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Buugle - was Google kann können wir schon lange!

Nach Du bist Terrorist das nächste gelungene Video von Alexander Lehmann: Buugle — was Google kann können wir schon lange!. Die Kombination von Buugle streetview, Buugle kontoview und Buugle bodyview.

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(Und wer es noch nicht kennt: Facebook — wir wollen dich nur kennenlernen)

Moderne Elektroheizung mit E14/E27-Anschluß

Aus der »Verordnung (EG) Nr. 244/2009 der Komission vom 18. März 2009 zur Durchführung der Richtlinie 2005/32/EG des Europäischen Parlaments und des Rates im Hinblick auf die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Haushaltslampen mit ungebündeltem Licht«, Art. 2, Punkt 2:

»Lampe« bezeichnet eine Einrichtung zur Erzeugung von (in der Regel sichtbarem) Licht; darin eingeschlossen sind alle zusätzlichen Einrichtungen für ihre Zündung, Stromversorgung und Stabilisierung oder für die Verteilung, Filterung oder Umwandlung des Lichts, sofern diese Einrichtungen nicht entfernt werden können, ohne dass die Einheit dauerhaft beschädigt wird.

Was ist aber mit einer Einrichtung zur Erzeugung von (in der Regel fühlbarer) Wärme einschl. des im Paragrafen genannten Zubehörs? Eine herkömmliche Glühbirne könnte so eine Heizung beispielsweise sein. Laut einer Äußerung vom Pressedienst des Umweltministeriums hat diese Heizung einen Wirkungsgrad von 95%. Lediglich 5% ihrer Energie wird dabei für Licht verschwendet. Kann man eigentlich verkraften.

Den ersten Anbieter gibt es auch bereits, er nennt die Heizungen ganz einfach Heatball, derzeit mit 75W und 100W sowohl in matter als auch in klarer Form zu erwerben. Der Anbieter beschreibt seine Heizung wie folgt:

Ein Heatball ist ein elektrischer Widerstand, der zum Heizen gedacht ist.

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Natürlich ist auch jede andere Glühbirne geeignet. Am besten schon mal im Baumarkt nach den neuen Elektroheizungen mit E14/E27-Anschluß (das sind die beiden Größen für Schraubgewinde bei Glühbirnen) fragen! Auf jeden Fall ist es zwar nicht die genialste Idee seit Erfindung des Rades, auf jeden Fall aber die genialste Idee seit der oben bereits erwähnten EU-Glühbirnenverordnung!

Und wer es noch nicht wußte (nach Art. 2, Punkt 6):

»Lampe mit ungebündeltem Licht« bezeichnet eine Lampe, die keine Lampe mit gebündeltem Licht ist.

(via klog)

Schwindelfreiheit nötig!

Ein Techniker mit Helmkamera filmt seinen Aufstieg auf einen 540-Meter hohen Sendemast, das ist höher als das Empire State Buildung in New York. Auch wenn die Aussicht schön ist, aber es wird einem schon beim Zusehen schwindelig. Und wenn man den Aufstieg so sieht, dürfte noch eine andere Frage interessant sein: wie hat man diesen Turm jemals errichtet?

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Schon drei Tage Totalausfall des Internets...

So langsam frage ich mich, was Arcor / Vodafone tun. Seit Donnerstag morgen gegen 5 Uhr ist Telefon und Internet ausgefallen. Telefon ging zwischenzeitlich für einen Tag wieder, das Internet ist komplett weg. Bei der Störungszentrale erfährt man, daß eine technische Störung vorliegt — und man mit Hochdruck an deren Beseitigung arbeitet. Am Donnerstag morgen hieß es noch, die Störung sei bis 14:00 Uhr behoben. Mittlerweile gibt es keine Prognosen mehr. Von der Störungszentrale weiß ich nur, daß 1700 Anschlüsse betroffen sind und die Ursache an einem Hauptverteiler für Berlin-Nord-Ost liegt.

Aktualisierung: der vierte Tag ist um — und das Netz geht immer noch nicht.

Aktualisierung: und auch am Tage 5 gibt es noch keine Anzeichen auf Besserung.

Aktualisierung: am Ende des Tages 5 scheint das Telefon wieder zu funktionieren. Das Internet immer noch nicht. Arcor schiebt die Schuld zur Telekom. Andere Hausbewohner scheinen solche Probleme gar nicht zu haben...

Aktualisierung: Die Aussagen an der Störungszentrale weichen voneinander ab. Mal so ein Außendienstmitarbeiter heute zwischen 13 und 17:00 Uhr vorbeikommen, mal nicht. Auf jeden Fall kam heute einer vorbei, der eine Signalstörung beheben wollte. Seine einzige Amtshandlung war anzurufen — da klingelte ja mittlerweile das Telefon. Und für ihn war der Fall erledigt, Internet interessierte ihn dagegen gar nicht.

Aktualisierung: Erst kommt am Telefon eine Meldung, daß eine Massenstörung noch vorliegt, die Bearbeiterin meinte, es liege keine Massenstörung mehr vor. Von der automatischen Gesprächsführung hatte ich jedoch den Eindruck, daß ich in einer anderen Anrufzentrale gelandet war. Jedenfalls war sie der Meinung, daß sie die Massenstörung nicht mehr in meinem Kundenkonto sehen kann — was ich ehrlich gesagt nicht glaube. So doof können die bei Vodafone/Arcor nun auch nicht sein. Die Dame meinte, es sei eine Einzelstörung noch gemeldet, zu der es bereits eine Rückmeldung gab. Ja, das Telefon funktioniert seit gestern wieder. Das Internet geht am Tage 6 immer noch nicht.

Aktualisierung: Also am Tage 7 funktionierte wieder alles. Wunderbar.

Wer braucht intelligente Stromnetze?

Lesetip bei heise: Intelligente Stromnetze: »Wer sich nicht kümmert, zahlt mehr«.

Klaus Heimann, SAP:

Die Versorger müssen enorme Summen in den Aufbau der Smart Grids stecken. Diese Kosten geben sie natürlich an die Kunden weiter, der Strom wird teurer. Der Kunde kann durch die neuen Systeme aber gleichzeitig seinen Verbrauch reduzieren. Am Ende ist es ein Nullsummenspiel.

Auch wenn der Begriff »Nullsummenspiel« hier in einem falschen Kontext verwendet wird (in der Spieltheorie bedeutet es jedenfalls nicht, daß für einen Mitspieler das Ergebnis 0 ist), darf man sich durchaus fragen, welchen Sinn das ganze haben wird.

Es wird langfristig dazu kommen, dass sich die Preise nach Angebot und Nachfrage richten, das heißt, dass sie im Halbstunden- oder Viertelstundentakt variieren. Wenn alle Klimaanlagen laufen, wird es schlicht teurer.

Für die Industrie mögen eine solche Preissteuerungen durchaus Sinn machen. Man kann bspw. einen Fertigungsprozeß so variieren, daß die energieintensiven Sachen in den Nachtstunden betrieben werden — da kann man von Win-Win-Situation sprechen. Denn der Energieversorger muß auch für die Spitzenzeiten ausgerüstet sein, welche mit solchen Maßnahmen abgeschwächt werden können. Aber als Privatanwender werde ich nun nicht um ein Uhr morgens die Waschmachine laufen lassen, damit ich die Wäsche schon leicht gammelig um 9 Uhr aus der Maschine nehmen kann, von Aspekten der Nachtruhe mal abgesehen. Oder mein Mittagessen schon 5 Uhr morgens kochen — dann ist es zum Mittag wieder kalt. Solche Ansätze gab es bereits vor einigen Jahrzehnten mit Nachtspeicheröfen. Sie laden nachts mit günstigen Nachtstrom auf und heizen das Zimmer tagsüber. Sofern sie nur mit Nachtstrom betrieben sind, hat man natürlich ein Problem, wenn der Akku alle ist.

Und ich will als Verbraucher auch nicht ständig die Strompreise im Auge behalten. Wenn sich der Tarif stündlich ändert, bekomme ich allgemeine Tariferhöhungen ja gar nicht mit. Nur wenn die Waschmaschine so programiert ist, daß sie nur unter einer bestimmten Preisgrenze starten soll — und die Wäsche am nächsten Morgen immer noch ungewaschen ist. Und wenn die Energieversorger Probleme mit der „Licht Aus“-Aktion sehen, wie soll es dann erst werden, wenn im Gleichtakt nach einer Erhöhung alle Klimaanlagen ausschalten? Ich weiß nicht, ob all das, was irgendwie technisch realisierbar ist, wirklich sinnvoll ist. Die Technik sollte sich an den Menschen anpassen — nicht umgekehrt.

Die geräuschlose Maus

Liebe Hardware-Industrie,

Gibt es eigentlich im Jahr 2010 immer noch keine geräuschlosen Computermäuse? Also eine, wo ich vor allem den Tastendruck absolut nicht höre? Eine Maus, die man auch da verwenden kann, wo es ruhig sein muß — also z.B. in einer Bibliothek, im Ruhewagen bei der Bahn, für das Großraumbüro, ...

Bei Lüftern optimiert man, was man kann. Bei Festplatten optimiert man... aber bei Mäusen? Ich meine, es kann ja nicht so schwer sein, oder? Wenn ich sanft auf die Maustasten meines ThinkPads klicke, höre ich praktisch gar nichts. Warum kann es das nicht auch als seperates Eingabegerät geben?

Mitmach oder Ausschließ-Web?

Vor ungefähr drei Monaten habe ich einen Artikel über die diesjährige Fête de la musique geschrieben und einige Bands vorgestellt, u.a. Rubber Hair. Für diese Vorstellung habe ich nun schönes Feedback von dieser Band erhalten:

Na dit is doch mal was. der aller erste mensch, der über rubber hair schreibt, den wir nicht kennen: http://www.renephoenix.de/index.php?bid=2209. René Phoenix ist der beste Blogger der welt!

Danke! Was ich nur in dem Zusammenhang schade finde: das Feedback hätte mich fast nicht erreicht. Wie denn auch, man kann ja nicht überall angemeldet sein? Das ist der Nachteil von solchen in sich geschlossenen sozialen Netzen...

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... aus persönlicher Überzeugung!

Die Wahl einer geeigneten Plattform im Web 2.0 scheint mittlerweile sehr wichtig zu werden. Aus den Vorstellungen von neuen Kollegen zitiert:

Mehr Infos über mich lassen sich auch über Xing erfahren. [..]
In Facebook & Co. bin ich aus persönlicher Überzeugung nicht zu finden.

Mehr Infos über mich könnt Ihr auch bei SchuelerVZ/StudiVZ erfahren. In Facebook, Twitter & Co. bin ich aus persönlicher Überzeugung nicht zu finden. Eine Ausnahme stellen die beiden im vorherigen Satz genannten Portale da.

Die Entwicklung der Rauchmelder

Da saßen sie nun, den Flöhen entflohn,
in zentralgeheizten Räumen.
Da sitzt sie nun am Telefon.
Und es herrscht noch genau derselbe Ton
wie seinerzeit auf den Bäumen.

(aus Erich Käster, Die Entwicklung der Menschheit)

Und seit einigen Jahren haben diese zentralgeheizten Räume mit Telefon sogar schon Rauchmelder. Solche kleinen, weißen, runden Dinger, die bei der kleinsten Rauchentwicklung Alarm schlagen. Reine Präventivvorsorge, um nicht wieder zu den Bäumen zurückzukehren.

Nur die Praxis sieht leider anders aus: statt das Gebäude auf schnellsten Wege zu verlassen, wird der Alarm erst einmal kritisch hinterfragt. Warum dudelt das hier? Ja, könnte der Rauchmelder sein. Ja, das ist bestimmt wieder der Rauchmelder. Sicherlich wieder ein Fehlalarm. Riecht hier jemand was? Ich auch nicht. Man kann ja mal herumschauen. Ok, die anderen rennen auch nicht raus. Naja, wird wohl nur ein Fehlalarm sein. Wird hoffentlich gleich wieder aufhören.

Welche Funktion hat dann noch ein Rauchmelder?

In England lief das organisierter ab, und da sind die Rauchmelder sensibler als hier. Intensives Kochen reichte schon aus, teilweise auch nur eine Zigrette. Und wenn es Alarm gab, wurde das Gebäude oder das Wohnheim komplett beräumt. Ja, es mußten alle raus. Ja, da wurde sogar nachgeschaut, daß auch keiner mehr in den Räumen blieb. Selbst wenn sogar schon feststeht, daß es definitiv ein Fehlalarm ist. Dann warten alle noch mal 10 Minuten in der Kälte, ehe der schrille Alarmton abgeschalten wird.

Gibt es eigentlich überhaupt eine sinnvolle Anwendung von Rauchmeldern?

Arcade Fire - im Tempodrom

Am vergangenen Dienstag habe ich zum zweiten Mal das Konzert von Arcade Fire miterlebt — und ja, es war wieder ein gutes Konzert. Die Massen tobten, das ist die Hauptsache. Es war ausverkauft — und wer zu spät kam, hatte das Pesch, daß er das Konzert auf den oberen Rängen des Tempodroms miterleben mußte. Die Bühnendekoration war wieder gelungen und thematisch passend. Das Album heißt »Suburbs« (Vororte) — so wurde die Brücke einer Schnellstraße an die projetiert und ein Werbeträgertafel auf die Bühne gestellt. Auffallend war wieder einmal, daß vor allem Régine bei nahezu jedem Lied das Instrument wechselte. Tunnels, Rebellion, No Cars Go, ...

(Ja, Mobiltelefone sind keine Kameras)

Ja, da war dann noch die Vorband. Bzw. es war ein Solist. Und es war nicht irgendein Solist, sondern Owen Pallett, selber Mitglied von Arcade Fire, mit Nebenprojekt. Mit Geige und einem Minikeyboard sowie einer »Loop-Station« ausgerüstet machte er als Alleinunterhalter Musik. Eine Dreiviertel Stunde konnte man alle möglichen Klänge, die einer Geige zu entnehmen sind, lauschen. Zu viel. Die Dame hinter mir hielt sich irgendwann schon die Ohren zu. Einige saßen auch schon wieder.

Was immer wieder nervig sind, sind die Umbauarbeiten zwischen der Vorband und der eigentlichen Band. Wenn erst alles abgebaut werden muß, ok. In dem Falle mußte nur ein Mikrofon und ein Tisch von der Bühne getragen werden — dauert zwei Minuten. Am Ende hatte man den Eindruck, die Techniker schlagen sich die Zeit tot und damit es nicht so aussieht, geht einer noch mal auf die Bühne und stimmt dann zum dritten Mal alle Gitarren. Dafür kann man dann aber ausgehen, wenn die Band dann einmal auf der Bühne geht, daß innerhalb von 90 Minuten Schluß ist — was in dem Falle sicher schade ist. Das Publikum gröhlt noch die letzten Klänge, die Spots sind erloschen — und binnen zehn Sekunden springen auch schon die ersten Techniker auf der Bühne rum. Das ist genauso, wenn im Restaurant der Ober schon den Teller abräumt, während man den letzten bissen kaut! Leute, laßt die Musik erst einmal setzen... an den fünf Minuten kann es sicher nicht hängen!