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Homepage von René Pönitz

VNV Nation - Illusion

Die englisch-irische Gruppe VNV Nation ist allgemein durch schnellere elektronische Rhythmen bekannt. Die Instrumentierung bewegt sich nahe der Trance-Musik, die besondere Note bringt der tiefe Gesang mit sich. Seit ein paar Jahren nennt man diese Richtung auch einfach »Future Pop«.

Illusion ist dagegen mal eine Ballade, aber nicht so eine Schmalzige, sondern eine mit sehr viel Melancholie:

The world is just illusion
Trying to change you

Und passend dazu hat sich jemand die Mühe gemacht, dem Lied die Animation Doll Face von Andy Huang zu Grunde zu legen — die eine sehr gute Synthese herstellen (zu Bewundern bei YouTube, ein Interview mit Andy Huang)

Landtagswahlen in Hessen

Wie die Wahl in Hessen und Niedersachsen ausgegangen ist, wird mal wohl im Laufe der Nacht und des morgigen Tages überall zu hören und zu lesen bekommen. Ob man aber auch in allen Medien erfährt, wie die Wahl ablief?

Mitglieder des CCC haben die Wahl in den Landkreisen beobachtet, in denen Wahlcomputer eingesetzt wurden. Ihre Beobeachtungen haben sie in einer kleinen Zusammenfassung zusammengetragen. In einem Wahl-Wiki kann man die Beobachtungen nachvollziehen. Beispiele:

  • In Niedernhausen wurden neun Wahlcomputer bei einem Funktionär in der Wohnung gelagert
  • Computerausfall in Viernheim — eine Stunde lief nichts mehr
  • Zeitweise unbeaufsichtigte Wahlcomputer
  • Generelle Probleme bei der Überprüfbarkeit des korrekten Wahlablaufs

Das ist eigentlich schon peinlich für ein Land, welches sonst Wahlbeobachter in Krisengebiete versendet!

(Siehe auch Spiegel, heise)

Sichert eure Bilder - gegen Download!

Die Zeitung »Welt« wärmt wieder ein altes Thema auf: die Abmahnaktion rund um Marions Kochbuch. So versendet(e) der Anbieter zahlreiche kostenpflichtige Abmahnungen, sobald Bilder der dargestellten Speisen und Getränke auf anderen Internetseiten auftauchen. Bei aller Dreistheit dieses Anbieters (zu einer anderen Ansicht komme ich leider nicht, wenn ich mir die Stellungnahmen dazu durchlese) frage ich mich, wie man folgende Aussage eines Rechtsanwalts unkommentiert stehen lassen kann (oder überhaupt wie man sowas als Rechtsanwalt äußern kann):

Ferner kritisiert er, dass die Bilder weder durch Wasserzeichen noch durch technische Vorkehrungen gegen Download gesichert seien, obwohl dies sehr einfach wäre.

Auch auch bei den anderen Argumenten hinsichtlich Suchmaschinenoptimierung und der »spezialisierten Software« zum Ausspähen ist es kein Wunder, wenn Marions Kuchbuch vor Gericht siegt. Und dabei liefert der Kochbuchbetreiber schon perfekte Steilvorlagen (2925 Fälle, »alle Fälle direkt an unseren Rechtsanwalt«), um sich gegen diese Praxis zu wehren (Siehe auch Urteil: Kein Unterlassungsanspruch bei Beauftragung von Abmahnanwalt).

Die Darwin Awards

Für die Freunde des schwarzen Humors: Darwin Awards.

Es ist eine nicht ganz ernst gemeinte Nominierung für Menschen, die sich selber eher unfreiwillig aus dem Leben verabschieded haben:

Der Darwin Award wird im Gedenken an Charles Darwin an Menschen vergeben, die den menschlichen Genpool dadurch verbessern, dass sie ihr eigenes Leben als ultimatives Opfer darbringen. Gewinner des Darwin Awards eliminieren sich selbst auf außergewöhnlich idiotische Weise und erhöhen dadurch die Chancen eines langfristigen Überlebens unserer Spezies.

So beispielsweise der dritte Platz bei den 2007er Awards: ein 63-jähriger Berliner versuchte sein Grundstück von Maulwürfen zu befreien und griff dabei zu Starkstrom. Dummerweise leitete dieser auch auf dem Bereich, wo er stand.

Escape With Romeo - Somebody

Lange kannte ich von »Somebody« nur eine Coverversion aus den späten 90ern: ein eingängiger Wave-Titel eines unbekannten Musikprojekts namens »Close Encounters« (und mit Unbekannt meine ich, daß es nicht einmal einen Wikipedia-Eintrag gibt). Nun stieß ich eher zufällig auf das Original: Escape With Romeo — etwas gitarrenlastiger, ebenso eingängig und im Ohr bleibend.

Und genaugenommen handelt es bei den Close Encounters um keine Coverversion, denn der Drahtzieher hinter beiden Musikprojekten ist die selbe Person. Und wenn man sich Somebody anhört: »It´s Lonliness« ist mindestens genauso empfehlenswert!

Abgebloggt ...

Nach 9900 Bildern mit der Digitalkamera

Nach etwa vier Jahren habe ich es geschafft, 9900 Bilder mit meiner Kamera zu knippsen — und plötzlich fällt es der Kamera ein, die Dateinamen wieder mit 1 fortlaufend zu nummerieren. Eine unschöne Eigenschaft, da dann identische Bildnamen entstehen und man anhand des Dateinamens keine Rückschlüsse mehr auf das Alter schließen lassen kann.

In den Einstellungen finde ich keine Möglichkeit, die Namensräume zu verändern. Mal schauen, ob es vom Canon-Support eine qualifizierte Antwort für dieses Problem gibt (das werde ja nicht nur ich haben — und selbst ein Kauf einer neuen Canon-Kamera würde das Problem ja nicht lösen.)

Als Notlösung muß erst einmal eine Stapelverarbeitung her (als *.bat):

@echo off
set Filter=*.JPG

for /R %pfad% %%f in (%Filter%) do (
  echo %%~f - %%~dpf
  rename %%~dpf\IMG_*.JPG imh1*.jpg
)

Überlegungen:

  • Die Datei soll im Wurzelverzeichnis der Speicherkarte liegen — und in allen Unterverzeichnissen der Karte verändern. Kameras legen ja selber in regelmäßigen Abständen neue Verzeichnisse an.
  • Die neuen Dateien (ab 10.000) sollen möglichst immer nach den alten (unter 9900) aufgelistet werden. Der Unterstrich taucht nach den Ziffern im Zeichensatz auf (warum hat man keinen Bindestrich verwendet?) — folglich muß man auch die Buchstaben davor verändern.

Anmerkungen:

  • Das Skript liefert Fehlermeldungen, wenn mehr als eine Datei im Verzeichnis liegt. Das ist egal!
  • Denjenigen, der die Parameter für die Stapelverarbeitung unter Windows ausgedacht hat, sollte man [zensiert]

Der Baum ist gefällt...

Am Dienstag in Rahmen einer Nacht und Nebelaktion wurde der von einer Umweltorganisation besetzte Baum geräumt und anschließend gefällt. Und während er so zersägt wurde, kam mir ein Fakt zum ganzen Brückenbau erst richtig in den Sinn, der bisher in den Medieneher unterging. Eine Zubringerstraße mit heute vier Fahrspuren wird durch den Bau erweitert auf sieben Spuren — und das in 500 Meter Entfernung von der eigentlichen Brücke, denn da befand sich der Baum (Zum Vergleich: eine normale Abfahrt auf der Autobahn ist ca. 250 Meter lang). Bei der Baumbesetzung kann also der Brückenbau nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben — als viel mehr diese Überdimensionierung.

Und nun geht das juristische HickHack weiter. Die FDP will die Kosten des Einsatzes der Umweltorganisation in Rechnung stellen, die Umweltorganisation will gegen eine unangemessene Vorgangsweise der Polizei vorgehen. Und die CDU feiert mit 50 Anhängern eine Art zweites Richtfest. Und für die Tunnelalternative liegen verschiedenen Umweltorganisationen 30.000 Unterschriften vor. Ob das Dresdner Drama noch ein glückliches Ende haben wird?