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Homepage von René Pönitz

NZ: Arthurs Pass

Wir waren an der Westküste – und mussten unsere Reise an der Ostküste in Christchurch abschließen. Die nahezu direkte Verbindung ist der State Highway 73 über die Neuseeländischen Alpen, besser bekannt als „Arthurs Pass”. Verglichen mit anderen Bergpässen (z.B. die auf Coromandel) ist dieser aber sehr gut ausgebaut und passierbar. Zudem kann man den Arthur Pass auch mit dem Zug befahren. Diese Option hatten wir anfangs mit ins Auge gefasst. Nur für zwei Personen Retour hätte uns das umgerechnet alleine 500 Euro gekostet, zudem waren wir ohnehin am Ende sehr knapp mit Tagen gewesen.

Zwischen Greymouth und Hokitika am Örtchen Kumara Junction beginnt die Straße. Die Straße führt im Tal des Taramakau River einige Kilometer hinein. Anfangs nur kleine Hügel, fast noch ebene Landschaft:

Die Berge wurden höher. Das Flussbett des Taramakau-Flusses war sehr ausladend. Besonders beeindruckend ist ein Telefonmast inmitten des Flusses:

Über den Pass führt auch eine Eisenbahn, eine der wenigen Strecken mit Personenverkehr. Ursprünglich wollten wir von Christchurch mit dem Zug hin- und zurückfahren. Als wir die Passstraße befahren wollten, bekamen wir nur einen Güterzug zu Gesicht. Von KiwiRail – wie hätte auch das Eisenbahnunternehmen anders heißen können?

Das letzte Bild ist aus Otira am Otira-Fluss. Es ist auf der Westseite das letzte Dorf vor dem Pass. Ab dort sahen wir Schnee. Und der Anstieg nahm zu.

Bei den Reidfalls gab es einen kleinen künstlichen Wasserfall, damit die Straße im trockenen bleibt:

Wir machten Halt am ersten Aussichtsturm. Ja, der Blick war spannend, kein Zweifel. Aber ein kleiner Kea) stehlt dem Blick die Show. Keas sind eine der wenigen Papageien, die in der kühlen alpinen Landschaft leben können und sind ausgesprochen zugänglich und neugierig.

Und verspielt: Dichtungsgummis rausfriemeln? Kein Problem. Der Kea hatte da weitaus mehr Spaß als der Autofahrer gehabt.

Nachdem Parkplatz ging es über das Otira-Viadukt, eine sehr große Straßenbrücke, die das kleine Rinnsal des Otira-Flusses zweimal quert. Der Zweck der Ausmaße und vor allem auch des Anstieges innerhalb der Brücke ist vor allem das Gebiet auch in Folge von Erdrutschen passierbar zu lassen.

Auch auf unserem zweiten Aussichtsturm begrüßte uns ein Kea, welch Zufall. Oder war es der selbe Kea? Wir machten einige Bilder, doch mussten schnell flüchten: der eisige Wind, der über den Pass wehte, ließen leider nicht mehr zu. Kurz danach passieren wir den eigentlich Pass:

Das erste Örtchen nach dem Pass ist die Arthur Pass Village. Vermutlich gibt es das Örtchen nur wegen dem Tourismus, denn als Startpunkt für Wanderungen ideal. Wir machten Halt und liefen zum Devils Punchbowl Falls (Wasserfall).

Und wieder keine Kiwis:

Südlich des Arthur Passes fuhren wir am Bealey River:

Eine besondere Form der One-Lane-Bridge: Mit Ausweichstelle. Wie hier bei der Mündung des Bealey River über den Waimakariri River:

Die Ausblicke beim Waimakariri River waren nicht minder spektakulär:

Als wir da standen und fotografierten, kamen uns Schafe entgegen. Als die Straße noch leer war, hopsten sie entspannt die Straße lang. Dann kam der Verkehr. Und leider auch einige hupende Zeitgenossen:

Noch bis auf den letzten Bergkuppen lag Schnee. Dann fuhren wir zwischen den letzten Hügeln hervor: Flachland. Aber total. Auch nach 50 Kilometern sah ich die Schneekuppen noch im Spiegel des Fahrzeuges:

Wir erreichten Christchurch. Yeaahh! Oder eher schade, denn wir erreichten den Punkt, von dem wir unseren Rückflug aus antreten werden.

Fazit: Die Strecke über Arthurs Pass hat sich definitiv gelohnt!

Alle Bilder der Querung in einer Bildgalerie:

NZ: Nach Greymouth

Nach zwei Nächten starteten wir unsere letzte lange Tour – der Weg nach Christchurch. Die erste Etappe war Greymouth.

Wir fuhren an Barrytown vorbei und genossen den Blick über die malerische Küste:

Nächste Foto-Pause: der Ten Miles Creek

Die nächste Pause legtne wir in Runanga ein, einem kleinen Ort, der – wie viele andere entlang der Westküste – für Bergbau (hier Steinkohle) von Bedeutung ist. Leider nicht nur im Guten (siehe 19 killed in Strongman Mine explosion at Rūnanga). Die örtliche Skulptur war ein Kohlehunt, die örtliche öffentliche Toilette ist dekoriert mit einem Bergmann in voller Montur im Schacht.

A pro pos Toilette: der hat hat nur 1221 Einwohner, verfügt gerade so über eine Schule und ist alles andere als ein touristisches Highlight. Aber es gibt eine kostenfreie, öffentliche Toilette. Wie sie fast jedes Örtchen in Neuseeland hatte.

In Greymouth gab es endlich wieder Tankstellen und Kaufhallen. Wir kauften für die letzte Etappe ein. Übrigens: Hier gab es auch Weihnachtsmänner aus Deutschland. Und „Marzipan Stollen” (so geschrieben):

Wir machten einen Abstecher beim Bahnhof. Hätten wir mehr Zeit, wären wir hier mit dem Zug von Christchurch über die Alpen gekommen, so liefen wir nur ein paar Schritte:

Und nun Trommelwirbel: die Innenstadt von Greymouth. Die Stadt wirkte ein wenig so wie das Überbleibsel einer alten Goldgräberstätte.

Wir hielten uns daher nicht allzu lange auf – und fuhren weiter nach Hokitika.