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Skript Version 1.10 vom 08.03.2016 (Prod)

Präsentation mit Impress!ve

Ein sehr interessantes und nützliches Programm ist impress!ve.

Wie soll man das Programm am besten beschreiben? Ein Präsentationsprogramm? Schlicht nur ein alternativer PDF-Betrachter? Mit irgendetwas vergleichen? Ich glaube, man müßte erst etwas weiter ausholen — denn ein vergleichbares Programm kenne ich nicht.

Es gibt viele Präsentationsprogramme, die bekanntesten dürfen Microsoft PowerPoint, OpenOffice Impress und für die Freunde angebissener Äpfel Keynote sein. Diese erfüllen zwei grundsätzliche Aufgaben: man kann eine Präsentation erstellen — und man kann diese anschließend halten.

Auch wenn es gewisse Vorteile bringt, beide Aufgaben zu kombinieren, gibt es auch gute Gründe, diese zu teilen. Man konzentriert sich bei der Erstellung auf das Wesentliche: der Inhalt und die visuelle Gestaltung der Folien. Und um den Rest kümmert sich dann das Präsentationsprogramm.

Ein Beispiel für diese Trennung wäre HTML wahlweise mit S5 oder OperaShow. Mann kann seinen Vortrag im Texteditor / Grafikprogramm erstellen — final präsentiert (mit vorab definiertem Layout) wird im Browser. So etwas gibt es auch in der LaTeX-Welt. Hier gibt es mitlerweile verschiedene Klassen, mit denen sich Präsentationen erstellen lassen (bspw. beamer) — das Ergebnis ist dann stets eine PDF-Datei.  Bereits den Vortrag zu meiner Diplomverteidigung habe ich damit umgesetzt, präsentiert das ganze im Foxit-Reader im Vollbildmodus.

Hätte ich damals impress!ve schon gekannt — ich hätte auf die interessanten Möglichkeiten nicht verzichten wollen. Das Programm nimmt sich nun so eine PDF-Datei (ob diese nun mit LaTeX oder Powerpoint erstellt ist, ist nahezu egal. Alternativ ist auch ein Stabel von Bilddateien möglich) und bietet dem Vortragenden viele sinnvolle Hilfsmittel mit in die Hand, z.B.

  • Ein Klick auf Enter schafft einen kleinen erhellten Kreis (»Spotlight«) in angenehmer Größe — mit der Maus bewegt man ihn. So kann man den Fokus auf das Wichtige lenken (der Rest wird abgedunkelt) — das macht sicher auch als Zuschauer mehr Spaß als irgendwelchen Laserpointern hinterherzublinzeln
  • Man kann einzelne Teile einer Seite hervorheben, das macht sich gut zum Erklären bestimmter Sachverhalte
  • Ein Klick auf Tab zeigt eine Übersicht aller Folien, man kann visuell zu jeder anderen Folie springen
  • Zoom mit +/-
  • Einheitliche Übergangseffekte

Und wenn man will, kann man mit einem Satz von Parameterbefehlen noch bestimmte Anpassungen vornehmen (so kann man sich eine bat-Datei erzeugen).

Die Installation auf Linux-Rechnern klingt kompliziert — zumindest wenn man sich die Liste der Anforderungen anschaut. Für Windows-Nutzer hat man alles in ein Paket geschnürrt.

Meine Erfahrung mit dem Programm: absolut nützlich. Allerdings ist das Programm sehr ressourcenhungrig. Es versucht viel in den Zwischenspeicher abzulegen und viel im Voraus zu berechnen, ins. Überblendeffekte, Zoom und Übersicht. Mit einem derzeit modernen Rechner sollte es soweit klappen, bei meinem vier Jahre alten Laptop macht sich ein Ruckeln beim Überblenden leider schon bemerkbar.

Richi hat noch eine interessante Möglichkeit beschrieben, wie man sich mit dem Programm auf zwei Bildschirmen austoben kann. Das ist vor allem sinnvoll, um auf dem Laptop sich Notizen anzeigen zu lassen. Leider habe ich das in der Windows-Umgebung noch nicht nachvollziehen können (und in der Demo-Präsention ist zu entnehmen, daß mehrere Bildschirme noch nicht unterstützt werden.). Wenn hier jemand mehr dazu schreiben kann, dann lausche ich gespannt zu!

Bisherige Kommentare (2)

Kommentar von Nini

Impress!ve ist cool. Das mal vorweg.

Aber warum wird bei Präsentationen und vor allem impressive immmer Latex ins Spiel gebgracht? Pdfs lassen sich mit verschiedenen Programmen erstellen, ich habe mal eine Präsi mit InDesign zusammengeklickt. ;-)

Was mich auch leicht wundert — kommen Überblendeffekte in Powerpoint vor, sind sie der Teufel persönlich und unbedingt zu meiden. Wenn ein anderes Tool (impressive) diese anbietet, sind sie total akzeptabel. ;-)

(Keynote-Nutzer neigen wahrscheinlich zu einem ähnlichen Verhalten.)

Kommentar von Koloradokäfer

Wenn das Programm auf deinem älteren Rechner Performanceprobleme verursacht, kannst du vielleicht mal eine der folgenden Optionen probieren. Ich habe es jetzt selbst nicht getestet, ob es etwas bringt:

-c,  --cache <mode>     set page cache mode:
     -c none       = disable caching completely
     -c memory     = store cache in RAM
     -c disk       = store cache on disk temporarily
     -c persistent = store cache on disk persistently
     --cachefile <path> set the persistent cache file path (implies -cp)
-b,  --noback           don't pre-render images in the background
-e,  --noext            don't use OpenGL texture size extensions

Unter Debian und Ubuntu lässt sich Impressive übrigens problemlos über den Paketmanager installieren. Allerdings tippt man zumindest unter Ubuntu zur Zeit noch apt-get install keyjnote, da das Paket hier noch nicht umbenannt ist.

Ich finde Folienübergänge sind immer dann erlaubt, wenn Sie für alle Folien einheitlich sind, nicht zu Augenkrebs führen und beim schnellen Zurückspringen nicht behindern.

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