wird.

Es erinnert mich an Ohne Bewährung – der offene Strafvollzug hautnah (vorgestellt von der Spielemesse 2007). Eine Art Scotland Yard auf Berlin bezogen, wo man nicht sicher sein kann, ob das Transportmittel einen wirklich zum Gesuchten bringt – das wäre eine spielbare Idee gewesen…

Aufbewahrung der Dominion-Spielkarten

Eins der besten Brett- und Kartenspiele, die in den letzten Jahren rauskam, ist zweifelsohne Dominion. Vor ungefähr zwei Jahren stellte ich das Spiel vor — und die Popularität ist seit dem nicht gefallen. Mittlerweile ist die fünfte Erweiterung (neben den beiden Grundspielen) herausgekommen — und die Kombinatorik in dem Spiel ist sagenhaft.

Das Besondere an dem Spiel ist: jedes Spiel ist anders! In jedem Spiel gibt es zehn individuelle Karten mit bestimmten Funktionen (»Königreichkarten«). Somit muss man seine Strategien bei jedem Spiel auf die jeweilige Situation anpassen. Und diese Karten kann man quer durch alle Editionen und Erweiterungen zusammenstellen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

So lange man natürlich die Karten alle an einem Ort hält, ist das alles kein Problem. Doch wehe man will Dominion einmal transportieren. So ein Grundspiel passt noch in einen Rucksack. Bei einem zweiten Karton wird es schon eng. Von einem möglicherweise dritten oder vierten ganz zu schweigen! Und dabei besteht jede Kiste aus gefühlt 80% Luft.

Und hier ist es traurig, dass der Hersteller keine Lösung parat hat. So habe ich lange darüber nachgedacht, wie man diese Karten befördern könnte. Not macht bekanntlich erfinderich. Einige basteln schicke Holzkkoffer, andere bauen die Dominion-Verpackung um.

Ich scheute den Aufwand, selber so etwas zu basteln. Doch nun kam mir auch eine praktische Idee: ein Sammelalbum!

Wir sehen: Seaside kompakt vs. Hinterland original

Die einzelnen Laschen sind groß genug, damit 10 bzw. 12 Karten reingesteckt werden. Für die Erweiterungen ist es optimal. Die Münzen aus Seaside und Blütezeit wandern mit ins Grundspiel.

SPIEL 2009: Was sonst noch auffiel

Keltis war zum Spiel des Jahres 2008 gekürt worden — doch leider hielt die Begeisterung nicht dauerhaft an. Dieses Problem scheint man nun mit einer Erweiterung ausbalancieren zu wollen. Dazu bin ich nicht mehr gekommen.

Etwas enttäuscht war ich vom Messeauftritt der Lookout-Games. Letztes Jahr überzeugten sie mit Agricola — und mit Le Havre sowie der Agricola-Erweiterung »Die Moorbauern« hätten sie sicher auch wieder Leute überzeugen können. Das Problem bei beiden Spielen ist: ein Durchlauf kostet viel Zeit (doch die sollte man auf der Messe doch haben?). Zum Glück hatte ich vorab schon mal Le Havre testen können — und es ist der perfekte Nachfolger von Agricola. Ähnlich komplex und vielseitig, man erkennt die Handschrift des Erfinders wieder — doch irgendwie auch wieder anders. Die Moorbauern-Erweiterung wurde zur Messe angepriesen und auch hier klingen viele Ideen recht sinnvoll. Aber 25 Euro für eine Erweiterung ist aber auch ein stolzer Preis. Vertrieben wurden dazu neue Spielsteine in neuen Farben. Hier könnte man meinen: ok, wer nun unbedingt Spielsteine in Lila oder Gelb haben möchte ... aber der interessantere Aspekt ist: man plant Regelerweiterungen, damit das Spiel auch mit sechs oder sieben Spielern spielen kann.

Taurus von LudoArt sieht von weitem interessant aus — auch wenn einem die Spielregeln und der Sinn nicht sofort erschließen. Doch das edle Spiel in der edlen Holzbox hat mit 149 Euro auch einen stolzen Messepreis (hier ist es kurz erklärt)

SPIEL 2009: Finca

Finca ist ein leichtes, gut illustriertes Spiel für zwei bis vier Spieler für Zwischendurch, welches nicht sehr viel Konzentration erfordert, aber trotzdem gewisse strategische Komponenten enthalten sind. Wir befinden uns auf Mallorca und sind für den Handel mit dem heimischen Früchten verantwortlich. So beschaffen wir uns Früchte und liefern diese an die Gemeinden aus.

Auf dem Windrad besorgen wir uns Früchte (Die Anzahl der Spieler vom Startfeld zeigt uns an, wie weit wir dürfen. Die Anzahl der Personen auf dem Zielfeld, wie viele Früchte wir bekommen). Und in den zehn Kommunen zeigen die Bedarfe. Man benötigt Eselskarren, mit denen man ausliefern kann. Zudem gibt es Zusatzkarten, die einen das Spiel erleichtern. Wenn eine Kommune genüg Früchte hat, wird die Finca errichtet. Je nach Anzahl der Spieler wird das Spiel zwischen der vierten und sechsten Finca beendet.
Das Spiel hat zudem eine Regel, daß alle gehorteten Früchte zurückgegeben müssen, wenn der allgemeine Vorrat erschöpft ist. Diese ist interessant, kommt jedoch kaum zum Einsatz.

Gewonnen hat der, der die meisten Punkte hat. Jede ausgelieferte Frucht ist ein Punkt. Hinzu kommen Punkte für bestimmte Kriterien (die meisten Zitronen, ...), Serien (Auslieferung von Paketen mit 1 bis 6 Früchten) und nicht genutzte Bonuskarten.

Insgesamt ein nettes Spiel für Zwischendurch, das keine allzu hohe Konzentration erfordert.

Varianten: die Früchte auf dem Windrad kann man so positionieren, daß diese recht unregelmäßig verteilt sind. Zudem wäre das Spiel zu fünft auch interessant, vor allem, da dann die Rohstoffe eher erschöpft sein könnten.

SPIEL 2009: Donna Leon - Gefährliches Spiel

Detektivspiele im Stile von Mister X erfreuen sich doch oft einer gewissen Beliebtheit. Donna Leon ist eine Kriminalautorin, die gerne den Schauplatz Venedig gewählt hat — und da handelt auch das Spiel Donna Leon — Gefährliches Spiel von Ravensburger.

Es ist eine Kombination aus Glücksspiel (wann kommt wer — und wen trifft man zufällig) und Gedächtnisspiel (wer liegt wo?). Es gibt eine Reihe von Plätzen, auf denen Verdächtige unterwegs sind. Einer ist der Mörder. Man muß mit Informanten sprechen, Leute vorladen und am Ende den Mörder verhaften. Für all diese Dinge gibt es Punkte. Die Spielfiguren haben unterschiedliche Charakter, so kann der Polizist vor allem in der unteren Bevölkerungsschicht gut agieren, der Staatsanwalt eher in der oberen. Durch Aktionskarten kann man mit nahezu allen Figuren alles — leider ist man damit am Ende regelrecht überschüttet.

Und es gewinnt am Ende der, der entweder am Anfang mehr Glück gehabt hat oder wirklich das bessere Gedächtnis hat. Also keine Basis für ein interessantes und durchdachtes Spiel.

SPIEL 2009: Klickado

Klickado, ja das klingt wie Mikado. Und mit Geschicklichkeit und langen, dünnen Stäbchen hat das Spiel auch etwas zu tun.

Jeder Spieler hat einen Satz aus kleinen und langen Stäbchen im Vorrat. Dazu kommen einige Stäbchen mit einem Metallring: und die sind für das Grundgerüst am Wichtigsten: denn die zu bildende Konstruktion wird auf einem Magneten gebaut.

Es gibt ein Grundgerüst mit einer Stange. Da dran wird der entscheidende Magnet (der einen Igel symbolisieren soll) angehangen. Nun werden zu Beginn die Stäbchen mit Metall angehangen. Die größte Hürde ist die darauf anschließende Phase, da man dann mit den wenigen Hölzern nun ohne magnetische Hilfe etwas positionieren muß. Dabei gilt die Regel: was zu Boden fällt, geht zu den eigenen Stäbchen. Und Sieger ist am Ende derjenige, der alle Stäbchen als erster verbaut hat.

Die Schwierigkeit nimmt aber im zunehmenden Spielverlauf ab. Irgendwann schafft man es, die Querstange mit einzubeziehen — und dann ist es praktisch nur noch ein Hinlegen. Daher steht der Gewinner einer Partie auch relativ zeitig fest — es sei denn, er macht kurz vor Schluß noch mal einen Reiser.

Empfehlen kann ich das Spiel nicht unbedingt. Die größten Sorgen habe ich mit der Verpackung: damit dasGrundgerüst stabil ist, sind in der Plasteeinlage und einer Pappe zwei Löcher drauf. Leiern sich die Löcher mit der Zeit aus, wird das Spiel sehr wackelig (vielleicht ist es aber auch so gewollt). Wie auch immer: ein Holzbrett wäre schon sinnvoll gewesen.

SPIEL 2009: Dominion - was für eine Welt!

Dominion ist in diesem Jahr zum »Spiel des Jahres« gekürrt und erhielt außerdem den »Deutschen Spielepreis«. Also sollte es auch im Rahmen der Messe ausgetestet werden. Und das Fazit vorweg zu nehmen: es lohnt sich!

In diesem Spiel muß man möglichst Punkte sammeln und die gibt es mit Punktekarten. Aber je mehr Punktekarten man hat, um so mehr sind diese auch wieder Ballast. Mit anderen Worten: derjenige, der führt, könnte durchaus dadurch Nachteile haben — und das macht die Spielidee interessant. Allgemein wird stets in Runden gespielt und in jeder Runde darf man eine Aktion ausführen sowie einen Kauf tätigen. Im Angebot gibt es dabei Aktionskarten (damit man Aktionen überhaupt ausführen darf), »besseres« Geld oder die bereits erwähnten Karten mit den Siegpunkten.

Die größte Hürde dabei ist: die begehrten »Provinzen« mit den meisten Siegpunkten erhält man nicht so ohne weiteres. Und um an die heranzukommen, gibt es verschiedene Strategien. Damit nicht jedes Spiel nach dem gleichen Schema abläuft, wählt man sich aus den 25 möglichen Aktionskarten beliebige zehn aus (die 25 kann man mit Promotionskarten oder Erweiterungen erhöhen). Besonderen Reiz haben interaktive Karten wie die Hexe oder den Dieb, bei dem stets auch der Gegner mit einbezogen wird.

Ungewöhnlich ist, daß das Spiel gleich in zwei verschiedenen Basisvarianten an den Start gegangen ist. Diese unterscheiden sich nur durch die Aktionskarten. Und die erste Erweiterung ist auch bereits am Start.

Etwas eigenartig ist das Öffnen der Verpackung. Die ungefähr 500 Karten müssen erst einmal sortiert werden, doch in einzelnen Kartenpaketen sind die Karten bereits gut gemischt.

Der Tiefstpreis auf der Messe lag bei 20 Euro.

bytheway: Die Regelerklärung zum Thronsaal ist etwas konfus. Hat jemand das Regelwerk verstanden, was passiert, wenn zwei Thronsäle in Folge eingesetzt werden?

SPIEL 2009: DiXit

DiXit ist ein Gesellschaftsspiel von Jean-Louis Roubira, daß bereits in Frankreich eine gewisse Popularität erlangt haben soll. Eine deutsche oder gar englische Beschreibung ist nur schwer zu finden.

Hauptbestandteil des Spieleverpackung sind Karten mit Bildern. Jeder Spieler hat dann fünf Karten auf der Hand und der Reihe nach erzählt ein Spieler eine Geschichte zu diesem Bild und legt die Karte verdeckt ab. In der Praxis sind das eher kurze Umschreibungen wie bei Tabu. Alle anderen Spieler legen nun der Reihe nach eine ihrer Karten ebenso verdeckt ab, von der sie denken, sie trifft am besten zu. Dann wird gemischt und die anderen Spieler dürfen nun raten, welche Karte vom Erzähler ist. Ausgehend von den Tips gibt es dann Punkte. Für den Erzähler ist es schlechter, wenn ihn alle oder keiner erraten hat.
Und dann wird nachgezogen und der nächste Spieler ist dran.

Und das wars auch schon mit dem Spiel. Der Spielausgang ist in erster Linie dadurch geprägt, wie unterschiedlich gut sich die Teilnehmer kennen — denn dann kann man verdeckt um die Ecke Hinweise geben. Ein weiteres Problem ist, daß die zur Verfügung stehenden Karten relativ schnell durchgespielt sind und dann bekannt ist, was es alles für Motive gibt. Also nicht wirklich empfehlenswert. Aber die Idee kann man ja selber mit Fotos (einheitliches Fotopapier!) umsetzen.

Anmerkung: Für ein Online-Spiel mit riesiger Bildgalerie wäre das eine nette Idee.

Nachträgliche Anmerkung: Das Spiel wurde zum Spiel des Jahres 2010 gekürrt. Schade.