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frickel ...

Kleine Pause und viele Lecks

In letzter Zeit ist es hier auf der Seite etwas ruhiger geworden. Aber keine Sorge: in Kürze steht eine komplette Neustrukturierung dieser Seite an. Mehr dazu in Kürze.

Wesentlich mehr los ist dafür diesen Monat bei der Chronik der Datenpannen : Sage und schreibe 23 Pannen sind im aktuellen Monat bereits zusammenkommen – ein trauriger Höchststand in den zweieinhalb Jahren des Bestehens der Seite.

Adobe ... Beenden!

Ein Klassiker, wie man Schaltflächen niemals gestalten sollte:

Und das Bild ist ein dreiviertel Jahr alt. Ich klicke seit dem nun fast jedes Mal als erstes auf Beenden. Manchmal klicke ich auch noch die (gefühlt nicht geänderten) Lizenzbestimmungen an und dann ist die Maus so schnell auf Beenden. Den Knopf zum Installieren nimmt man einfach nicht wahr!

Kleines Knobelrätsel für PHP

Im PHP-Code meiner Seite suchte ich eben nach der Ursache für ein eigenartiges Verhalten. Kurz zusammengefaßt und als Rätsel verpackt:

$var1 = 1;
$var2 = 0;

$var3 = $var1 && $var2;
$var4 = $var1 and $var2;

echo "$var3,$var4";

In der Ausgabe lieferte allerdings nicht »,«, sondern »,1«. Warum?

"Die Welt" und die Zweitwohnungsteuer

In der Zeitung »Die Welt« ist vor Weihnachten ein Artikel über die Zweitwohnungsteuer erschienen. In der Printausgabe gab es dazu eine Grafik, in der die höhsten und niedrigsten ZWS-Städte in einer Grafik gegenübergestellt worden sind. Auffallend an der Grafik ist, daß vor allem in Bodenseenähe hohe Steuern eingetrieben werden — immerhin ist diesem Gebiet auch die Steuer einmal erfunden worden.

Auf den Artikel selber hat mich ein Besucher der Seite hingewiesen. Vor allem die Aussage, daß die höhste Steuer mit 28% hätte, erweckte mein Interesse: Murnau ist eine Stadt mit Staffelsteuer. So ohne weiteres läßt sich so eine Aussage mit 28% nicht halten. Ich habe daher vor einigen Jahren damit angefangen, bei Staffelsteuern einen Vergleichssteuersatz zu ermitteln, in dem ich die Steuern für sechs fiktive Mieten ermittle. Und diese Zahl steht nun in der Welt?

Ursprünglicher Link

Die Welt nennt als Quelle das Institut der deutschen Wirtschaft Köln. Die haben sich im Dezember auch mit der Zweitwohnsitzsteuer befaßt — und dazu auch eine Grafik publiziert:

Aber anders als in der Welt geben diese auch als Quelle meine Zweitwohnsitzsteuer-Seite an.

Die Zahlen werden übrigens automatisch ermittelt: auf der Seite gibt es eine Datenbank mit mittlerweile fast 400 Städten und Gemeinden — und über diese werden ein paar kleinere Statistiken erstellt.

Programmempfehlung: RegEx-Trainer

Eher zufällig bin ich über ein sehr nützliches Werkzeug zum Testen von regulären Ausdrücken gekommen: RegEx-Trainer von Jürgen Auer.

Anstelle in geschriebenen Programmen reguläre Ausdrücke zu erproben, kann man diese verhältnismäßig schnell in einem Windows-Programm ausprobieren. Man gibt einen zu durchsuchenden Text ein, dazu den regulären Ausdruck – und bekommt im dritten Teil des Fenster die gefundenen Ergebnisse angezeigt.

Und wieder einmal im Fernsehen...

Aber im Gegensatz zum letzten Jahr nicht ich persönlich, sondern nur meine Zweitwohnsitzsteuer-Seite. Diese war in der ARD-Sendung »Ratgeber Wohnen+Bauen« am 12.09.2010 zu sehen. Entdeckt habe ich zufällig in der Statistik, seit der Ausstrahlung sind über die Seite 98 Besucher direkt auf die Seite gelangt.

Ursprünglicher Link

Die gefilmte Szene ist nahezu identisch mit der vom letzten Jahr. Zuerst wird etwas in eine Suchmaschine eingetippt (wer genau hinschaut: sie suchen nach »Zweitwohnsteuer«), es werden einige Suchvorschläge angezeigt. Dann landen sie drauf und scrollen etwas durch meine Städtedatenbank. Ratgebersendungen neigen scheinbar gerne dazu, ganz pauschale Tips zu geben:

Unser Tip um die Steuer zu vermeiden: die Studentenbude als Erstwohnung anmelden und das Zimmer bei den Eltern abmelden.

Auch wenn das in vielen Fällen möglich ist, man sollte bei rechtlichen Dingen stets den Einzelfall prüfen. Das betrifft vor allem auch das Kapitel Urteile. Aber für Ausdifferenzierung bleibt bei 30 Sekunden natürlich keine Zeit. Wer es sich anschauen will: der relevante Abschnitt beginnt ziemlich genau bei 20:00.

Die geräuschlose Maus

Liebe Hardware-Industrie,

Gibt es eigentlich im Jahr 2010 immer noch keine geräuschlosen Computermäuse? Also eine, wo ich vor allem den Tastendruck absolut nicht höre? Eine Maus, die man auch da verwenden kann, wo es ruhig sein muß — also z.B. in einer Bibliothek, im Ruhewagen bei der Bahn, für das Großraumbüro, ...

Bei Lüftern optimiert man, was man kann. Bei Festplatten optimiert man... aber bei Mäusen? Ich meine, es kann ja nicht so schwer sein, oder? Wenn ich sanft auf die Maustasten meines ThinkPads klicke, höre ich praktisch gar nichts. Warum kann es das nicht auch als seperates Eingabegerät geben?

Die Patentfesseln der digitalen Kameras

Wenn man eine Kamera kauft, sollte man erwarten können, daß man die Kamera auch für jegliche Zwecke nutzen kann, gerade auch im höheren Preissegment. Wenn man allerdings einen Blick in das Kleingrdruckte wirft, so wird man feststellen, daß dies nur für den privaten Sektor gilt. Für kommerzielle Videos benötigt man eine Lizenz für die eingesetzten Komprimierungsverfahren. Ein Ausschnitt aus dem Handbuch der Canon XL H1A für ca. 5.000 Euro:

JEGLICHE VERWENDUNG DIESES PRODUKTS, AUSSER ZUM PERSÖNLICHEN GEBRAUCH IN EINER WEISE, DIE DEM MPEG-2 STANDARD FÜR DIE KODIERUNG VON VIDEO-INFORMATIONEN FÜR PACKAGED MEDIA ENTSPRICHT, IST IM ANWENDUNGSBEREICH DER PATENTE DES MPEG-2 PATENT PORTFOLIO OHNE MPEG LA-LIZENZ AUSDRÜCKLICH UNTERSAGT; EINE DERARTIGE LIZENZ IST ERHÄLTLICH BEI MPEG LA, L.L.C., 250 STEELE STREET, SUITE 300, DENVER, COLORADO 80206, USA.

Grund sind also wieder einmal Softwarepatente, im Groben geht es um die Komprimierung von Videos (via Linux und Ich).

Die rechtliche Frage wäre aber in der Tat interessant, ob dies so haltbar ist. In der Regel wird man beim Kauf von Kameras nicht darauf hingewiesen, daß die Lizenzen zur Nutzung seperat erworben werden müssen — daher wäre dies eine nachträgliche Einschränkung.