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Spiel 2007 - Drey Kelten Rennen

»Drey Celten Rennen« von Merzenicher Spieleverlags Zwey Raben ist ein auf Mensch-ärgere-dich-nicht-basierendes Brettspiel. Dabei können zwei bis maximal drei Spieler mit einem Tetraeder (Zahlen von 1 bis 4) würfeln, dabei darf mit der vier eingesetzt werden.

Wie bei Rausschmeißer gibt es eine Schlagpflicht — jedoch geht diese auch über den Startpunkt hinaus. An den Schnittpunkten der verschiedenen Pfade hat man freie Wegewahl — sofern wenn man nicht schlagen muß. Das Material des Spielbrettes und der Steine ist unbemaltes Holz. Auf dem Spielbrett wurden die Spielfelder eingestanzt, die Spielsteine sind aus verschiedenen Holztypen gefertigt. Und hier beginnt auch leider das Problem: schon mit Messelicht war es schwer, die Steine zu unterscheiden. Stelle ich mir nun eine gemütliche, dunkle Kneipe vor ... zudem fallen die Spielsteine bei kleineren Erschütterungen schon um.

Das Ambiente des Standes war sehr nett — und für die präsentierten Holzspiele durchaus angemessen. So saß man auf Holzbänken und Fellen. Ansonsten kann ich bei dem Spiel nur das Fazit ziehen, daß es bei einem Brettspiel nicht nur auf das Material und die Verarbeitung ankommt. Und mal ehrlich: und für einen Rausschmeißer-Abkömmling aus Holz sind 49 Euro kein Kaufargument. Dann bevorzuge ich lieber den klassischen Rausschmeißer mit Auch-Rückwärts-Schlagpflicht.

Unter dem Deckmantel des Jugendschutzes ...

Es ist immer wieder amüsant zu sehen, wenn einzelne Industrien ihre Felle davon schwimmen sehen — und nun unter dem Deckmantel des Jugendschutzes versuchen, unliebsame Konkurrenz auszuschalten. So erwirkte ein Anbieter nun Zugangssperren über Telefondienstleister — und verschaffen dem unbeliebten Konkurrenten einen ungewollte Popularität. Selbst große Zeitungen wie der Spiegel und die Welt berichten nun über ihn. Klasse gemacht.

Und während dessen läuft in Deutschland bereits ein Antrag zur Änderung des Gesetzes zur Umsetzung des Rahmenbeschlusses des Rates der Europäischen Union zur Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung von Kindern und der Kinderpornographie. Telepolis faßt den Entwurf zusammen:

Bedenkt man, dass für den Gesetzestest einige Formulierung ausgerechnet von einem sehr umstrittenen US-amerikanischen Gesetz übernommen worden sind und bezieht die Überlegungen einer Sexualstraftäterdatei in Deutschland ein, so ist zu befürchten, dass die Bundesregierung in ihrem Versuch, Kinder und Jugendliche zu schützen, weit über das Ziel hinausschießt und somit nicht zuletzt auch die Kriminalisierung von Kindern und Jugendlichen zunimmt — da ja für den Täter kein Mindestalter mehr vorgesehen ist. Einem deutschen Fall Raoul stünde somit nichts mehr im Wege.