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Skript Version 1.10b vom 11.11.2018 (Prod)

Die Dresdner Tourismuszahlen

Allmonatlich erscheinen nun Artikel in der Sächsischen Zeitung, daß die Touristenzahlen (gemessen an Hotelübernachtungen) in diesem Jahr drastisch zurückgegangen sindb. Und wie immer schiebt man die Schuld auf zu geringes Marketing — und stockt prompt das Budget auf.

Dabei gibt es praktisch drei Gründe:

  • Es gab in den Jahren 2006 und 2007 zahlreiche kulturelle Großereignisse, mit denen Dresden von sich aufmerksam macht. Ob es nun die Weihung der Frauenkirche, Fußball-WM (auch wenn Dresden kein Austragungsort war), die 750-Jahr-Feier oder das Grüne Gewölbe ist — Ereignisse dieser Größe und Tragweite lassen sich nicht auf Dauer aufrecht erhalten.
  • Dresden ist innerhalb von Deutschlands eine Randlage. Man kommt nicht mal so auf Durchreise vorbei. Und genau deshalb ist es besonders dramatisch, daß die Deutsche Bahn Dresden weitestgehend vom Fernverkehr abgeklemmt hat. Es gibt lediglich zwei Fernverkehrsverbindungen noch: Prag-Dresden-Hamburg und Dresden-Leipzig-Frankfurt-Wiesbaden. Und davon ist die Trasse nach Berlin in einen sehr schlechten Zustand. Der Flughafen ist verhältnismäßig klein — das wäre aber kein Problem bei einer guten Anbindung an Berlin-Schönefeld, selbst wenn es nicht einmal mehr eine direkte Verbindung nach London gibt.
  • Und mit Sicherheit macht sich hier auch der bevorstehende Verlust des UNESCO-Weltwerbes mit dem Brückentheater bemerkbar. Diese Themen gehen um die Welt.

Spannend dürfte die Frage noch sein, in wie weit sich die verkorksten Bauprojekte im Stadtzentrum wie der Euro-Disney-Neumarkt und Postplatz mittelfristig auf die Tourismuszahlen auswirken.

Bisherige Kommentare (5)

Kommentar von Nini

Ich wage zu behaupten dass JETZT keiner voraussagen kann, was für Auswirkungen die Unesco-Diskussion GERADE hat.

Es könnte genauso sein, dass jetzt gerade viele Leute kommen, weil sie anschauen wollen, um was es geht. Oder weil sie den Bilck sehen wollen, solange es geht. Oder weil sie an Dresden durch die vielen Artikel erinnert wurden (und auch mal den Kopf schütteln wollen, nachdem sie am Neumarkt ein Eis gegessen haben).
Der Verlust des Welterbes hat imho eher langfristige Auswirkungen.

Kommentar von marco

In Punkt eins würde ich Dir recht geben, auch wenn ich der Meinung wäre, dass eher Dresden 800 Jahre alt ist.
Punkt 2 und 3 würde ich nicht so dramatisch hoch bewerten.
Bei den Bahnverbindungen ist es doch nicht übermäßig schlechter geworden, gab es da andere Fernverbindungen?

Kommentar von Nini

Doch, es ist schlechter geworden. Früher kam man auch nach München, wenn ich mich recht erinnere. Heute zeigt bahn.de meist mindestens ein Umsteigen in Leipzig oder Berlin an..

Und HH / Berlin ist ja auch nur EC/IC Strecke.

Kommentar von René

Also früher gab es Bahnverbindungen nach München, später nur noch bis Nünberg. Nun ist der Ast über Chemnitz im Fernverkehr total tot. Via Leipzig und Kassel war das gesamte Ruhrgebiet bis Düsseldorf und Köln erschlossen. Und Richtung Polen soll es auch mal Fernzüge gegeben haben. Und mich würde nicht wundern, wenn es in der IR-Ära auch noch irgendeine Verbindung an die Ostsee (Rostock) gegeben hätte, aber letzteres ist nur Spekulation.

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