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Von einem Kugelhaus zum nächsten

Auch wenn Dresden in erster Linie für Barock steht: es hat auch noch andere Wahrzeichen. Zum Beispiel die orientalisch aussehende Yenidze. Ein anderes wurde erst letztes Jahr abgerissen: das Zentrum Warenhaus. Und das vermutlich interessanteste bereits 1938 zehn Jahre nach dessen Bau: das weltweit erste Kugelhaus.

(Bildquelle: Wikipdia, GNU-Lizenze)

Als Andenken an dieses eher kurzweilige Wahrzeichen hatte man bereits vor ein paar Jahren am Wiener Platz zwei Glas-Beton-Klötzer mit einer Kugel verbinden lassen.

Am ersten September ging nun eine Meldung durch die Sächsische Zeitung (ich finde es nicht mehr online), in der eine »originalgetreue Kopie des weltweit ersten Kugelhauses« entstehen soll. Allerdings nicht mehr am Straßburger Platz (da steht nun VW), sondern am anderen Ende des Großen Gartens beim Lennéplatz. Beim Neubau übernimmt man die Abmessungen (24 Meter Durchmesser) und Baumaterialien (genietetes Stahl und Glas) des Originals.

(Ich wette, der Wiederaufbau wird sich auch positiv in der Gästezahlenbilanz bemerkbar machen)

Gleichzeitig ist auch das dritte Erinnerungsstück an das Kugelhaus geplant: der Dresdner Kugelhaus-Verein plant eine weitere Kugel nahe der Augustusbrücke am Neustädter Ufer. Hier soll allerdings keine Kopie entstehen, sondern eine »eine moderne Sandsteinkugel [..], die eine Hommage an das Original und an Dresdner Architektur sein soll«, so der Vereinsvorsitzende. Ja, bei dem Wort »modern« wird man als (Wenn-auch-nicht-mehr-ganz-)Dresdner langsam skeptisch.

Auf jeden Fall bleibt eine gewisse Vorfreude auf den originalgetreuen Wiederaufbau!