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Lohnt der Japan Rail Pass?

Wer als Tourist in Japan auch mit den Eisenbahnen (und vor allem den Shikansen) unterwegs sein will, wird um die Frage des Japan Rail Passes nicht herumkommen. Wir haben ihn für 3 Wochen in Anspruch genommen, das kostete uns 452 Euro (Wert in Yen: 59350).

Nach der Reise fragten wir uns dann: Hat er sich gerechnet? Finanziell kaum, vom Reisekomfort her auf jeden Fall!

Wir haben unsere Zugfahrten notiert. Für die reinen Verbindungspreise sowie Express-Aufschläge hätten wir ohne den Pass 54910 Yen bezahlt (umgerechnet ca. 418 Euro) – ohne irgendwelche Frühbucher-Rabatte. Hinzu kommen noch die Reservierungsgebühren für die Sitzplätze. Diese können wir aber im Nachhinein nicht mehr ermitteln (Sie sind nicht zwingend nötig, manchmal aber vorteilhaft. Und teilweise hatten wir auch welche für Verbindungen, die wir dann so nicht angetreten sind. In jedem Fall sind sie im Japan Rail Pass mit inklusive).

Warum es sich dennoch gelohnt hat und wir diesen wieder holen würden?

Zum einen wussten wir vor der Reise nicht, wie viele Fahrten wir letztendlich machen werden. Von Tokio aus hatten wir noch einige Ausflüge ins Umland geplant, auf die dann verzichteten. Mit dem Japan Rail Pass haben wir einen Fixpreis.

Und zum anderen mussten wir vor Ort keine Fahrkarten kaufen. Das erspart das Bedienen von Automaten, Warteschlangen etc. Mit dem Japan Rail Pass gehst du einfach an der Bezahlschranke vorbei und winkst mit der Karte.

Und zum dritten: Verglichen mit der Landesgröße haben wir doch nur einen kleinen Teil (grob Hiroshima-Tokio) bereist. Wäre der Abschnitt größer, hätte sich der Japan Rail Pass definitiv gelohnt.

Was man aber im Kopf behalten sollte: Es gibt in Japan neben den Japan Rails viele weitere Bahnbetreiber, bei denen der Pass nicht akzeptiert wird. Ebenso findet er keine Anwendung bei städtischen U-Bahnen bzw. Bussen.

Von Bis Fahrpreis Express Anmerkung
Takamatsu Hiroshima 4190 2480
Hiroshima Mijayima 590 inklusive Fähre
Mijayima Hiroshima 590 inklusive Fähre
Hiroshima Shin-Osaka 5620 4090
Shin-Osaka Emmachi 760 860
Emmachi Inari 200
Nijo Emmachi 140
Emmachi Himeji 2270 2480
Himeji Emmachi 2270 2480
Emmachi Nara 840
Nara Emmachi 840
Emmachi Saga-Arashiyama 190
Saga-Arashiyama Emmachi 190
Emmachi Narai 5400 3390
Narai Machida 3670 2160
Odawara Kameido 1660 1730
Ryogoku Kameido 140
Kameido Tokyo 170
Ichigaya Sendagaya 140
Akihabara Kameido 160
Kameido Iidabashi 170
Ichigaya Shibuya 170
Shibuya Kameido 310
Kameido Uguisudani 170
Ueno Kameido 170
Kameido Nippori 860
Ueno Kameido 170
Kameido Narita Terminal 1490 1700 Airport Express
Summe 33540 21370 Gesamt: 54910

Fiji: Fiji Orchid

Wenn auch nur für eine Nacht, so lernten wir noch ein drittes Ressort kennen: das Fiji Orchid zwischen Nadi und Lautoka. Wir kamen von Taveuni in Nadi an – und wurden auch prompt abgeholt. In einigen Minuten waren wir dann auf dem Ressort.

Laut Webseite gehörte das Ressort mal Raymond Burr, einem kanadischen Schauspieler, dessen Filme vor allen in den 50er, 60er und 70ern gedreht und der in den 90ern verstorben ist. Eins seiner Hobbys soll wohl Orchideen gewesen sein. Und was macht man da als kanadischer Filmstar? Klar, man kauft eine Insel in Fiji. Und ein Ressort. Und legt noch einen Garten im Nationalpark an (Garden of the Sleeping Giant). So erklärte sich dann auch der Name des Ressorts (Fiji Orchid) und der Name des dortigen Restaurants (Raymond’s).

Das Ressort bestand nur aus sechs Buren, kleinen eher zeltähnlichen Hütten. Der Ausstattungsstandard war dagegen topp. Wir kamen an – und alles war liebevoll mit Pflanzenblüten dekoriert.

Zwischen den Gebäuden war der reinste botanische Garten – und so entschuldigt mich, wenn in disem Beitrag vor allem Pflanzenbilder zu sehen sein werden:

Wir gingen zum Abendessen in das eben schon erwähnte Raymond’s:

Da über uns nur eine Art Zeltmembran war, hörten wir in der Nacht öfters dumpfe Aufpralle. Das Rätsel konnten wir am nächsten Morgen lesen: Es war ein Johannisbrotbaum:

Nicht weit davon entfernt war der Saweni-Strand. Doch dazu hatten wir gar keine Gelegenheit mehr gehabt. Denn am nächsten Morgen mussten wir zum Flughafen. So zeitig wie möglich versuchten wir zu frühstücken. Und dann ließen sie sich Zeit und wir scharrten schon mit den Hufen. Am Ende ging alles gut – und wir kamen rechtzeitig am Flughafen an, um Fiji zu verlassen.

Fiji: Lautoka

Da es am Flughafen Nadi keine Post mehr gab, bin ich zum Versenden des Pakets nach Lautoka reingefahren. Lautoka ist hier so etwas wie eine Großstadt – mit über 50.000 Einwohnern. Es wird bereits auch als „City” bezeichnet. Als wir einige Tage zuvor von Wananavu zurück zum Flughafen gefahren sind, gab es sogar Stau kurz vor Lautoka. In soweit nutzte ich die Gelegenheit, auch mal Urbanität von Fiji kennen zu lernen.

Der Fahrer, der uns vom Flughafen zum Ressort brachte, war so freundlich und nahm mich auch gleich mit in die Stadt mit – und setzte mich vor der Post ab. Nachdem ich das Paket verschickt hatte, schaute ich mich noch ein wenig um.

Die Narara-Parade war eine der zentralen Straßen in der Innenstadt. In ihrer Mitte gibt es sogar Gleise. Doch das ist keine Straßenbahn, auf Fiji gibt es nur Güterverkehr. Der Sugar Train.

Etwas, was ich in Fiji noch gar nicht gesehen habe: Parkuhren. Und ich sah sogar Personen, die das kontrollierten.

Ich betrat das Tappoo-Einkaufszentrum. Total modern. Es gab sogar Rolltreppen. Und ein farbenfrohes Obst- und Gemüstesortiment. Das totale Gegenteil von dem, was ich in Rakiraki und auf Taveuni kannte.

Auf der anderen Straßenseite der Promenade gab es viele kleinere Geschäfte:

Ich betrat ein Bekleidungsgeschäft und kleidere mich einmal neu ein: Noch ein Hemd. Und einen Zulu, das ist ein Männerrock. Beides zusammen für 50 FJD (cs. 20 Euro). Bei Zulu bekam ich ausführlich erklärt, wie man ihn zu binden hat – damit er fest sitzt.

Direkt daneben gab es Elektronik:

Verlässt man diese Promenade, wird es etwas einfacher:

Leider war die Zeit sehr begrenzt. Ich musste wieder zurück. Für das Ressort half nur ein Taxi. Aber auch das war überschaubar. Und war sehr interessant.

Postversand vom anderen Ende der Welt

Sowohl von Japan als auch von Fiji haben wir Pakete nach Hause geschickt.

Für Japan gibt es eine sehr hilfreiche Seite. Mit ihr waren wir auf (fast) alles vorbereitet. Pakete zu verschicken ist nicht nur eine Frage von Gewicht und Porto, sondern auch von Zoll. Pro Sendung darf der Warenwert von 45 Euro nicht überstiegen werden (gilt für sämtliche Sendungen nach Deutschland). Also teilten wir unsere Besitztüber in ein Päckchen (ist günstiger, ohne Tracking-Nummer) und ein Paket (mit Tracking-Nummer).

Wir betraten die Post und wurden auch freundlich empfangen. Wir kauften die passenden Kartons und füllten unsere Gegenstände in die Kisten und machten alles passend. Das waren vor allem Karten und Infomaterial von besichtigten Einrichtungen, teilweise auch Dinge, die wir im weiteren Verlauf der Reise nicht mehr brauchten und eben auch Souvenirs. Die ersten beiden Dinge sind natürlich besser für den Zoll. Das Packen war binnen weniger Minuten erledigt.

Dann füllten wir die Zoll-Scheine aus, die werden mit aufgeklebt. Sprich: Du listest alles auf – und gibst zu allem ein ungefähres Gewicht und deren Wert an. Das machte richtig Arbeit.

Das freundliche Personal unterstützte uns mit Klebeband, Edding, Schere und Klebestift. Wirklich sehr zuvorkommend (Ich hatte in Deutschland mal ein Paket verschickt und wollte das Paket mit etwas Klebeband stabiler machen. Oh, da durfte ich mir anhören, dass die Post nicht dafür zuständig sei)

Nach gut einer Stunde waren wir dann soweit: es konnte losgehen. Naja, theoretisch. Da wir eins der Kisten als Paket verschicken wollten, musste ein anderes Formular ausgefüllt werden (Bei Paketen sind die Zollinformationen gleich integriert). Also noch mal alles abschreiben. War ja nicht schlimm, wir hatten großzügig Zeit eingeplant.

Bürokratie par excellence, aber das Personal half uns ungemein. Wir hatten schon unseren Coach, die uns unterstützte.

Seeweg oder Luftweg? Für uns war die Entscheidung klar: Seeweg. Nicht weil das andere fast doppelt so teuer war. Aber die Pakete sollten nicht vor uns ankommen! Das Personal entschuldigt sich für lange Wartezeit. Ich sagte nur: „Alles ist perfekt, wenn es bis Jahresende ankommt.” Beide Sendungen kosteten umgerechnet um die 40 Euro.

Eineinhalb Wochen später wollte ich am Internationalen Flughafen in Nadi (Fiji) ein Paket verschicken. Doch Pustekuchen: es gab keine Post mehr. Es wusste auch kaum jemand, ob und wo es diese Post gegeben hat. Wir fragten mehrere Leute und bekamen ganz verschiedene Aussagen. Da, wo bei Google Maps eine Post eingezeichnet ist, hätte mal eine sein können. Also verband ich es mit einen Besuch in Lautoka:

Ich bekam im angeschlossenen Postkiosk eine Kiste geschenkt. Da diese aber bedruckt war, sollte die bedruckten Flächen mit Papier abgedeckt werden. Für das Papier bezahlte ich einen symbolischen Betrag von umgerechnet von 15ct. Dann verpackte ich die Kiste und füllte das Zollformular aus.

Seeweg oder Luftweg? Diese Frage stellte sich in Fiji nicht, denn es gab nur den Luftweg. Und das war blöd, weil das Paket dann vor mir ankommen würde. Also musste ich einen abweichenden Adressaten angeben (Firma). Am Ende hat mich dieses Paket knapp 100 Fiji-Dollar (40 Euro) gekostet. Also fast genauso viel wie ein Paket und ein Päckchen aus Japan.

(Von Neuseeland aus verzichteten wir auf ein Paket.)

Nun hatte ich eine Tracking-Nummer von Japan und eine von Fiji. Während wir noch in Neuseeland unterwegs waren, kam das Paket von Fiji an. Beim Paket aus Japan habe ich einen sehr langen Zeitraum keinerlei Lebenszeichen vernommen. Anfang Oktober wurde es versandt.

Anfang Dezember kamen – an zwei Tagen in Folge – sowohl das Päckchen als auch das Paket an. Die Freude war groß. Nachdem das Paket angekommen war, fand ich auch neue Lebenszeichen hinter der Trackingnummer. Allen voran gab es zur Japanischen Trackingnummer auch eine DHL-Nummer. Nur die kannte ich eben nicht. Und da gab es schon eher Informationen.