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63% der Ostberliner...

Die Schurkenorganisation* ADAC präsentierte uns am Montag eine schöne Studie, nach der ca. 63% der Ostberliner für die Verlängerung er A100 waren (siehe z.B. Tagesspiegel) — pünktlich einen Tag vor einer Entscheidung in der SPD-Fraktion.

Wie man der Presseerklärung des ADAC entnehmen kann, wurden hierbei (lediglich) 500 »Berlinerinnen und Berliner aus Pankow, Prenzlauer Berg, Weißensee, Hohenschönhausen, Marzahn, Hellersdorf, Treptow und Lichtenberg« befragt — auffallend ist, daß gerade Friedrichshain fehlt — und dort wohnen auch die größten Leidtragenden der Autobahn, zudem sind auch die meisten Kritiker zu befürchten. Und ob die übrigen Bezirke nach Einwohnerzahl oder Entfernung zum Geschehen gewichtet sind, wird man wohl auch spekulieren können.

Wer sich nun für die Fragen der Studie interessiert:

  • Sind sie für eine umfassende Modernisierung des Straßennetzes?
  • Sind sie für den Weiterbau der A100?
  • Sind sie der Meinung, dass ein leistungsfähiges Straßennetz wichtig ist, damit sich Firmen ansiedeln und Arbeitsplätze geschaffen werden?

Was auch immer man unter einer Modernisierung versteht — es klingt so gut. So gut, daß man sich bei Frage zwei kaum noch Gedanken machen muß. Es ist ein typisches Beispiel, wo mit psychologisch geschickten Fragestellungen ein Ergebnis erzielt wird. Mich wundert es, daß rund ein Drittel noch standhaft geblieben ist. Wie schön man mit einer geschickten Fragestellung Antworten herbeizaubern kann, wurde uns im letzten Jahren durch zwei Studien zur Kipo-Sperre demonstriert: 92% dafür oder 92% dagegen?

*Die Formulierung entspricht einer persönlichen Meinung gemäß Art. 5 Abs. 1 GG

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