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Auf dem Feldweg zur Waldschlößchenbrücke

Einer der wichtigsten Gegenargumente gegen das Projekt Waldschlößchenbrücke hat sich nun leider bewahrheitet: dem Land Sachsen (und folglich auch der Stadt Dresden) fehlt nun das Geld für andere Straßenbauprojekte — und einige von denen sind wirklich dringend. Da der Zeitungsartikel leider kostenpflichtig nur Internet zur Verfügung steht, gebe ich hier eine kurze Übersicht, welche Maßnahmen nun zurückgestellt worden:

  • Borsberg- / Schandauer Straße (Das Kopfsteinpflaster ist sehr schlecht, zudem müssen die Straßenbahngleise erneuert werden, 16)
  • Augsburger Straße (Vorausgehende Baumaßnahme für die Schandauer, da als Umleitungsstrecke benötigt wird, 5)
  • Stauffenbergallee — West (Verbindungsachse zwischen Autobahn und Waldschlößchenbrücke mit Kopfsteinpflaster in sehr schlechtem Zustand, 6)
  • Königsbrücker Straße (siehe Beitrag, 35)
  • Bautzner Straße (Ähnliche wie die Kö ein Streitfall, mit wievielen Spuren sie ausgebaut wird, 19)
  • Kesselsdorfer Straße (siehe Beitrag, 15)
  • Hamburger Straße (im Bereich Flügelwegbrücke soll die Straße begradigt sowie eine Eisenbahnbrücke ersetzt werden, zudem soll ein neuer Umsteigepunkt im ÖPNV entstehen, 17)
  • Augustusbrücke (Nicht nur die Albertbrücke bröckelt, auch die Augustusbrücke hat eine Sanierung nötig, 20)

Die Zahlen am Ende der Punkte sind übrigens die Baukosten in Mio-Euro, alle Maßnahmen zusammen betragen 133 Mio Euro (wobei die Königsbrücker schon in der teuersten Variante eingerechnet wurde, d.h. komplette vier Spuren und Tunnel am Olbrichtplatz). Die Waldschlößchenbrücke war damals mit 157 Mio Euro veranschlagt — Geld, welches nun für wichtigere Projekte hätte da sein können. So kann man sich der zynischen Formulierung von Stephan anschließen: Auf dem Feldweg zur Luxusbrücke.