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Außen Hui, Innen Pfui

Das Sprichwort paßt sinngemäß zu den Laptops von IBM. Die Verarbeitung und die Zutaten stimmen. Das Ding ist robust gefertigt. Zum Beispiel ist die Verbindung zwischen Gerät und Bildschirm durch massives Metal gelöst. Zur Demonstration werden bei Messen wie z.B. der CeBIT immer die ThinkPads auf die Tische gehauen. Und das Knüppel in der Tastatur zur Maussteuerung ist auch sehr genial!

Bei der Software schießen sie allerdings den Vogel ab. Mitgeliefert wird ein vorinstalliertes Windows XP. Von den 40 GB Festplattenkapazität belegt das Windows etwa 6 GB, hinzu kommen weitere 4GB auf einer verstecken Partition, die als Recovery dienen soll.

Wenn man aber lieb fragt und bei der Hotline nach ein paar Versuchen endlich jemand kompetentes an der Leitung hat,bekommt man auch die Recovery-Variante auf CDs nach Hause geschickt (gutes Argument: Recovery-Partition ist gelöscht).

Das Recovery umfaßt dann 7 CDs (!), auf denen ein Windows-XP und ein paar Programme enthalten ist, das Einspielen dauert etliche Stunden. Und überbügelt alle Partitionen!

Mein Ziel war eigentlich eine Aufteilung: 10 GB Windows, 20 GB Daten und der Rest geht für ein Linux drauf. Ein Recovery muß man nicht spazieren fahren.

Der Knackpunkt: Löschen der Recovery-Partition und Verkleinern der Systempartition. Beides kann man mit QtParted machen. Allerdings kann es passieren, daß nach dieser Aktion das System nicht mehr bootet. Dann kann man den Recovery-Prozeß wieder von vorn beginnen.

Nachdem diese Hürde geschafft ist, kann man langsam arbeiten. Trotzdem sollte man einen Blick auf die vorhandenen Ordner werden. Da sind alle Treiber, Patches, ServicePacks und sonstige, teils schon installierte Software drauf — und das meiste in zwei Dutzend Sprachen. Wenn man den entimistet, hat man gleich viel mehr Platz!

Und nach diesem ganzen Prozeß ist man immer noch nicht arbeitsfähig: nun beginnt die eigentliche Installation der benötigten Programme (und Linux). Wenn alles läuft, ist der größte Wunsch dann, daß das Windows möglichst lange hält. Sollte es in die Knie gehen, ist das Linux auch wieder futsch.

Insgesamt ist es traurig, daß ein Anbieter, der hardwaremäßig gute Geräte herstellt, den Nutzern beim Partitionieren massive Steine in den Weg legt.

Bisherige Kommentare (5)

Kommentar von René

ja, das war auch meine Idee. Nur das Recovery bringt wieder den alten Zustand. Ein Extra-Windows wollte ich nicht kaufen ...

Mit der Alternative Linux muß ich mich erst weiter vertraut machen ...

Kommentar von Nini

Knüppel?
SO groß ist der rote Punkt eigentlich nicht.. ;-)

Das mitverkaufte Windows ist doch immer nicht besonders prickelnd. Die konsequente Lösung wäre entweder selber kaufen (Vollversion, sie hätten sicher kein Problem damit, sie dir mitzuverkaufen), oder ganz darauf verzichten.
Oder die Studentenversion nutzen (MSDNAA). Die Llzenzbestimmungen sind nur nicht ganz so prickelnd..

Kommentar von Matthias

> Die konsequente Lösung wäre entweder
> selber kaufen (Vollversion, sie hätten
> sicher kein Problem damit, sie dir
> mitzuverkaufen), oder ganz darauf verzichten.
Ich habe da eine bessere Alternative: nLite. Google hilft da gerne weiter.
Das ist ein Tool, mit dem man aus diesen verkrüppelten mitgelieferten Recovery-CDs eine vernünftige Windows-CD basteln kann. Bei Bedarf auch gleich mit entsprechendem Service-Pack, welches man sich vorher herunterladen kann.

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