renephoenix.de

Homepage von René Pönitz

NZ: Forgotten World Highways

Nach dem eher kurzen Aufenthalt in den Waitomo Caves stiegen wir wieder in das Auto – und fuhren weiter zum Tagesziel National Park. Gemeint ist hier der Tongariro National Park in der Nähe des kleinen Örtchens National Park Village. Es trennten uns noch weitere 142 Kilometer.

Wir befuhren den State Highway 4. In diesem Gebiet ist Neuseeland sehr spärlich besiedelt. In Taumarunui trifft dieser den State Highway 43, der den beiläufigen Namen Forgotten World Highway trägt. Eine Fernstraße mit 155 Kilometern Gesamtlänge, die durchschnittlich von 150 Fahrzeugen pro Tag befahren wird und auf ihrer gesamten Länge nur eine Ortschaft (mit 12 Einwohnern) sowie einige versprengte Siedlungen erschließt.

Aber auch als wie noch den SH 4 am helligen Tag befuhren, sahen wir kilometer keinerlei Gegenverkehr. Dafür Nebel. Jede Menge Nebel:

Dazu ein Verkehrszeichen, was absolut Mut macht: Achtung, vor herunterfallenden Geröll. Bitte am Steilhang nicht bummeln oder halten!

In Taumarunui fuhren wir – zum Spaß – in den Forgotten World Highway hinein. Und wer nun denkt, dass dies nur ein spaßiger Begriff in Reiseführern sind: diese Straße wird tatsächlich auch mit Verkehrszeichen so angekündigt. Gefolgt von einem Schild, dass auf den folgenden 150 Kilometern keinerlei Tankstelle existiert.

binclude{standard}(21982).

Nach fünf Kilometern kehrten wir um. Hätten wir mehr Zeit, wären wir gerne noch bis zum Egmont-Nationalpark gefahren und den dortigen Vulkan gesehen. Auch der Moki Tunnel, umgangssprachlich Hobbis Höhle, wäre sicherlich ein tolles Fotomotiv gewesen. Unser Ziel war die National Park Village. Und bis dahin zog und zog es sich auch so. Nach Raurimu galt es noch etliche Höhenmeter zu überwinden, unser Ziel lag bei über 800 Metern Höhe.

Als wir wenig später auf dem riesigen Parkplatz vom Park Hotel Ruapehu den Wagen verließen, wehte uns eine deutlich kältere Brise entgegen. Am Empfang wurden wir freundlich begrüßt, doch unser Zimmer war genau am anderen Ende der Anlage. Um es zu erreichen, wurde es wieder kalt: denn die Gänge waren alle offen.

Ein Hoch auf die Energieeffizienz bei so viel Außenwand, über die die Wärme des kleinen elektrischen Radiators entweichen kann.

Übrigens unser Blick aus dem Fenster:

Ähnlich wie hier auch gab es im Hotel diverse Hygiene-Artikel. Die Verpackung dieses Produktes (vermutlich Seife) ließ mich doch rätselnd zurück. Ein einzigartig in Neuseeland entwickeltes und hergestelltes Produkt, welches in China hergestellt wurde:

NZ: Taupo

Nach Wai-O-Tapu und den Huka-Falls erreichten wir am Abend den Ort Taupo am größten neuseeländischen Binnensee Lake Taupo. Unser Motel war das Thermal Lodge direkt am Lake Taupo.

Abendspaziergang am Ufer und Pub

Nachdem wir eingecheckt haben, liefen wir zur See – und blicken hinüber. An gegenüberliegenden Ufer, gut 40 Kilometer entfernt, bewunderten wir die Berge des Tongariro National Park (welches wir zwei Tage später bewunderten):

Reichlich eine Stunde später erwarteten uns intensivere Farben:

In der Zwischenzeit kehrten wir in einem britischen Pub („Jolly Good Fellows”) ein. Auf unserem Speiseplan standen Lammkeulen, diese sind sehr typisch in Neuseeland.

Insgesamt hatten wir drei Mal Lammkeulen gegessen (Taupo, Blenheim und Christchurch), diese waren die besten.

Pool

Zur Unterkunft gab es zwei Thermalbecken. Als wir abends das Hotel erreichten, badeten wir noch einmal in der geothermalen Wärme. Entspannend!

Picknick

Vom Zentrum des Ortes haben wir nicht viel gesehen. Am Thermal Explorer Highway, nicht weit entfernt von den Huka Falls, machten wir Brunch-Picknick. Im schönen Sonnenschein packten wir den Campingkocher aus und rösteten uns etwas Fleisch.

Auf dem Weg zu den Glühwürmchen – Die Kuhherde

Den Großteil des Tages werden wir wohl im Fahrzeug verbringen. Bis zu den Waitomo-Glühwürmchenhöhlen sind es 150 Kilometer, also locker mehr als 2 Stunden Fahrten.

Das witzige Highlight war eigentlich nur ein kurzer Stopp am Fahrbahnrand am State Highway 30 (Nähe Bodley Road). Nia wollte – in Vorbereitung auf die Höhlen – noch zusätzliche Kleidung anziehen (Wegen Gefahr von Einbrüchen sollte man dies am Zielort möglichst vermeiden). Direkt neben dem Fahrzeug war ein Weidezaun. Am Anfang blickten wir auf drei neugierige Kühe:

Dann wurden es vier. Dann fünf. Auf diesem Bild waren es schon zehn:

Das lockte wiederum weitere Kühe an:

Am Ende stand (mit Ausnahme von 2 oder 3 Kühen) die gesamte Herde am Zaun und glotzte uns treudoof zu. Teilweise drängelten sie untereinander, wer in der ersten Reihe stehen durfte.

Wir fuhren langsam am Zaun entlang, die Herde folgte uns. Witzig!

Wenig später vermisste ich mein Cap. Ich dachte, ich hätte es am Vorabend im Pub vergessen. Doch Bilder der Kuhherde belegten, dass ich bis dahin noch hatte. Ärgerlich: in der tropfenden Höhle hätte ich es gerne auf dem Kopf gehabt.

Weiter geht’s zu unserem Besuch in den Waitomo-Caves – im Artikel über die neuseeländischen Glühwürmchen!