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Homepage von René Pönitz

Kommentar von René

Danke für den Kommentar.

Zweckentfremdung hat mehrere Gesichter. Leerstand ist auch eine Form, ja. Aber die wollte ich hier bewusst außen vor lassen. Hier gibt es den Leerstandsmelder – und wenn ich die Statistiken sehe, wird es auch sporadisch genutzt.

In Bezug auf Zweckentfremdung durch Ferienwohnung deckt sich also dein Eindruck.

Kommentar von Berno

Hmm, vielleicht jetzt:
In meinem Quartier (HH-Horn), gute ÖPNV-anbindung, gab es vor 1 Jahr ca. 20 Airbnb angebote. Jetzt gibt es noch eines.

Andererseits stehen aktuell etwa drei Häuser leer, mit einer Eigentümerin habe ich gesprochen: sie wohnen auf einer Doppelparzelle in einem Haus, das andere hat die indessen verstorbene Mutter bewohnt. Sie sind selber alt und wollen nicht vermieten und es auch nicht selber nutzen.

Wenn sie versterben oder ins Altersheim gehen, werden die Erben die beiden nebeneinander liegenden Häuser verkaufen. Dieses Haus steht indessen seit einem Jahr leer und wird vielleicht noch jahrelang leerstehen.

Ein anderes Haus (50er) stand fast zwei Jahre leer, es wurde dann verkauft, abgerissen und durch durch zweu (sehr hochwertige) Kaufobjekte ersetzt.

Mein Eindruck hier ist: das Zweckentfremdungsverbot hat das airbnb-Geschäft ziemlich gekillt. Das führt aber nicht notwendig zu mehr Wohnraum. Eine Menge Wohnraum ist jedenfalls hier (viel Wohnbebauung aus den 60ern, viele alte Eigentümer) wegen Vererbung ungenutzt.

Vielleicht wären flexiblere Regelungen für Kurzzeitvermietungen ein wirksames ergänzendes Mittel um der Wohnungsnot entgegen zu wirken.

Kommentar von René

Die Linke in Eimsbüttel hat die Idee des Wohnraumschutzes nicht wirklich verstanden – wie dieser Antrag beweist:

Viele Anbieter rufen inzwischen Mondpreise für ihre möblierten Apartments auf. 4000,- € für 40 Quadratmeter über einen Monat sind keine Seltenheit. Am Ende werden sie vermutlich kaum komplett vermietet, da niemand bereit ist 4000,- € für eine solche Wohnung zu zahlen, während man damit in den teuersten Hotels Hamburgs einkehren kann.

Wenn ein Anbieter eine möblierte Wohnung für Mondpreise anbietet – und irgendjemand bereit ist, diese Mondpreise zu bezahlen und dort einzieht, dann hat offensichtlich eine Person dort ihr Zuhause gefunden. Und dann ist das – aus Sicht des Wohnraumschutzes – nicht zu beanstanden. Klar, kann man das doof finden. Und man kann sich fragen, was mit Menschen nicht stimmt, die sich darauf einlassen. Es könnte Wucher etc. sein.

Wenn aber niemand sich drauf einlässt, dann steht die Wohnung leer. Dann liegt – ab einer gewissen Zeit – eine Zweckentfremdung vor, weil die Wohnung keiner Wohnnutzung zugeführt wurde.

Wenn man nun Touristen im Wochentakt durch die Wohnung schleift, dann liegt auch eine Zweckentfremdung vor, weil dann ebenso keine Wohnnutzung vorliegt, sondern eine gewerbliche Nutzung.

Die Grenze zwischen Touri und Wohnen ist allerdings fließend. Und man kann es wohl auch nicht so trennscharf sehen. Nehmen wir allein das Duale Studium, wo Studier- und Arbeitsort unterschiedlich sind – und man im Drei-Monats-Takt zwischen beiden wechselt.

(Siehe auch die Fachanweisung )

Kommentar von René

Auch aus der PM der Linken:

Seit der ersten kleinen Anfrage zum Thema Ferienwohnungen im Jahr 2019 sind in Eimsbüttel fast 1.500 neue Ferienwohnungen hinzugekommen – ein Zuwachs von 128,81 Prozent!

Typisches Beispiel für statischen Bullshit. Die Registrierungspflicht wurde in Hamburg erst am 01.04.2019 eingeführt, die erste Anfrage basiert auf Mitte November 2019. Das sind also Daten von 7,5 Monaten. Allein das hochpoliert auf 12 Monate würde einen Anstieg von 60% rechtfertigen.

Hand aufs Herz: Hätte ich dieses Verhältnis Jahr 1 zu Jahr 7 schätzen sollen, ich hätte +300% geraten.

Kommentar von René

Ich habe genau deinen Kritikpunkt auch gesehen (steht auch im Text) – und damals entsprechend in die politische Debatte eingebracht. Andere sahen vor allem diese Nachkriegsbauten-Riegel, wo die Mülltonnen an der Stirnseite sich befanden. Für die dortigen Bewohner war es eher ein Nachteil, nun weiter zu pilgern. Und ich habe damals nie analysiert, wie die Distanzen (also diese 300m-Regel) erfüllt waren.

Nun ist das Thema aber schon zehn Jahre her, seit Ende 2016 bin ich kein Mitglied der BVV mehr und wohne auch nicht mehr in Berlin. Ich habe keine Ahnung, was da nun Phase ist…

Was mich aber damals positiv beeindruckte, als ich das erste Mal Glas am öffentliche Container einwurf: der war geräuschgedämmt. Das Glas fiel erst mal auf eine Matte. Keine Ahnung, wie die das machten. Allerdings rotierten diese Container (ich vermute wegen Wartung), irgendwann stand da auch ein lauter Container da.

Kommentar von Steffen

Verstehe die Bezeichnung „Privileg“ auch nicht ganz. Für diejenigen deren Fenster nicht in den Hinterhof zeigen, mag es vielleicht komfortabel sein, einen kurzen Weg zu haben, und dadurch vielleicht fünf Minuten ihrer Zeit zu sparen. Für diejenigen die allerdings ihre Fenster zum Hof haben, ist es 24 Stunden am Tag ein Graus. Selbst in der Nacht kann man das Fenster nicht offen lassen. Bei über 60 Parteien gibt es immer jemanden, der eine Flasche einwirft.

Kommentar von René

Danke für deinen Kommentar. Ich bin insoweit bei dir, dass es immer ein paar Prestigeobjekte gibt, wo es den expliziten Willen dieser Umwandlung seitens der Eigentümer gibt. Gerade denkmalgeschützte Bauten haben da ein gewisses Potential, wo man nicht wecken muss. Ebenso Gebäude in Lagen, wo man einen Neubau gar nicht mehr hinbekommt – oder Gebäude mit besonderer Historie. Ich erinnere mich noch an die Schlagzeile einer Berliner Zeitung: “Wohnen, wo Honni im Knast saß”. Und während meiner Mandatszeit in Berlin haben wir das Kinderheim Makarenko umgewidmet und bekam neues Leben.

Ich will aber den Fokus auf die Gebäude richten, die kein Selbstläufer sind.

Kommentar von DAT

Einige, wenige einstige Gewerbeimmobilien, werden in der Tat zu Luxusbuden.

Bei denen hängt das aber nicht an einem jetzt akuten Trend zu mehr Wohnraum statt gewerbe, sondern die wären eh umgerüstet worden.

Egal ob das daran liegt dass sich das umliegende Viertel gerade krass wandelt (z.B. Speicherstadt in Hamburg oder Hafen-City in Dresden) oder ob es ganz akut an jenem einem Gebäude liegt (in Dresden z.B. das alte Wasserwerk direkt an der Elbe, was offensichtlich industriell geprägt war und jetzt Wohnraum mitten im Landschaftsschutzgebiet wurde)

Ein Einzelgebäude umzurüsten, während die Umgebung weiterhin hauptsächlich Industrie/Gewerbe bleibt, ist wohl etwas was kaum sinnvoll ist und auch entsprechend kaum passieren wird.

Ich glaube wir reden wieder über eines dieser Probleme das nur als Randeffekt auftritt, an Stellen wo Leute sich nicht einig sind ob dieser exakte Bau sich gerade noch lohnt oder schon gerade nicht mehr.

Kommentar von René

Etwas auf die lange Bank schieben.

Im Allgemeinen wird davon abgeraten Tätigkeiten oder Ziele auf eine typischerweise aus Holz gefertigte Sitzfläche für mehrere Personen zu bewegen.

Das trifft es nicht, weil es die Absicht mit enthält. Übersetzt wäre eher:

Eine Sache auf eine typischerweise aus Holz gefertigte Sitzfläche bewegen