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Homepage von René Pönitz

Fiji: Datumsgrenze

Entlang der eigentlichen Datumgsgrenze am 180°-Längengrad gibt es nur wenig Land. Auf der Nordhalbkugel betrifft es nur Russland (Festland und eine Insel), auf der Südhalbkugel drei Inseln von Fiji, eine davon ist Taveuni. Auch wenn dieser Antimeridian die Insel teilte, so verläuft die rechtliche Datumgsgrenze östlich an Fiji vorbei.

Aber welch Überraschung: in unmittelbarer Nähe zu dieser Linie war unser Ressort. Diese Linie war also gewissermaßen fußläufig. Also machten wir uns auf den Weg und liefen hin.

Zunächst entlang der Straße ging es bis ins nächste Dorf Tavuki. Dieser Baum ist für sich schon eine kleine Sehenswürdigkeit:

Dort wurden wir von Einheimischen angesprochen und machten Small-Talk. Sie zeigten uns auch den Weg zum Meridian-Punkt. Es ging also nun eine Straße einen Hügel hinauf. Bei der Feuerwehr abbiegen:

Unter hinter dem Rugby-Feld, wo man mit gar nichts mehr rechnet und nur eine kleine Barracke sieht, ist es: das Meridian-Denkmal:

Wir baten einige Einheimische, Fotos von uns zu machen. Allzuviele Touristen scheinen sich hier nicht zu verirren. Dafür besonders viele Viecher.

Wir wurden noch eingeladen, ihre Kirche zu bewundern. Sie erzählten uns, dass sie die Kirche genau auf diesen Meridian ausgerichtet werden. Irgendwie schien diese Linie aber geknickt worden zu sein. Wir wollten nicht unhöflich sein, also ließen wir sie in diesem Glauben.

Und anders als die Holy-Cross-Church sah sie eher passend für Fiji und Bula aus: wie ein kleiner Veranstaltungsraum. So mit Schlagzeug, großen Boxen, Keyboard und einem Pult. Sonnendurchflutet, ein paar Blumen und farbig dekoriert.

Wir machten uns auf den Rückweg. Aber den mussten wir nicht laufen. Eine Frau hielt an – und fragte einfach so, ob sie uns mitnehmen könne. Vielen Dank! So konnten wir vom Ressort aus noch ein wunderschönes Abendrot betrachten: