renephoenix.de

NZ: Oponomi

Wir verlassen Kawakawa und die Hundertwasser-Toilette. Unser nächster Ort Oponomi ist zugegebenermaßen auch nur ein Zwischenstopp, damit wir am Folgetag die Waipoua-Wälder mit ihren riesigen Kauri-Bäumen bewundern können. Oponomi war daher günstig gelegen. Und während Paihia und Kawakawa immerhon noch vierstellige Einwohnerzahlen haben: Oponomi hat 168!

Der Weg dahin ist sehr schön und vor allem sehr hügelig. Ich habe diese Fahrt richtig genossen. Leere Straßen, wir machen hier und da Fotopausen. Wir werden begleitet von Regenwolken – in sicherer Distanz. Egal wie, sie blieben immer hinter der nächsten Bergkuppe.

Der Ort selbst liegt am Hokianga Harbour. Hier ragt ein Meeresarm weit ins Landesinnere hinein und zerteilt die Landschaft. Wir sind weiter nördlich auch nicht mehr gefahren, allen voran haben wir 99-Miles-Beach nicht mitgenommen.

Das Oponomi-Hotel wirkte wie ein Dreiseiten-Hof. Auf der linken Seite ein Pub im Western-Stil. Er war nicht gemütlich, eher zugig. Und in dessen Mitte war ein altes Haus umbaut worden, in dessen Inneren nun ein Spielcasino war. In der Mitte war das Foyer des Hotels. Und auf der rechten Seite waren die Zimmer.

Unser Zimmer hatte einen sehr modrigen Geruch. Keine Ahnung, was sie da machten. Wir dachten uns: Egal, es ist nur eine Nacht. Das Zimmer war auch recht klein. Wir hatten einen kleinen ebenerdigen Balkon. Und eine Katze, die immer mal wieder hineinschaute.

In diesem Hotel hatten wir Frühstück inklusive. Doch es war schlecht. Wir gingen nahezu ungestärkt in den Tag.

Gegenüber vom Hotel war eine kleine Schiffsanlegestelle: Wir blickten auf die andere Seite des Hokianga Harbour – und sahen vor allem Sand.

Trotz der gigantischen Einwohnerzahl: es gab eine Post, eine kleine Kaufhalle, ein Café, ein Imbiss und eine Kriegsgedenkenhalle. Die Skulptur des Ortes ist Odo, der Delphin. Ein kleiner Delfin, der in den 50ern bis ans Land schwamm und sehr zutraulich wurde – und plötzlich über Nacht verstarb (vgl. anderer Reisebericht)

Ein Dorf weiter, Omapere, ist einen Aussichtspunkt an der Mündung dieses Meeresarmes. Eine kleine Ankündigung am Wegesrand reichte – und wir verbrachten hier knappe zwei Stunden.

Wenig später zogen Wolken auf, die selbe Perspektive noch einmal:

Auf dem Parkplatz gab es Warnhinweise mit „Lock it or lose it!”, mit dem sie auf Autoeinbrüche aufmerksam machen. Das Auto vor uns hatte die Scheiben unten, vom Fahrer oder Fahrerin keine Spur. Ich sah den Schlüssel stecken. Ich sah die Geldbörse. Alles zum Greifen nah. Da dachte ich mir: Man muss nicht klüger sein als der Dieb, sondern nur klüger sein als die dümmsten der anderen Gäste.

Ebenso unterwegs: eine Schulklasse, die hier Pause machte. Sie begleitete uns noch den weiteren Tag. Wir flüchteten von der großen Wiese und liefen zum Aussichtspunkt. Das Wetter war sehr schön, aber es war windig. Die Wellen peitschten gegen die Steine. Wir hätten gerne den großen Rundgang (ca. 3h) noch gemacht, doch die Zeit war leider endlich.

Übrigens: Auch in Neuseeland gibt es Sandsteine. Und dieser bröselt ebenso wie der in der Sächsischen Schweiz.

Bisherige Kommentare (0)

Es wurde noch kein Kommentar geschrieben!

Kommentar verfassen

Freiwillige Angabe
Freiwillige Angabe
Der Text kann mit Textile formatiert werden, z.B. *fett* _kursiv_ "link":url. Wie das geht?
Wieviel ist 40 plus 2?

Bisherige Trackbacks (0)

Es wurde noch kein Trackback empfangen!