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<lastBuildDate>Fri, 19 Jun 2026 00:00:00 +0200</lastBuildDate>
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<title>Ersatzverkehr in Hamburg</title>
<description>&lt;p&gt;Während des &lt;a href=&quot;https://renephoenix.de/olympia-nein&quot; class=&quot;linkext&quot; &gt;Olympia-Referendums&lt;/a&gt; hatte Hamburg die große Klappe: Die Stadt würde dann die barriereärmste Stadt sein. In der tagtäglichen Praxis zeigt sich aber, dass die Stadt schon den alltäglichen Herausforderungen der Barrierefreiheit nicht gewachsen ist. Heute mal am Beispiel der Ersatzverkehre für die U3 zwischen Mundsburg und Barmbek.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Baustelle ist für 2 Monate eingerichtet. Und keine Frage: Sanierung muss sein.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein auffallender Unterschied zu Berlin ist: Wann immer es geht, wird dort gependelt. Dann wird eingleisig saniert &amp;#8211; und auf dem anderen Seite pendelt eine Bahn. In Hamburg habe ich das noch nie gesehen, es gibt dann immer gleich Ersatzverkehr. Und so ist es auch hier der Fall.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn ich mir den aktuellen Ersatzverkehr im Bereich Mundsburg anschaue, so habe ich den Eindruck, dass Hamburg zum ersten Mal überhaupt Ersatzverkehr macht:&lt;/p&gt;

	&lt;ul&gt;
		&lt;li&gt;die Ersatzhaltestelle ist weit weg &amp;#8211; und nicht in Sichtbeziehung zum U-Bahnhof. Man sieht Unmengen an Leuten, die dorthin pilgern. Es gibt sogar vier Köpfe, die den Leuten den Weg zeigen sollen.&lt;/li&gt;
		&lt;li&gt;der Zutritt erfolgt direkt über einen Radweg. Man hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, mittels Markierungen den Radweg zu verlegen.&lt;/li&gt;
		&lt;li&gt;es gibt keinen Regenschutz (bei 2 Monaten Bauzeit auf einer Hauptader ist das nicht tragbar – insbesondere in Hamburg)&lt;/li&gt;
	&lt;/ul&gt;

&lt;p&gt;Aber blicken wir nun auf die Menschen im Rollstuhl: Bedingt durch diese &lt;a href=&quot;https://renephoenix.de/hamburger-nahverkehr?s=teilerhöh#toc22910-1&quot; class=&quot;linkext&quot; &gt;teilerhöhten Bahnsteige&lt;/a&gt;, verlassen also Rollstuhlfahrer in der Mitte des Bahnsteiges die U-Bahn. Sie müssen dann an das westliche Ende des Bahnsteiges gelangen. Dann queren sie den gesamten Vorplatz und drei Ampeln. Und nach 280 Metern zurückgelegter Strecke (ich habe es extra gemessen!), stehen sie dann nicht wettergeschützt in einer Grundstückseinfahrt &amp;#8211; und beobachten, wie die passende Tür sich genau da öffnet, wo ein abgesenkter Bordstein ist.&lt;/p&gt;

&lt;article class=&quot;pic&quot;&gt;&lt;div class=&quot;standard&quot;&gt;&lt;div class=&quot;picimage&quot;&gt;&lt;div class=&quot;imageimg&quot;&gt;
	&lt;a href=&quot;http://renephoenix.de/22982?cmd=getsource&quot; data-rel=&quot;fancy&quot; title=&quot;Ersatzverkehr U3&quot; class=&quot;fancy&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://renephoenix.de/22982?cmd=getsource&amp;picmode=std&quot; alt=&quot;Ersatzverkehr U3&quot;   /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class=&quot;imagelink&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://renephoenix.de/22982&quot;&gt;Zum Bild&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;footer class=&quot;footerdate&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://renephoenix.de/ersatzverkehr-u3&quot;&gt;Dieses Bild&lt;/a&gt; wurde &lt;span class=&quot;footerdate&quot;&gt;am 19.06.2026&lt;/span&gt; veröffentlicht.&lt;/footer&gt;&lt;/article&gt;

&lt;p&gt;(Ich habe mir ca. 8 haltende Busse angeschaut. Nur einer hielt passend, weil ein Lieferfahrzeug blockierte)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Am besagten Knoten findet derzeit auch für den Busverkehr eine mehrjährige Umleitung für die Linien 172/25 in Fahrtrichtung Süd statt. Aber die Ausschilderungen berücksichtigen nicht. Und auch hier wurden die Haltestellen in eine kleine Straße verlegt. Und dann müssen die Busfahrer ohne Hilfsampel über zwei Fahrspuren wieder in eine Hauptstraße einfädeln, bei der die Sicht durch leichte Kurven nicht besonders gut ist.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Auffallend ist, dass diese Maßnahmen stets so gestaltet sind, dass der Kfz-Verkehr möglichst nicht beeinträchtigt wird. Dass der Fuß des Haltestellenschildes teilweise auf einem Radweg steht, ist sicherlich ein Versehen, aber sehr symptomatisch.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Kurz gesagt: Dieser Dilettantismus ist an Realsatire echt nicht zu überbieten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Natürlich muss man anmerken, dass der Knoten Mundsburg aufgrund des ringförmigen Verkehrs nicht gerade einfach ist. Andererseits ist er bedingt durch die Weiche betriebstechnisch häufiger Beginn und Ende von Ersatzverkehr (solange Hamburg das Pendeln nicht hinbekommt). Sprich: es ist ein Ort, an dem die Leute hin und wieder mal den Weg zum Ersatzverkehr zurücklegen müssen. Und gerade deshalb ist es wichtig, dass es für diesen Bahnhof einen festen Plan B geben muss. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wenn also politisch ernsthaft das Bestreben der barriereärmsten Stadt verfolgt hätte, dann muss der Ersatzverkehr eben barrierearm aussehen. Vor allem bei Verwendung des Superlativs muss man dann schon mal mindestens Berlin in den Schatten stellen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Sonder-Service: der Weg des Ersatzverkehrs als Wanderroute &amp;#8211; und in der Mitte der Erdbeerstand als Streckenpunkt:&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;iframe src=&quot;https://www.komoot.com/tour/3039301941/embed?layout=classic&amp;profile=1&quot; width=&quot;100%&quot; height=&quot;700&quot; frameborder=&quot;0&quot; scrolling=&quot;no&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/p&gt;</description>
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