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Homepage von René Pönitz

Guter Start in 2009

Auch wenn es in den letzten Tagen hier wieder etwas ruhig geworden ist, möchte ich den Lesern der Seite ebenso einen guten Start ins neue Jahr wünschen. Aus meinem Fotoarchiv habe ich ein kleines Feuerwerk herausgesucht:

Noch ein kleiner Hinweis am Rande: man sollte nicht zu früh anstoßen. Denn in dieser Nacht gibt es eine Schaltsekunde. Also nach 23:59:59 folgt erst noch die Sekunde 23:59:60.

Abgebloggt...

Berliner Rattenjagd

Ein Berliner FDP-Politiker bringt das Thema Ratten in Mitte auf die Tagesordnung. So schwirren in Mitte seiner Meinung zu viele Nager herum. Um über das Problem in den Griff zu bekommen, empfiehlt er auf seiner Seite eine Fangprämie, bspw. einen Euro je Ratte. Er läßt aber keinerlei Wertung, wer die Ratten jagen könnte. Die Springer-Presse Welt dreht diesen Vorschlag so hin, als sollen nun Hartz IV-Empfänger Ratten jagen.

Trotzdem habe ich ein Deja-Vu-Ereignis. Denn so einen Vorschlag gab es schon einmal. Allerdings nicht mit Ratten, sondern mit Schlangen. In Indien. Und die Leute waren natürlich nicht blöd. Sie züchteten die Dinger. Und als die Fangprämie wieder abgeschafft wurde, hatte man mehr als vorher. Schöner Weitblick.

Kurzzeitschaltuhr - gesucht!

Nachdem ich nun schon drei Elektronikmärkte abgesucht habe (natürlich online, bei einem dann auch telefonisch nachgehakt) will ich noch nicht aufgeben.

Ich will eine Zeitschaltuhr für die Steckdose, die für eine eingestellte Zeitspanne X (z.B. 8 Stunden) die Stromzufuhr unterbricht. Das kann am einfachsten ein Drehschalter sein (so wie bei einer Eieruhr).

Hintergrund: wenn man spät abends die Waschmaschine befüllt, soll sie erst morgens starten. Damit man die Wäsche früh zum Frühstück aufhängen kann. Es gibt Waschmaschinen, die so etwas integriert haben. Die alte hatte es, die neue nicht. Und nun vermisse ich diese Funktionalität.

Ich will keine 96 Minischalter (also je Viertelstunde) für einen täglichen Turnus einstellen (dann müßte man es jedes Mal ausschalten). Ich will auch nicht am Stromkasten rumfummeln müssen.

Kennt da jemand irgendetwas, was diesen Zweck erfüllt?

Die neuen Selektoren bei CSS 3.0

Eben habe ich mir mal das Kapitel der neuen attributbedingten Selektoren unter CSS 3.0 angeschaut und bin durchaus begeistert. In der Version 2.0 hatte man damit zwar begonnen, aber das Ergebnis war nicht wirklich praxistauglich gewesen. Und so war es vor Jahren noch eine friemelige Angelegenheit, die Adressen von Links im PHP nach möglichen Endungen zu untersuchen (z.B. erscheint bei einem Link auf eine mp3-Datei ein Notensymbol) bzw. interne Links von externen Links zu unterscheiden (bei externen Links erscheint ein kleiner Pfeil). Am Ende wurde diese »Erkenntnis« in Form einer Klasse an den Link drangehangen und im CSS formatiert.

Zu Unterscheidung interner (= keine absoluten Adressen) und externer Links würde nun das reichen:

a[href^="http"]
{ background-image:url(extern.png);
 padding-left:9px;
 background-position:left bottom;
 background-repeat:no-repeat;
}

Die mp3-Datei läßt sich nun so kennzeichnen:

a[href$="mp3"]
{ background-image:url(musiknote.png);
 padding-left:9px;
 background-position:left bottom;
 background-repeat:no-repeat;
}

Funktioniert unter Opera 9 und Firefox 3.

Die Entfernungspauschale

Am 09.12. veröffentlichte das Bundesverfassungsgericht eine Pressemitteilung, in der der Wegfall der ersten 20 Kilometer bei der Entfernungspauschale verfassungswidrig ist. Und genauso habe ich diesen Gerichtsstreit prognostiziert: diese Behandlung verstößt gegen den Gleichheitsgrundsatz unseres Steuersystems, daß auf das Nettoeinkommen (also: alles, was reinkommt abzgl. alles dafür aufgebracht wird) ausgerichtet ist. Ausnahmeregelungen sind zwar möglich, müssen jedoch auch fundiert begründet werden — und ein Blick auf Haushaltslöcher reicht dazu nicht aus.

Interessant finde ich an der Meldung, daß das Bundesverfassungsgericht diese Regelung auch aus verkehrs- und umweltpolitischer Sicht beurteilt hat:

Insbesondere lässt sich die praktische Aufrechterhaltung der vorangehenden Rechtslage für Wege ab 21 km mangels plausibler Härtekriterien als Härtefallregelung nicht rechtfertigen, und die aufwandsunabhängige Pauschale wirkt, wie die frühere unbeschränkte Entfernungspauschale, in den Fällen fehlenden oder geringeren Aufwands wegen kostenfreier oder -günstiger Transportmöglichkeiten als Subvention zur Förderung verkehrs- und umweltpolitischer Ziele. Diesen Zielen aber widerspricht der Einsatz der Pauschale als Härteregelung, denn so werden gerade Wahl und Aufrechterhaltung längerer Wegstrecken und damit die Entscheidung für verkehrs- und umweltpolitisch weniger erwünschtes Verhalten belohnt, während die Entscheidung für nahes Wohnen am »Werkstor« zielwidrig benachteiligt wird.

Anders ausgedrückt: die Politik könnte die Pendlerpauschale so drehen, daß diese mit zunehmender Entfernung geringer wird bzw. es eine Maximalentfernung gibt — um damit den Leuten einen Anreiz zu geben, näher am »Werkstor« zu wohnen. Also gleiche Mobilität für weniger Verkehr.

Über die Qualität alternativer Paketzusteller

Bei mir im Hause hing an der Haustür folgender Zettel:

Dazu drei Gedanken:

  • Der Zettel wurde von außen an die Haustür befestigt. Sprich: es kann jeder den Zettel einfach so entfernen. Ein potentieller Empfänger wäre dann nicht über die fehlgeschlagene Zustellung informiert.
  • Den (geschwärzten) Namen kann ich weder auf den Klingelschildern noch an den Briefkästen finden.
  • Der Schein enthält eine eindeutige ID zur Nachverfolgung des Pakets. Das läd zumindest zum Nachschauen ein (der Zusteller hat es ja öffentlich zugänglich gemacht). Hier sollte man lobenswert erwähnen, daß man keine persönlichen Angaben zu Empfänger und Sender finden kann. Trotzdem ist es verwunderlich, wie man in einem solchen Fall lediglich ein »Nicht zugestellt da Kunde nicht angetroffen« erfassen kann.

Damit die Suchmaschinen auch noch etwas haben: der Anbieter nennt sich GLS.

Aktualisierung: während sich für diesen Zettel bis jetzt immer noch keiner interessiert hat, kommt nun ein zweiter Zettel dazu: von ups. Hier existiert wenigstens der Empfänger. Entgegen dem GLS-Paket wurde es nicht in einer Paketsammelstelle aufbewahrt, wo man sich wenigstens mit Personalausweis authentifizieren muß, sondern im Nachbarhaus bei einem Spätshop. Wie gesagt: die Benachrichtigung wurde von außen an die Tür geklebt.

Berlin-Dresden

Und mal eine positive E-Mail am Rande: die Deutsche Bahn erwägt so ganz langsam, die Strecke zwischen Berlin und Dresden zu sanieren. Wenn man bedenkt, daß es heutzutage Streckenabschnitte gibt, wo selbst der IC/EC nur 60 Stundenkilometer fahren darf. Geplant ist, daß ab 2012, also in drei Jahren Bauzeit, die Strecke mit 160 Stundenkilometern wieder befahren werden kann. Dann soll die Reisezeit zwischen Lehrter Stadtbahnhof und Dresden Hauptbahnhof nicht mehr 126 Minuten betragen, sondern lediglich 89 Minuten.

Passend dazu auch die nächste frohe Botschaft: die Strecke Dresden-Leipzig wird künftig nicht mehr stündlich mit dem ICE befahren, sondern alle zwei Stunden mit einem IC-Ersatzzug.