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Linktausch bei datenleck.net

Bei meinem Projekt datenleck.net häufen sich zur Zeit Anfragen zum Setzen und Tauschen von Links. Hier meine (nicht ganz ernst gemeintes) Anleitung in 3 Schritten, wie eine Verlinkung bei datenleck garantiert ist:

  • Organisieren Sie ein Datenleck! Verwenden Sie eine fünf Jahre alte Version einer Webshop-Software. Lassen sie einen Firmenlaptop mit unverschlüsselten Daten auf einer Parkbank liegen. Entsorgen sie vertrauenswürdige Dokumente grundsätzlich ungeschreddert in öffentlichen Papierkörben. Seien sie kreativ!
  • Veröffentlich sie eine Presseerklärung, in der sie über Art und Umfang der Panne beschreiben (auf einer permanent gültigen Adresse)
  • Tragen sie die Panne direkt ein

Einige Gedanken zur Motivation der neuen Seite

Im Winter 2004 entstand meine damalige Seite: Es sollte einfach eine Seite sein, in der chronologisch Beiträge erscheinen, auf die kommentiert werden kann. Ich kannte bereits die Seite von Thiemo, die auf jeden Fall eine wertvolle Inspiration war. Nach gut drei Monaten Bauzeit war ich fertig – und erfuhr, dass es ein Weblog sei.

Einige Besonderheiten hatte die Seite dennoch gehabt: oftmals war damals das Tageuch ein Modul einer kompletten Seite gewesen. Bei mir war es genau umgekehrt: alles wurde chronologisch in eine Baumstruktur einsortiert. Und für das Fotoarchiv (plus weiterer unbenutzter Feautures) wurden zusätzliche Skripte eingebunden.

Damit war ich einige Monate glücklich. Doch schon bald stellte sich der Pflegeaufwand bei den Bildern heraus. Das Fotoarchiv war zwar sichtbar in die Seite integriert, technisch aber eben eine eigene Insel. Ich konnte Bilder vom Fotoarchiv nicht in Beiträgen einbinden und umgekehrt. Ich hätte es umprogrammieren können. Das war die Zeit, in der ich durchaus mit einer Umstellung zu Wordpress gebliebäugelt hatte.

Doch Fotogalerien lassen sich mit Wordpress nicht wirklich sinnvoll handhaben. Mit b2evotlution (das war die Software hinter „Leben in Dresden”) ebenso nicht. Ich testete einzelne Foto-Plugins. Ich schaute mir MoveableType und Serendipity an, ich testete einige klassische CMS wie Drupal oder Joomla. Aus Mangel an Tabellenpräfixen bei einzelnen Systemen liegen noch heute Tabellen auf meiner alten Datenbank herum, deren Herkunft ich nicht mehr zuordnen kann. Ich schaute mich um, wie es andere lösten: entweder sie lagerten die Bilderverwaltung zu flickr aus oder sie betrieben separate Fotoblogs.

Mir gefiel kein Ansatz. Also entstand die Idee, selbst einen zu schaffen.

Ein zweiter Punkt missfiel mir bei einer Vielzahl von Systemen: ich wollte keine separate Admin-Oberfläche mehr haben.

Also starterte ich am 5.9.2005, also noch vor meinem Auslandssemester, mit der Umstellung. Der erste Ansatz missglückte an der Komplexität von regulären Ausdrücken. Es war einfach zu viel!

Nebenbei entstand während des Auslandssemesters die Seite zur Zweitwohnsitzsteuer. Danach passierte fast zwei Jahre nichts – bis ich 2008 eine neue Idee hatte.

Ich betrachtete alles wie Objekte – und jedes Objekt bekommt systemweit eine eindeutige ID. Dieser Ansatz nahm die Komplexität aus den regulären Ausdrücken. Und die wesentlichen Bestandteile der neuen Seite entstanden. Ins Stocken geriet das Vorhaben, als ich ein Berechtigungskonzept implementierte: allein die Abfrage zur Ermittlung der Objekte, die in der Übersicht gezeigt werden sollte, benötigt mehr als 2 Sekunden. Der Datanbank-Join zwischen Tabellen, der mehrfach mit „Oder” verknüpft wurden, benötigte Unmengen an Ressourcen. Heute kann ich nur sagen: zum Glück. Der Ansatz, Berechtigungsregeln auf jedes Objekt festzulegen, ist zwar flexibel, aber in der Praxis nur schwer handhabbar (zumindest für eine im privaten Bereich betriebene Seite).

Es dauerte weitere zwei Jahre, bis ich wieder ernsthaft die Arbeit aufnahm. Zwischendurch entstand Datenleck. Beim Berechtigungskonzept stellte ich mir die Frage, wieviel ich denn wirklich brauchte. Es sollten ein paar Freunde mehr Fotos zu Gesicht bekommen. Und mich davor bewahren, ständig neue DokuWikis anzulegen, wenn ich mit Bekannten etwas zusammentragen will. Die weitere Entwicklung erfolgte in mehreren Schüben. Auf einen aktiven Monat folgten mehrere inaktive Monate – bis ich im Juli 2011 in die Testphase überging. Nebenbei entstand nach all den Jahren auch ein neues Layout (ursprünglich sollte es bestehen bleiben sollte). Neben der Ausbesserung von Fehlern fehlte eigentlich nur noch das finale Datenmigrationsskript, mit dem ich die alten Einträge übernehmen konnte.

Doch dann kam die Berliner Wahl – und alles verzögerte sich um ein weiteres Jahr!

Wenn es meine Zeit zulässt, will ich meine Skripte demnächst zu einem Paket schnürren, damit auch andere diese Seite nutzen können…

"Leben in Dresden" ist geschlossen

Vor eineinhalb Wochen ging meine neue Seite an den Start. Die ersten Ausbesserungen sind durch, insbesondere Layout und kleinere Schusselfehler. Nebenbei habe ich auch verschiedene kleinere Projekte mit unter das Dach der neuen Seite gezogen – und habe mein Archiv auf dem Webserver aufgeräumt.

Der wichtigste Punkt war hierbei das Ende für Leben in Dresden. Die Seite habe ich nach mehrere inaktiven Jahren komplett geschlossen. Eine statische Eingangsseite erinnert noch an das Layout. Von den damals knapp über 100 geschriebenen Artikeln habe ich 18 übernomme und konkrete Weiterleitungen eingerichtet.

Ansonsten wurde unter anderem eingemeindet:

Startschuss für die neue Seite!

Wenn du heute auf meine Seite gehst, wirst du feststellen, es hat sich einiges verändert. Sie sieht vor allem anders aus. Luftiger, Lockerer, Leichter.

Die Silhouette des Dresdner Stadtbildes, die auch Jahre noch nach meinem Umzug nach Berlin den Seitenkopf prägte, ist verschwunden. An dessen Stelle gibt es nun eine kleine Graffiti-Kritzelei. Ganz ortsneutral ist die Grafik allerdings nicht: die beiden kleinen Dreiäugigen zierten mehrere Jahre das in der Nähe befindliche Lido. Da sind die Wände mittlerweile gestrichen wurden, bei Googles Straßenansichten waren sie verdeckt (die Hände kann man sehen). Und als Gimmick gibt es – na, das wird nicht verraten!

Neben dem neuen Layout hat sich ebenso der gesamte Unterbau verändert. Wie schon die alte Seite ist auch diese Marke Eigenbau. Allerdings ist dies nun nicht mehr klassiches Weblog, sondern eher eine Vermischung mit einem Content-Management-System. Zur Motivation und den Gedanken dahinter werde ich den nächsten Tagen noch etwas schreiben, ebenso wie einige Dinge der Umsetzung.

Zu den wichtigsten Featutes:

  • Du kannst dich anmelden – und ich kann dir Zugriff zu weiteren Dingen einräumen (z.B. eignet es sich für Fotos, die ich nur dem Teilnehmerkreis zur Verfügung stellen will)
  • Die Such- bzw. Filtermöglichkeiten wurde verändert. Bei jedem Aufruf meiner Seite wird – ob du willst oder nicht – ohnehin die Suchfunktion aufgerufen. Es ist der eigentliche Kern der neuen Seite. So ist es auch möglich, jederzeit irgendeinen Parameter einfach so an die Browseradresse zu hängen. Oder an den RSS-Link. Oder…
  • Neue Kategorien, die sich wie Sätze lesen lassen sollen – fängt man von oben an (noch nicht alle Artikel sind richtig einsortiert)
  • Du kannst andere Objekte der Seite einbinden. include(id). So kann man mehrfach auf einzelne Dokumente oder Bilder verweisen.
  • Du kannst nahezu alles kommentieren. Auch die Zufallszitate, Bilder, Bildergalerien, Karten, …
  • Die Zufallszitate sind nun eine persönliche Zusammenstellung.
  • Wenn ich Musik- oder Videodateien hochlade, können diese direkt in der Seite wiedergegeben werden
  • Du kannst die Seite auch in Mobiltelefonen anschauen. Anbängig von der Breite des Fensters sieht sie Seite anders aus. Probiere es aus: mach den Browser klein – bis ca. 400 Pixel.

Alle alten Beiträge, Kommentare und Fotos wurden (sofern nicht völlig obsolet) übernommen. In Einzelfällen kann es zu Darstellungsfehlern kommen. Wenn du bisher auf irgendetwas verlinkt hast, so gibt es Weiterleitungen (außer bei heiß eingebundenen Fotos).

Wenn du Fehler oder Wünsche hast, so laß es mich wissen: mein Bugtracker

Ich freu mich auf Feedback!

Ein persönlicher Dank an alle, die mich in den letzten Jahren bei diesem Projekt unterstützt haben, sei es durch Anregungen, Diskussionen, Ideen. Allen voran, aber nicht ausschließlich Nini, Thiemo, Andreas, Claudia, Pablo, Richi, Jens.

Abschied vom dunkelgrünen Layout nehmen

Voraussichtlich am Samstag wird meine neue Seite an den Start gehen. Das düstere Grün vom Jahre 2004 wird nach über acht Jahren verschwinden. Wer sich das rustikale Layout noch einmal ansehen möchte, der sollte es jetzt tun!

Ein kleiner Vorgeschmack:

Zwei Hinweise zur Umstellung:

  • Wer die Seite per RSS abonniert, kann sich zurücklehnen. Der RSS-Link ist einer der wenigen, die sich nicht ändern wird.
  • Alle anderen Adressen werden sich verändern. Aber es wird Weiterleitungen geben (mit Ausnahme heiß eingebundener Grafiken).

Und, im Stile der »Was-ist-das-Fragen«: Was wird den künftigen Seitenkopf zieren?

Kleine Pause und viele Lecks

In letzter Zeit ist es hier auf der Seite etwas ruhiger geworden. Aber keine Sorge: in Kürze steht eine komplette Neustrukturierung dieser Seite an. Mehr dazu in Kürze.

Wesentlich mehr los ist dafür diesen Monat bei der Chronik der Datenpannen : Sage und schreibe 23 Pannen sind im aktuellen Monat bereits zusammenkommen – ein trauriger Höchststand in den zweieinhalb Jahren des Bestehens der Seite.

"Die Welt" und die Zweitwohnungsteuer

In der Zeitung »Die Welt« ist vor Weihnachten ein Artikel über die Zweitwohnungsteuer erschienen. In der Printausgabe gab es dazu eine Grafik, in der die höhsten und niedrigsten ZWS-Städte in einer Grafik gegenübergestellt worden sind. Auffallend an der Grafik ist, daß vor allem in Bodenseenähe hohe Steuern eingetrieben werden — immerhin ist diesem Gebiet auch die Steuer einmal erfunden worden.

Auf den Artikel selber hat mich ein Besucher der Seite hingewiesen. Vor allem die Aussage, daß die höhste Steuer mit 28% hätte, erweckte mein Interesse: Murnau ist eine Stadt mit Staffelsteuer. So ohne weiteres läßt sich so eine Aussage mit 28% nicht halten. Ich habe daher vor einigen Jahren damit angefangen, bei Staffelsteuern einen Vergleichssteuersatz zu ermitteln, in dem ich die Steuern für sechs fiktive Mieten ermittle. Und diese Zahl steht nun in der Welt?

Ursprünglicher Link

Die Welt nennt als Quelle das Institut der deutschen Wirtschaft Köln. Die haben sich im Dezember auch mit der Zweitwohnsitzsteuer befaßt — und dazu auch eine Grafik publiziert:

Aber anders als in der Welt geben diese auch als Quelle meine Zweitwohnsitzsteuer-Seite an.

Die Zahlen werden übrigens automatisch ermittelt: auf der Seite gibt es eine Datenbank mit mittlerweile fast 400 Städten und Gemeinden — und über diese werden ein paar kleinere Statistiken erstellt.

Und wieder einmal im Fernsehen...

Aber im Gegensatz zum letzten Jahr nicht ich persönlich, sondern nur meine Zweitwohnsitzsteuer-Seite. Diese war in der ARD-Sendung »Ratgeber Wohnen+Bauen« am 12.09.2010 zu sehen. Entdeckt habe ich zufällig in der Statistik, seit der Ausstrahlung sind über die Seite 98 Besucher direkt auf die Seite gelangt.

Ursprünglicher Link

Die gefilmte Szene ist nahezu identisch mit der vom letzten Jahr. Zuerst wird etwas in eine Suchmaschine eingetippt (wer genau hinschaut: sie suchen nach »Zweitwohnsteuer«), es werden einige Suchvorschläge angezeigt. Dann landen sie drauf und scrollen etwas durch meine Städtedatenbank. Ratgebersendungen neigen scheinbar gerne dazu, ganz pauschale Tips zu geben:

Unser Tip um die Steuer zu vermeiden: die Studentenbude als Erstwohnung anmelden und das Zimmer bei den Eltern abmelden.

Auch wenn das in vielen Fällen möglich ist, man sollte bei rechtlichen Dingen stets den Einzelfall prüfen. Das betrifft vor allem auch das Kapitel Urteile. Aber für Ausdifferenzierung bleibt bei 30 Sekunden natürlich keine Zeit. Wer es sich anschauen will: der relevante Abschnitt beginnt ziemlich genau bei 20:00.