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Homepage von René Pönitz

Dresdner Nachrichten und die Wikipedia

Lieber Dresdner Nachrichten,

Ich finde, die Ähnlichkeiten zwischen dem Artikel »Fortfahren und Ankommen« (Ausgabe 44/2006) und dem Artikel über den Dresdner Hauptbahnhof aus der Wikipedia (bzw. deren Abschnitte »Zahlen« und »Unterm Strick«) sind sehr auffallend.

Beispiele?

  • Täglich benutzen etwa 50.000 Reisende den Bahnhof. (Wikipedia)
  • Täglich benutzen etwa 50.000 Menschen den Bahnhof. (Dresdner Nachrichten)

  • Häufigstes direktes Ziel außerhalb des S-Bahn-Raums ist Leipzig mit täglich bis zu 32 Verbindungen. Stündlich verkehren bis zu 10 S-Bahnen ab Dresden Hauptbahnhof. (Wikipedia)
  • Häufigstes direktes Ziel außerhalb des S-Bahn-Raums ist Leipzig mit täglich bis zu 32 Verbindungen. Stündlich verkehren bis zu zehn S-Bahnen ab Dresden Hauptbahnhof. (Dresdner Nachrichten)

  • Obwohl im Rahmen der Bahnhofssanierung der Strick entfernt wurde, wird auch heute noch dieser Ort von vielen Dresdnern als Treffpunkt für z. B. die beliebten Ausflüge in die Sächsische Schweiz genannt. (Wikipedia)
  • Nach der Sanierung fehlt dieser nun — geblieben ist der Ort unterm früheren Strick als beliebter Treffpunkt zum Beispiel für Ausflüge in die Sächsische Schweiz oder ins Osterzgebirge. (Dresdner Nachrichten)

Eine Quellenangabe zur Wikipedia existiert nicht! Irgendwie habe ich nur mal nach alternativen Quellen über den berühmten Strick gesucht ...

Einweihung des Dresdner Hauptbahnhofs

Am Freitag abend wurde ein großer Teil des Hauptbahnhofes nach einer umfangreichen Sanierung mit einem feierlichen Programm freigegeben.

Auch wenn der Umbau des Bahnhof in vielen Dingen durchaus gelungen sind, gibt es auch sehr markante Schnitzer, die nicht unerwähnt bleiben sollten!

Nehmen wir zum Beispiel die Empfangshalle. Über den einzelnen Fensterbögen gab es Bilder mit Reisezeilen aus der näheren Umgebung, wie zum Beispiel Riesa, Meißen und Pirna. Jetzt erstrahlt diese Fläche im strahlenden Einheitsweiß. Die Besonderheit fehlt nun! (Gut, der berühmte Strick ist weg, aber jetzt nicht so dramatisch).

Nehmen wir zum Beispiel die Fahrkartenausgabe. Mal abgesehen von der Tatsache, daß es vor dem Umbau 11 Schalter gab und nun lediglich 6, sieht diese jetzt aus wie gewollt und nicht gekonnt. Durch die Ziegelsteine wirkt sie alt und zerfallen, was durchaus einen guten Reiz darstellen kann. Aber dann paßt der gepflegte, klinisch saubere Gegensatz und insbesondere die riesigen Glasfenster nicht.

Der sichtbare Sichtbeton in den Passagen unter den Oberbahnsteigen paßt auch nicht unbedingt zum restlichen Bahnhof. Und die Überwachungskameras gab es vorher auch noch nicht!

Anmerkung in eigener Sache: ich suche Fotos von den verschwundenen Gemälden aus der Eingangshalle!