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Am Alexanderplatz ohne Ampeln

Ich durfte gestern Zeuge eines Verkehrsexperiment werden. Vermutlich war es nicht als solches gedacht gewesen, aber nunja.

Jedenfalls war die Ampel an der Kreuzung Alexanderstraße / Grunerstraße ausgefallen. Und das direkt zum Nachmittag, es war nicht wenig los. Trotz alledem hat sich auch ohne Ampel ein recht interessanter Modus zwischen Autofahrern und Fußgängern eingestellt: jedes Mal wenn genügend Fußgänger da waren, wurde mehr und mehr auf die Fahrbahn gedrängt — bis auch gleich ein Auto anhielt. Dann wechseln die Fußgänger die Seiten.

Auch die Autos von der Alexanderstraße (von Jannowitzbrücke kommend) konnten sich so gut in den Verkehrsstrom eingliedern.

Kurz gesagt: ich war erstaunt, daß es auch ohne Ampeln sehr zivilisiert der Verkehr sich im Selbstlauf geregelt hat. Und das im Zentrum von Berlin.

Bisherige Kommentare (1)

Kommentar von KingOli

Die Idee, dem Verkehr durch immer mehr Ampel Herr zu werden, ist aus meiner Sicht vollkommen überholt. Ich finde es jedes Jahr entspannend, durch die Tschechei zu fahren und an keiner Ampel stehen zu müssen, weil es diese einfach nicht gibt (dafür viele Kreisverkehre). Nun ist dort auch das Verkehrsaufkommen geringer, aber in Deutschland ist man gar nicht bereit, alternative Konzepte auszuprobieren. Wobei leider 80% der Ampel den Verkehr eher aufhalten als lenken.

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