renephoenix.de

Homepage von René Pönitz

Insel der Jugend - Inselgarten 2009

Weiß irgendeiner der Mitlesenden, was mit dem Inselgarten auf der Treptower Insel der Jugend passiert ist? Trotz des schönen Osterwetters ist er zu. Kein Wort in der Presse. Kein Wort am Eingang. Auch keins auf der Homepage. Der Mensch vom Grillstand beim Bootsverleih (ist der selbe Bratwurststandbetreiber) meinte, es gäbe da Probleme. Ohne zu konkret zu werden...

Der Zug nach Kötzschenbroda

Entschuldigen Sie, vielleicht kennen sie den Sonderzug nach Pankow. So ein Lied von Udo Lindenberg, in dem er sich über Honecker amüsierte. Nun entdeckte ich eher zufällig, daß das Lied nicht wirklich aus seiner Feder stammt. Die Melodie selber stammt aus Big-Band-Zeit von Glenn Miller.

Interessanter ist dagegen, daß diese Melodie bereits in den 40er Jahren einmal auf Dresden bzw. dessen Umland gewidmet war: und zwar Kötzschenbroda, heute Teil von Radebeul. Und zu dem Lied hat sich bereits ein Mythos entwickelt: der Bahnhof Kötzschenbroda soll nach dem Zweiten Weltkrieg der einzige noch intakte Bahnhof im Dresdner Umland gewesen sein — und somit endeten Züge aus Berlin an diesem Bahnhof mit dem witzigen Namen. Daher die Idee, die Transportbedingungen der Bahn aufs Korn zu nehmen. Die Geschichte ist allerdings schon dahingehend kurios, denn der Bahnhof wurde noch während des Krieges in »Radebeul — West« umbenannt. Dazu hat sich in einer anderen Quelle selbst Ingolf Roßberg ausgelassen.

Verzeihn Sie, mein Herr,
Fährt dieser Zug nach Kötzschenbroda?
Er schafft's vielleicht,
Wenn's mit der Kohle noch reicht.
Ist hier noch Platz,
In diesem Zug nach Kötzschenbroda?
Das ist nicht schwer,
Wer nicht mehr stehn kann, liegt quer.

Ja, für Geübte ist das Reisen heute gar kein Problem.
Auf dem Puffer oder Trittbrett steht man bequem.
Und dich trifft kein' Fußtritt, Fährst du auf dem Dach mit,
Obendrein bekommst du dort noch frische Luft mit!

Morgens fährt der Zug an Papestraße vorbei,
Mittags ist die Fahrt nach Halensee noch nicht frei.
Nachts in Wusterhausen Läßt du dich entlausen
Und verlierst die Koffer auch noch leider dabei. [..]

Zum kompletten Liedtext. Eine Neuauflage mit verändetem Text.

Was ich dabei nicht verstehe, ist die Reihenfolge der Bahnhöfe: Papestraße — Halensee — Wusterhausen.

(Übrigens: Etwas östlich von Pankow liegt der Lindenberg)

In der Kaufhalle Bargeld kaufen

Als ich in England mein Auslandssemester absolvierte, habe ich in einen Punkt die Engländer beneidet: beim Bezahlen an der Kasse wurde man stets gefragt, ob man nicht noch etwas Bargeld haben möchte — sofern man mit einer Bankkarte bezahlt. Ein angenehmer Service. Wirklich.

Und bei meiner Rückkehr habe ich mich immer gefragt, warum es so etwas nicht in Deutschland gibt. Wenn man mit EC-Karte bezahlt, also ohnehin dem Unternehmen seine Identität preisgibt, ist es praktisch kein Problem, gleich mehr abzubuchen. Ist auch vorteilhafter für den Laden: weniger Bargeldumlauf.

Nun habe ich das erste Lebenszeichen davon auch hierzulande entdeckt, und zwar bei der Sparda Bank:

Bis zu 200 Euro erhalten Sie mit Ihrer Bankcard ec bei den teilnehmenden Märkten von REWE und PENNY an der Kasse ausgezahlt. Der Betrag wird von Ihrem Girokonto abgebucht. Dieser Service ist gebührenfrei und kann einmal pro Tag bei einem Einkauf genutzt werden.

Ab einem Einkauf von 20 Euro können Sie in mehr als 2.500 REWE Märkten deutschlandweit bis zu 200 Euro Bargeld erhalten. Ebenso erhalten Sie in über 2.000 Filialen von PENNY ab einem Einkauf von 25 Euro bis zu 200 Euro bar ausgezahlt.

Kleine Anmerkung: wie erkennt man »teilnehmende Märkte«?

Gute Aprilscherze: Opera Face Gestures

Während wir noch über die Brücke rätseln, gibt es hier einen richtig guten zum ersten April. Der weltbeste Internetbrowser Opera hat vor etlichen Jahren Mausgesten eingeführt, mit denen sich wirklich schnell und effektiv arbeiten läßt. Dieses Konzept wird nun erweitert um Gesichtsgesten, wie das folgende Video zeigt. Besonders elegant ist das Lesezeichen setzen (Bookmark).

Aprilscherze?

Es gibt Dinge, darüber macht man keine Aprilscherze. Die Waldschlößchenbrücke ist eines davon. Für Dresden hoffe ich, daß das hier keiner ist. Ich befürchte aber doch!

Anmerkung: die Dresdner Neuste Nachrichten berichten auch (Kein Link dazu)

Anmerkung: die SZ klärt auf, daß es doch keinen Brückenstop geben wird. Dies klingt allerdings nicht nach einem Aprilscherz, sondern basiert auf übereifrigen Spekulationen der Medien. Das Geld soll nun aus anderen Töpfen abgezweigt werden.

Und wieder mal Linkhaftung

Aus dem Impressum des Landgerichts Karlsruhe:

Diese Internetseite enthält auch Links oder Verweise auf Internetauftritte Dritter. Diese Links zu den Internetauftritten Dritter stellen keine Zustimmung zu deren Inhalten durch den Herausgeber dar. Es wird keine Verantwortung für die Verfügbarkeit oder den Inhalt solcher Internetauftritte übernommen und keine Haftung für Schäden oder Verletzungen, die aus der Nutzung — gleich welcher Art — solcher Inhalte entstehen. Mit den Links zu anderen Internetauftritten wird den Nutzern lediglich der Zugang zur Nutzung der Inhalte vermittelt. Für illegale, fehlerhafte oder unvollständige Inhalte und für Schäden, die aus der Nutzung entstehen, haftet allein der Anbieter der Seite, auf welche verwiesen wurde.

Und genau dieses Gericht faßt dann auch solche Beschlüsse, in dem es nicht nur auf die Haftung für das Setzen von Links bestätigt, sondern auch dem Leser die Internetwelt wieder erklärt wird. Beispielsweise in der Unterscheidung zwischen eines »einfachen Links« und einer »Sprungmarke« (wobei es sich nach meinem Verständnis um eine nicht direkt sichtbare Weiterleitung gehandelt hat. Korrgiert mich, wenn ich falsch liege). Oder »die moderne Datenübertragung im Internet« — erinnert sich noch jemand an die Zeiten, als die Bits und Bytes im Morsecode per Rauchzeichen übertragen worden sind?

Trotzdem sollte man auch anmerken, daß es auch andere Beweggründe gab, insbesondere Vorstrafen. Aber die lesen sich in diesem Beschluß nur als unterstützende Nebenfaktoren heraus. Somit bleibt das ganze nur ein fragwürdiger Beschluß, der vor dem Bundesverfassungsgericht nun hoffentlich noch einmal näher erörtert wird.

Hintergrund des Urteils war eine Hausdurchsuchung beim Betreiber der Domain wikileaks.de. Diese Plattform verweist auf ein gemeinnütziges Projekt mit der Top-Level-Domain org. Und auf dieser sind vor kurzem unter anderem die dänische Zensurlisten gegen KiPo erschienen. (vgl. heise, Umgebungsgedanken)