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Homepage von René Pönitz

Lichtung im Schilderwald?

Als die Diskussion aufkam, den deutschen Schilderwald zu verkleinern, dachte ich an solche Straßen:

(Aufgenommen irgendwo im bayrischen Ismaning. Der halbe Ort sah so blau aus)

Oder um widersprüchliche Beschilderungen. Oder man wandelt kleinere Straßenkreuzungen in gleichrangige um.

Aber nein, es werden ganze Verkehrszeichen aus der Straßenverkehrsordnung genommen — und zwar folgende:

(Der Übersichtlichkeit halber in einer Grafik zusammengefaßt. Zeitungen neigen dazu, jedes Zeichen auf einer eigenen Seite zu positionieren)

Und die Begründungen in den Medien lesen sich abenteuerlich:

  • Für einen Wanderer-Parkplatz braucht man kein spezielles Zeichen. Es könnte ein normales Parkplatzzeichen stehen. Also ändert sich die Gesamtanzahl in Deutschland nicht.
  • Mindestgeschwindigkeiten findet man eigentlich nur auf zwei- und dreispurigen Autobahnen, um die Laster am Überholen zu hindern. Man kann also auch ein Überholverbot aufstellen (Zeichenanzahl wieder konstant, der Unterschied ist nur, ob Trabbis überholen dürfen)
  • Straßenunterführungen stehen selten sichtbar am Straßenrand für Autos, sind also irrelevant.
  • Ob gastromische Hinweise wichtig sind? Man sieht die Symbole einzeln eher selten, sondern nur im Zusammenhang mit Rastplätzen an Autobahnen.
  • Ob nun der Wegfall von Warnschildern sich eher positiv oder negativ auswirken wird, mag jeder selber entscheiden.

Um den Schilderwald sinnvoll zu reduzieren, muß man einfach durch die Straßen fahren. Oder man fragt Kraftfahrer, Taxisfahrer oder Fahrlehrer.

(vgl. SZ-Online, Bundestagsanfrage der FDP)