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Homepage von René Pönitz

Die Hartz-IV-Anti-Terror-Einheit

Ein Anwendungsfall für das Peter-Prinzip: als Oberbürgermeister der Stadt Leipzig gefeiert ist die Euphorie vorbei, seit dem er zum Verkehrsminister gewählt wurde! Anders kann man den Vorschlag von Wolfgang Tiefensee nicht werten, wenn er  Arbeitslose als Anti-Terror-Einheiten in Busse und Straßenbahnen schicken möchte? Gut, die können vielleicht nach den Rechten schauen, daß niemand die Füße auf die Sitzpolster legt. Aber selbst bei einfacher krimineller Gewalt fehlt ihnen schon jegliche Erfahrung.

Damit tritt er in die Fettnäpfchen von Peer Steinbrück, der den Urlaub zugunsten der Altersvorsorge streitig machen wollte.

Emscher - der eingesperrte Fluß

An einem schönen Samstag hatte ich das Ziel, einmal den Fluß Emscher von der Quelle zur Mündung zu fahren. Die Quelle ist nicht schwer zu finden: in Holzwickede, einem kleineren Ort im Südosten von Dortmund. Ganz kleine Bäche treffen auf einem kleinen Teich — und ab da bekommt es den Namen Emscher.

Nachdem der Fluß im Ort selber teilweise unterirdisch verläuft, beginnt ein gut gebauter Radweg am Ende des Ortes. Hier ist die Emscher noch frei, wild und sich selbst überlassen. Dieses Bild ändert sich nach ca. 3 Kilometern: Das Flußbett ist mit Beton und Steinen in einer V-Form angeordnet. Zudem ist das Flüßchen eingezäunt und mit Warnhinweisen versehen. Leider ist in Dortmund der Radweg nicht durchgängig. So verfährt man sich ganz leicht — und landet beim Stadion des dorigen Fußballclubs. Wenn man so wie ich Pech hat, ist gerade Spieltag.

Kurz nach Castrop untertunnelt die Emscher den Rhein-Herne-Kanal — ab da führen beide Wasserwege paralell zueinander. Insbesondere der Radweg am Kanal ist sehr gut ausgebaut — und vor allem: Kreuzungsfrei! Entlang der Emscher kreuzt der Radweg meistens Straßen.

Das eigentliche Ziel, die Mündung, habe ich zwecks Dunkelheit nicht mehr erreicht. Aber immerhin war ich vier Kilometer vom Ziel entfernt.

Weitere Details:

  • Am Gelsenkirchener Nordstern waren jede Menge Leute unterwegs.
  • Das Essener Klärwerk ist besonders gerunchsintensiv.
  • Auf einem Volksfest in Oberhausen lief City — Am Fenster. Respekt!
  • Das Gasometer in Oberhausen sieht beeindruckend und beängstigend zugleich aus. Insbesondere die kleinen und steilen Treppen.

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Abgebloggt ...

Videoüberwachung ist Opium fürs Volk

Kai Hirschmann, Direktor des Instituts für Terrorismusforschung und Sicherheitspolitik in Essen:

Wir werden uns in Deutschland daran gewöhnen müssen, dass es hier zunehmend Menschen gibt, die bereit sind ihre Auffassung mit Gewalt durchzusetzen, und dass es für einen demokratischen Staat schwierig ist gegen sie vorzugehen.

Mit anderen Worten: Entweder wir schaffen die Demokratie ab — oder wir sind den sogenannten Terroristen ausgeliefert.

Um das Volk aber wieder zu beruhigen, sollen verstärkt Videokameras eingesetzt werden, hat in den letzten Jahren zwar keinen einzigen Angriff verhindert, selbst in London nicht, aber für die gefühlte Sicherheit wird ja einiges getan. (Übrigens: der Bahnhof in Schwerte hat noch keine Kamera — und fühlte mich nicht weniger sicher als an anderen Bahnhöfen.) Selbst der MDR zeigte zu einem Beitrag zwei positiv eingestellte Bürger, die diesen Schritt befürworten. Die Krone setzt wie üblich die Bild auf:

Straßen, Bahnsteige, Busse, Tunnel, Einkaufspassagen, Parkplätze oder Stadien sind öffentliche Plätze. Wer was zu verbergen hat, darf da eben nicht hin.

(Quelle: bild.t-online.de/BTO/news/standards/kommentar/2006/08/19/kommentar.html)

Stichwort Gläserner Bürger: Was ist denn so schlimm daran, etwas zu verbergen?

Anderes Beispiel Dortmund: ein Koffer in einem nicht verschlossenen Schließfach löste die zeitweise Sperrung aus. Der Besitzer rannte eilig zum Zug (passiert ja öfters mal), andere Fahrgäste sollen wohl dabei noch arabische Schriftzeichen entdeckt haben (Welcher ernstzunehmende »Terrorist« zeigt sich so auffällig mit arabischen Schriftzeichen?) und alarmierten die Bundespolizei.

(vgl. heise, Presseportal, Tagesspiegel)

Update: Wovor uns ein handwerklicher Fehler bewahrte — die weitreichenden Folgen, wenn in Kiel die Bombe hochgegangen wäre.

Update: Interview mit Foebud-Vorstand:

Wir können nicht unsere freiheitliche Gesellschaft schützen, indem wir sie abschaffen.

So langsam fault der apple

Die kalifornische Computerfirma Apple wehrt sich gegen zwei Unternehmen, deren Produktkennzeichnungen die drei Buchstaben »Pod« enthielten:

Mach5products.com vermarktet ein Gerät namens Profit Pod, das zur Datenanalyse bei Verkaufs- und Spieleautomaten verwendet wird. TightPod bietet Schutzhüllen für Notebooks und MP3-Player an.

Die englische Übersetzung von Pod ist unter anderen auch Schale. Die alten Chinesen hatten also Recht:

Der Feind des Bösen ist nicht immer das Gute

Der Reisepaß ist geknackt

Die sogenannte Schily-Bohne, der RFID-Chip im neuen Reisepaß wurde acht Monate nach deren Einführung geknackt. Demnach können die Daten beliebig ausgelesen und der Paß geklont werden, lediglich die Manipulation der Daten ist (noch?) nicht möglich. Der Entdecker Lukas Grunwald führte eine Demonstration auf der Sicherheitskonferenz Black Hat:

Bei der Festsetzung der Sicherheitsniveaus des Standards waren keine Experten am Werk.

Ich bin auf die Reaktion des Innenministeriums gespannt! (vgl. Tagesschau, Golem)

Mortanoid

Ursprünglicher Link

Die Spielidee hinter Mortanoid ist schon sehr alt. Bereits für den Game Boy gab es schon Allayway, was widerum auf dem Arcade Klassiker Breakout basiert: mit einer Kugel werden die Steine im oberen Feld abgeschossen. Mit einem kleinen Schläger verhindert man, daß die Kugel nicht runterfällt.

Aber Mortanoid hat viele nette Erweiterungen. Beispielsweise wird die Reflexionswinkel mit dem Schläger von der aktuellen Bewegung abhängig gemacht — und das gut visualisiert. Und die Endlevels mit Gegnern!

Es waren die Eltern ... und die SPD!

So langsam tappt Bundeskanzlerin Angela Merkel auch in jedes Fettnäppfchen, was man sich denken (vermutlich von Stoiber abgeschaut). Ihre Worte über protestierende Studierende während einer Wahlkampfveranstaltung in Münster:

Diese Schreihälse sind das Produkt einer fehlenden Erziehung im Elternhaus, von 39 Jahren SPD-Herrschaft in Nordrhein-Westfalen und eines verkorksten Bildungssystems an Rhein und Ruhr.

Ich dachte bisher immer, daß die Kinder in verwahrlosten Elternhäusern nur sehr geringe Chancen haben, überhaupt ein Studium zu beginnen — und ein gesundes Demokratieverständnis entwickeln. Aber so langsam verstehe ich nun auch, warum Merkel den (Un-)Beliebtheitsgrad von Bush erreicht hat! (vgl. Aktionsbündnis gegen Studiengebühren)