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Essen während der BVV-Sitzung

Eine BVV-Sitzung in Treptow-Köpenick beginnt 16:30 Uhr und kann sich bis nach 22:00 Uhr ziehen. Es gibt keine regulären Sitzungspausen, Sitzungsunterbrechnungen finden in der Regel bei Auszählungspausen bei Wahlen oder auf Antrag von Fraktionen zwecks Beratungsbedarf statt. Am 29.01.2014 war abzusehen, dass eine besonders lange Sitzung bevorstand. Es wurden zwei Mitglieder des Bezirksamtes gewählt, zudem standen viele Anträge auf Aussprache, unsere Große Anfrage vertagten wir schon vorsorglich.

Und bei so langer Sitzungszeit ist es nicht unüblich, auch etwas zu Essen. Dafür stellt ein benachbartes Lokal gegen kleines Geld Speis und Trank zur Verfügung (Vielen Dank und Lob an der Stelle). Nun stand ich da mit Suppe in der Hand, als die Glocke das Ende der Pause verkündete.

Als ich den BVV-Saal betrat und zu meinem Platz lief, fragte mich eine Frau, ob ich das wirklich mit in den Saal nehmen will. Ich war verwirrt. So eine Frage hatte ich all die Jahre noch nicht gehabt. Da standen sich vermutlich zwei Menschen gegenüber, die wohl beide dachten, der jeweils andere stammt von einem anderen Planeten. „Ja”, meinte ich. Sie erkundigte sich nochmals, ob es mein Ernst sei – und welcher Partei ich angehöre. „Piraten. Aber wo ist das Problem?”

Ehrlich: was geht in manchen Köpfen vor? Soll ich bei Ertönen der Glocke das Essen stehen lassen? Soll ich es wegschmeißen? Soll ich in der Rolle des Bezirksverordneten im Vorraum das Geschehen weiter verfolgen? Oder hätte ich ganz auf Essen verzichten sollen?

Also liebe Leute: Nehmt uns bitte politisch auseinander. Aber bitte nicht so ein Kindergarten!

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