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Kraftwerk in Berlin

Kraftwerk wird im Januar nach Berlin kommen und 8 3D-Konzerte in der Neuen Nationalgalerie geben. Die Preise sind mit 71,50 Euro: durchaus fürstlich.

Das Besondere ist aber, dass gerade die Band, die Anfang der 80er über Datenschutz und die Daten beim BKA sangen, nun ausschließlich personifizierte Tickets verkaufen – einerseits zur Verhinderung des Schwarzmarktes, andererseits damit jeder nur an maximal einem Konzert teilnehmen kann.

Interpol und Deutsche Bank
FBI und Scotland Yard
Kraftwerk und das BKA
Haben unsere Daten da

VNV Nation - Live auf der Festung Königstein

Am 16.08. war ich wieder auf die Festung Königstein mit VNV Nation. Während im letzten Jahr Apoptygma Bezerk ein saugeniales Konzert hingelegt haben, war ich dieses Mal nicht so begeistert!

Eine Festung als Veranstaltungort ist etwas Besonderes! Irgendwo abgelegen, von oben schöne Aussicht, eingerahmt von fetten Mauern, oben Frischluft. Aber die Durchführung eines Konzertes ist auf so einer Festung auch aufwendiger als irgendeiner Halle, in der fast täglich Bands ein- und ausgehen. Ich hatte gehofft, dass die organisatorischen Probleme des letzten Jahres einigermaßen gelöst waren. Es ist irre, eine vierstellige Anzahl von Menschen binnen kurzer Zeit über einen Fahrstuhl zu befördern. Stau beim Einlass. Stau am Ende! Und eine der beiden Toiletten ist bei Konzertende nicht mehr erreichbar, weil die sich hinter dem Fahrstuhl befindet! Ist man unten angekommen, wartet ein sehr gefährlicher Fußweg. Gefälle, Sandsteine und absolute Dunkelheit. Dafür ist dann unten, wo selbst der Mond für ausreichend Beleuchtung sorgte, alles beleuchtet!

Die Akustik ließ leider etwas zu wünschen übrig. Ich habe nichts gegen laut. Dafür bin ich selten genug auf Konzerten. Aber wenn laut, dann muss die Technik das auch hergeben. Und das tat es nicht. Es war übersteuert. Und dann leidet die Musikqualität. Und auf jeden Fall auch mein Ohr!

Die Vorband hieß Head Less. Sie schien im Fanpublikam ihre Fangruppe zu haben. Aber so richtig überzeugte sie mich nicht. Der Sänger war sehr charismatisch. Er wedelte mit dem Mikrofonständer, so dass man durchaus Angst um die Bühneneinrichtung haben musste.

Dann die obligatorische, sich ewig ziehende Umbaupause!

Ronan Harris war gesundheitlich angeschlagen. Das ist schade. Gute Besserung!

Es mögen die Geschmäcker auseinandergehen, aber ich finde permanente Publikumerheitung nervend. Zumindest gehe ich wegen der Musik und nicht wegen der ständigen „Louder”-Schreie hin. Es gab Stücke, da verpasste Ronan dadurch den Einsatz, dann hinkte er eine ganze Strophe lang jeweils eine Zeile hinterher und wurde plötzlich vom Übergang überrascht. Ich finde es schöner, wenn live die Lider anders arrangiert werden. Bei Illusion wurde eine Refrainwiederholung beispielsweise eingebaut.

Bei „Perpetual” dehnten sie das Ende immer weiter aus. Da wiederum witzig ein Teil auch auf Deutsch übersetzt.

„Solitary” ist und bleibt eins der stärksten Lieder. Auch eins der schönsten des Abends. Hier war die Besonderheit, dass sie eine weitere Strophe angehangen haben (ich glaube, die gab es mal in irgendeinem Remix). Und eine kleine Umdeutung des Textes, den er viel stärker auf sich nun betonte.

„Legion” startete sehr ruhig und entspannt („Too close mix”). Der Übergang klang holprig. Unausgefeilt. Und das eigentliche Lied … mmh. Mir fehlte die Basslinie? Ich hörte nur Schlagzeug und Melodie, aber der Mittelbau fehlte. Und der machte das Lied es aus.

„Control”. Nicht meine Welt. Sorry. War so ein Füllstück vom Album, was unter einem anderen Interpreten wohl eine andere Zielgruppe erreicht hätte. Klingt nicht nach VNV. Ich empfand es als Krach. Und dieses ständig sich wiederholende, arg geschriene und arg übersteuerte „I Want Control” ging mir auf den Zeiger.

Wenn ich mal nen Wunsch für eine Open-Air-Set-Liste äußern darf: Titel wie Endless Skies, Forsaken, Left Behind oder Holding On. Alles extrem ruhige Titel, die einen wunderschönen Ausklang geben.

Michael Rother - Morning After (Lonliness)

Die deutsche Antwort auf Café Del Mar nennt sich Milchbar und wird von den Trance-DJs Blank&Jones zusammengestellt. Die erste Ausgabe der CD-Reihe und schmückt mein CD-Regal. Mit Ausnahme von Titel Nummero 2 („Pochill”) eine runde Scheibe zum Entspannen.

Mein persönlicher Lieblingslied ist das Lied „Morning After” von Michael Rother:

Sehr entspannt. Sehr traurig. Vor allem die Stimme von Sophie Williams bleibt im Ohr. Etwas überrascht war ich, dass die männliche Stimme von Herbert Grönemeyer stammen soll.

Arcade Fire - in Dresden und Berlin

Zunächst die gute Nachricht: Arcade Fire treten wieder in Deutschland auf. Etwas ungewöhnlich ist dieses Mal, dass neben Berlin einzig ein Konzert in der Dresdner Jungen Garde geplant ist (Tickets).

Die schlechte: die Ticketpreise sind enorm gestiegen.

Jahr Album Ticketpreis
2007 Neon Bible 25,60 Euro
2010 Suburbs 32,90 Euro
2014 Reflektor 46,44 Euro

Löblich ist, dass diese Tickets nicht bei der Spammer-Organisation Eventim zu erwerben sind. Damit wird das Versprechen von Eventim nicht eingehalten, wenn man über neue Termine informieren möchte.

Grossstadtgeflüster - Weil das morgen noch so ist

Nettes Lied mit Ohrwurmcharakter:

Weil das morgen noch so ist – Weil das immer schon so war!

Im Videoclip radeln sie durch Berlin, so u.a. Warschauer Straße, Leipziger Straße, Yorkbrücken, Dreieck Neukölln, … – aber wo sind diese bunten Graffitiwände bei ca 1:35? Aus den Kommentaren gab es den Hinweis:

in mitte rechts neben der leipzigerstraße wenn du in richtung potsdamerplatz fährst höhe? spittelmarkt so ungefähr…

Ich habe es noch nicht entdeckt!

Auflösung

Hier ist das gewünschte Gebäude:

Und so sieht es da derzeit aus:

The Airborne Toxic Event Event

Gestern besuchte ich das Konzert von The Airborne Toxic Event im Hamburger Übel & Gefährlich. Zeit für eine kleine Konzertkritik. Und die fällt dieses Mal in der Tat kurz aus. Denn das Konzert war es auch. Nach noch nicht einmal einer Stunde verließen die Musiker das erste Mal die Bühne und spielten als obligatorische Zugabe noch zwei Titel (vgl. Setlist). Das ist ehrlich gesagt sehr kurz – und dürfte mein persönliches kürzestes Konzert bisher gewesen sein (also für das ich regulär Eintritt zahlte).

Neben der Kürze gab es auch bei der Akustik Abstriche. Es war einfach schlecht abgemischt. Die Gitarren drückten zu oft den Rest weg. Es übersteuerte öfters. Viele Titel klangen dadurch auch rauher, als sie vermutlich klingen sollten.

So ging leider auch das markanteste und bekannteste Lied der Band unter: Sometime Around Midnight. Verglichen mit dem grandiosen Klang der Studioversion konnte es live nicht mithalten. Mal abgesehen, dass das schnellere Tempo dem Lied nicht gut tat, ging auch der sukzessive Aufbau des Liedes flöten.

Ansonsten viele schöne Titel, viele kannte ich vorher auch nicht (hatte mich nicht übermäßig auf das Konzert vorbereitet). Die Stimmung war ansonsten gut. So gut, dass einige besonders Aktive auch dem Sänger auffielen oder er einige Späße sich erlaubte. Die Vorband The Drowning Men passte sehr gut zur Hauptband – und ist empfehlenswert.