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Homepage von René Pönitz

Fachkräftemangel in Deutschland?

Die Bitkom, Branchenverband für die Informations- und Telekommunikationsindustrie der Großunternehmen in Deutschland, bemerkt, daß es einen Fachkräftemangel an Informatikern, Ingenieuren und Naturwissenschaftlern gibt. Schön. Und sie schlägt deshalb vor, daß die Einwanderungspolitik in Deutschland (speziell das Zuwanderungsgesetz, sprich GreenCard) zu überdenken:

Ausländische Spitzenkräfte haben in Deutschland kaum langfristige Perspektiven. Spätestens nach fünf Jahren müssen sie wieder gehen, es sei denn, sie verdienen mindestens 85.000 Euro im Jahr.

Ich denke, spätestens ab diesem Satz wird es deutlich, daß man diesen Verband nicht ernst nehmen kann! Mindestens zwei, drei mal in der Woche berichtet heise über Stellenabbau verschiedenster Firmen, zu letzt über BenQ Mobile mit ca. 500 Arbeitsplätzen (siehe auch 29.000 Stellen bei IBM und HP). Bei so einem Trend kann es kaum einen Mangel noch geben. Viel eher geht es der Bitkom wohl eher darum, die Löhne sogenannter »Fachkräfte« zu drücken, in dem der Markt an vorhandenen Arbeitern künstlich aufgebläht wird.

Wo bleibt eigentlich noch der Weitblick? Zum Beispiel die eigene Ausbildung von qualifizierten Mitarbeitern? Das mag vielleicht kurzfristig teurer sein — doch sind die langfristigen positiven Effekte nicht weitaus nützlicher? Oder vielleicht für die Verbesserung von Studienbedingungen einsetzen? (Was leider nicht geht: der Verein befürwortet Studiengebühren und fällt leider auf das leidige Märchen herein, daß die Gelder den Hochschulen zu Gute kommen).

Siehe auch den Leitfaden zur Patentierung computerimplementierter Erfindungen!